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Nach zweifacher Emmy-Auszeichnung 2010, "Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie" für Bryan Cranston und "Bester Nebendarsteller in einer Dramaserie" für Aaron Paul, meldet sich die Serie Breaking Bad mit der kompletten dritten Staffel zurück, die von der Los Angeles Times als „beste Fernsehserie" gefeiert wurde.
Sein Krebs scheint besiegt, doch Chemielehrer und Meth-Produzent Walter White (Cranston) kommt nicht zur Ruhe. Seine Frau (Anna Gunn) hat die Scheidung eingereicht, sein Schwager von der Drogenbehörde (Dean Norris) will ihn hochgehen lassen und ein mexikanisches Drogenkartell fordert seinen Kopf. Obwohl sein Familienglück auf dem Spiel steht, fädelt Walt einen Deal ein, der ihn reich machen wird, wenn auch zu einem schrecklich hohen Preis.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
80 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fernsehunterhaltung aus einer anderen Dimension,
Rezension bezieht sich auf: Breaking Bad - Die komplette dritte Season [4 DVDs] (DVD)
Als Zuschauer muss man sich bei der Serie Breaking Bad einiges zumuten lassen: Spannung, Gewalt und Kraftausdrücke - aber vor allem auch den Verzicht auf moralisch saubere Identifikationsfiguren. Denn die Verachtung aller Werte grassiert wie eine Seuche in der amerikanischen Vorstadt von Albuquerque, nicht nur bei den Gangsterbossen und im Prekariat, sondern sogar mitten im Herzen des bürgerlichen Milieus.Im Zentrum der Geschichte steht der krebskranke Chemielehrer Walter White. Aus Verzweiflung über seine unbezahlbare Therapie und sein eher langweiliges Leben nutzt er seine Fachkenntnisse, um mit der Herstellung synthetischer Drogen zu beginnen. Für deren Absatz ist er von seinem ungleichen Partner abhängig, dem Junkie Jesse Pinkman. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Bei ihrem aufhaltsamen Abstieg in den Sumpf des Verbrechens ergänzen sie sich zu einem der besten odd couples seit "Männerwirtschaft". Alles gerät vom Schlechten zum Schlimmsten, es gibt immer mehr Tote, die Figuren laden Schuld auf sich und lassen sich nur zu bereitwillig verführen. Der kammerspielartige Reigen kommt über mehrere Staffeln mit relativ wenigen Figuren aus (die übrigen sterben meistens irgendwann). Die Charaktere agieren, getrieben von Eigeninteressen, beinahe autistisch nebeneinanderher. Interaktion ist fast auf das zufällige Maß der Interessenkollision beschränkt. Während sie ihren Lebensweg zu kontrollieren glauben, verstricken sie sich tatsächlich immer mehr in ein düsteres Schicksal und reißen dabei andere mit ins Verderben. Das gilt auch für Walters Schwager, den Drogenfahnder, der aus persönlichem Frust heraus mit übertriebener Härte nach jenem mysteriösen "Heisenberg" sucht, der seinen Beritt mit Drogen bekocht - und dabei selbst zur Zielscheibe wird. Zwischendurch blitzt mal Menschlichkeit auf, wenn die recht integer gezeichneten weiblichen Charaktere Stellung beziehen. Aber auch sie lassen sich nach und nach in den Tanz um das vermeintlich große Geld mit hineinziehen. Das alles wird mit viel Sarkasmus zelebriert. Der atemlose Zuschauer kann sich von Folge zu Folge des beklemmenden Eindrucks weniger erwehren, dass sein Genuss am moralischen Verfall auch etwas mit ihm selbst zu tun haben könnte. Die Spannung rührt nicht zuletzt daher, dass bei dieser Serie handwerklich einfach alles stimmt. Die Professionalität, gepaart mit der unkonventionellen Konstruktion der Story, schafft eine Fernsehunterhaltung wie aus einer anderen Dimension. Eigentlich ist dies schon großes Kino - Lichtjahre entfernt von deutscher Farbfernsehtristesse. Während der ersten Staffel hatte ich noch ab und zu Zweifel, ob der schwarze Humor und die gelegentliche Brutalität ebenso wie manche scheinheilig rührseligen Familienszenen nicht zu künstlich gestaltet sind, um eine Art Kult-Charakter zu konstruieren. Aber schon die zweite Staffel beeindruckte mich zunehmend durch stringente erzählerische Stärke ohne viel Leerlauf. Die Handlung nimmt immer mehr an Fahrt auf, trotzdem bleibt die Darstellung nüchtern bis hin zum Zynismus. Die dritte Staffel kann das vorgegebene Tempo voll halten und bietet angesichts der Leichtigkeit, mit der die haarsträubenden Geheimnisse aus der amerikanischen Mittelschicht aufgetischt werden, nochmals eine Steigerung. Die Drehbuchautoren wagen immer mehr - und sie gewinnen, weil Regie, Schauspieler und Produktion es mittragen können. So gelingt auch ein Kabinettstückchen wie "Fly", die 10. Folge, die sich fast ausschließlich um die Jagd auf eine einsame Fliege im Drogenlabor dreht. Wer diese Serie nicht kennt, hat etwas verpasst. Aber man sollte mit der ersten Staffel anfangen, sonst bleibt höchstens der halbe Spaß. Gerade in der dritten Staffel gibt es nämlich jede Menge amüsanter Rückbezüge, die ohne die Kenntnisse der Staffeln 1 und 2 verpuffen würden, von der Spannung ganz zu schweigen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wann kommt Staffel 4?,
Rezension bezieht sich auf: Breaking Bad - Die komplette dritte Season (DVD)
Ich habe mir alle 13 Folgen innerhalb von 3 x 24 Stunden angesehen. So etwas ist mir seit 1984 nicht mehr passiert, als die Betreiber des Hamburger Metropolis in einem Anfall von Wahnsinn beschlossen hatten, alle elf Teile von "Heimat" in einer einzigen Vorstellung zu zeigen. Diese Vorstellung begann nachmittags um vier und endete am nächsten Morgen um acht und als man aus dem Kino kam, war es nahezu unmöglich, noch eine klare Grenzlinie zwischen dem eigenen Leben und dem der Protagonisten zu ziehen.Ähnlich ist es hier. Nur, dass die Ereignisse um Walter, Jesse und Skyler im Albuquerque von 2010 in einem anderen Tempo ablaufen, als jene in der deutschen Provinz des vergangenen Jahrhunderts. Den Breaking Bad Autoren gelingt es, eine auswegslose Ausgangssituation über 13 Folgen kontinuierlich in eine noch viel auswegslosere zu verwandeln. Und sobald die letzte Klappe gefallen ist, fragt man sich: wie wollen sie bloß da wieder rauskommen? Und wann? Im Herbst? Solange kann ich unmöglich warten! Meines Erachtens sind es vor allem vier Elemente, die die Serie weit über das hinaustragen, was ansonsten im Fernsehen zu sehen ist: Als erstes natürlich die Drehbücher und eine Dramaturgie, die immer die Gesamtentwicklung der Serie im Auge hat. Dann die Art, wie diese Bücher in Inszenierung und Schnitt umgesetzt werden. Das unglaublich präzise Gefühl für Timing und der Mut, immer wieder Lücken zu lassen, dem Zuschauer Atempausen zu gönnen und die Geschichte einen Moment lang nur über die Bilder und die Musik zu erzählen. Drittens die visuelle Umsetzung. Wie es in einem der Hintergrundfeatures der DVD sinngemäß heißt: "Wir drehen auf Film (-material) und wir sehen das Ganze auch eher als eine Film-, als eine Fernsehproduktion." Dabei spielt die Wahl der Motive natürlich eine herausragende Rolle und Albuquerque und die weiten Landschaften New Mexico's gehören meiner Meinung nach genauso auf die Darstellerliste wie die Namen von Bryan Cranston, Aaron Paul und Anna Gunn. Schließlich die Musik. Die herausragende Arbeit von Dave Porter trägt entscheidend zum Erzählstil der Serie bei. Seine Kompositionen geben dem Ablauf der Folgen emotionalen Gehalt und Kontur. Für mich trägt diese Musik wesentlich zur Freude bei, mir die Folgen auch noch ein zweites Mal anzusehen, wenn ich den Plot bereits kenne und mich in Ruhe auf all die wunderbaren Details konzentrieren kann. Und auf die alles entscheidende Frage: "Wann kommt Staffel 4?" Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Leute!!!,
Rezension bezieht sich auf: Breaking Bad - Die komplette dritte Season [4 DVDs] (DVD)
Ich bin seit Jahren Amazon-Kunde und messe seit jeher Bewertungen an dieser Stelle nicht allzuviel Bedeutung bei. Ich hatte nie den Plan, mich hier zu Wort zu melden - im Gegenteil. Jetzt aber habe ich gerade die dritte Staffel Breaking Bad beendet und muss meiner Begeisterung unbedingt Luft machen: Diese Serie ist wahrscheinlich das Beste, das ich je auf dem Schirm hatte! Ich bin kein Cineast, jedoch im US-Thriller- und Drama-Format recht bewandert. Breaking Bad definiert den Begriff Spannung, so wie ich ihn bislang empfunden habe, komplett neu. Wahrscheinlich kennt jeder die üblichen Facetten, die einen guten Thriller ausmachen - und genau darin die liegt Qualität dieser Serie: Sie verfrachtet die Erfahrungen eines Fans packender Plots in eine neue Ära. Wirklich jeder einzelne Charakter ist grandios erdacht, inszeniert, gecastet und brillant gespielt. Das gibt es häufiger. Die Besonderheit ist aber deren Verflechtung in eine Handlung, die Gefühl und Verstand gleichermaßen zu infizieren vermag. Nach Sopranos (top!), NipTuck (Staffel 1-3 top), Deadwood & Rom (top!) kommt für mich mit Breaking Bad das Gegenteil von Lost: Man fühlt sich geschmeichelt einer derart intelligent gemachten Handlung folgen zu dürfen - ganz unangestrengt. Menschliches und Unmenschliches, Moral und Verbrechen, Brutalität und Witz, Krankheit und Gesundheit werden hier mit nur einem Ziel perfekt balanciert: Gute Unterhaltung. Kein Zeigefinger, keine Phrasen, kein Zynismus, wenig Blut, kein Amerika-Tamtam. Dafür aber eine Story, die nie vergißt, wo und wie sie begonnen hat und bis Ende Staffel 3 nicht eine einzige schwache Szene hatte. Und ich schreibe das, weil deren Abwesenheit irgendwann auffällig wurde. Ich hoffe natürlich, dass es so bleibt. Bis dahin verbleibe ich wartend auf Staffel 4 und mit der dringenden Empfehlung, gleich eine Box anzuschaffen.
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