Der Ich-Erzähler des Romans, der überaus starke biographische Bezüge zum Autoren haben soll, lebt in einer kleinen Mietswohnung in New York, wo er seinem Job und seinen schriftstellerischen Hoffnungen nachspürt. Eines Tages wird er auf eine seiner Nachbarinnen aufmerksam, die einen japanischen Photographen des Öfteren aus dem Bett geklingelt hatte, weil sie immer wieder ihre Haustürschlüssel verliert. Diesen speziellen Posten hat dann bald der Ich-Erzähler inne, der im Laufe der nächsten zwei Jahre die junge Holiday Golightly kennen lernt, ohne sie aber je wirklich zu kennen bzw. zu verstehen. Durch sie wird er in den Bereich des Showbusiness und der New Yorker High Society hinein gezogen und sieht dort Dinge die seinen bisherigen Vorstellungen von Moral und Lebensführung absolut entgegen laufen.
Neben der Geschichte der jungen Frau und ihrer Art mit dem Leben umzugehen ist dies auch eine eindringliche Darstellung des Lebens in einer sehr bewegten Zeit in New York, dass durch den Krieg und die damit verbundenen Veränderungen voller neuer Ideen und Trends war und das sich mehr und mehr zu einer internationalisierten Stadt entwickelte.
Ganz stark geht es hier auch um die Frage, wie man seinen eigenen Weg im Leben finden kann und was es vor dieser Individualität, die heutzutage als selbstverständlich gesehen wird, bedeuten kann ein guter Mensch zu sein. Ein durchaus bedenkenswertes Buch, das einen mit einigen nicht uninteressanten Fragen zurück lässt, die im Endeffekt jeder für sich selbst beantworten muss.