Rezension
Manchmal weiß man ab dem Moment, in dem der CD-Player die Spielzeit anzeigt, dass Bands nicht den Zeitgeist imitieren wollen, sondern ihn mitgestalten. Kate Mosh könnten alles erobern, die Kassettendecks bei langen Autofahrten, die Kopfhörer der Großstadt und die Tanzflächen der Nation. Eckpunkte für die Vergleichsstudie? Neben bereits erwähntem sicher Robocop Kraus und irgendwo Blackmail im eigenen Land, dazu die Spuren der gemeinsamen Tourvergangenheit mit Aereogramme und New Black. Melodie- und Strukturverständnis? Pavement winken aus der Ferne. Und bevor alles zu nett scheint, wird man beim finalen STRXR mit derbem Gekeife entlassen. Zum größten Stolperstein könnte ihnen werden, dass der Prophet im eigenen Lande nicht erhört wird sollte das passieren, kann man nur den Glauben an die Durchsetzungskraft guter Musik verlieren. --
VISIONS April 2006
Kurzbeschreibung
Breakfast Epiphanies - ein Ausnahmealbum. Gefüllt mit Indierock, Noise, Elektronik, Postrock. All dies überzogen mit wunderschönen Melodien und geradezu orchestralen Arrangements stilvoll in einem eigenen, wiedererkennbaren Soundgewand. Das Album erscheint reifer, vielseitiger und gefestigter als noch das Debut vor zwei Jahren. Was hier in einem Song steckt, ist bei anderen nicht auf ihrer gesamten Anthologie zu entdecken und dennoch ufert es niemals unnötig aus.
Ein Album der Extraklasse, das die Band in Deutschland zu den Großen Indierock-Bands aufsteigen lässt und gleichzeitig die Hoffnung aufkeimen lässt, endlich wieder eine Band zu haben, die auch international für etwas Furore sorgen könnte. Nicht verwunderlich, dass Interesse vom Londoner FIERCE PANDA Label aufkommt, die immerhin Bands wie Coldplay oder Art Brut im Programm haben.