Aus der Amazon.de-Redaktion
Dwaynes Situation verschärft sich, als die Umweltbehörde ein Grundstück wegen möglicher giftiger Ablagerung ins Visier nimmt, das ihm gehört. Während er den Sinn des Lebens sucht, verliert Celia mehr und mehr ihren Bezug zur Realität, Harry verfällt mehr und mehr der Paranoia, dass Dwayne von seiner Vorliebe für Frauenfummel wissen könnte, wohingegen Francine immer weniger mit Dwaynes im Laufe der Zeit auftretenden, eigenartigen charakterlichen Veränderungen klarkommt. Für Kilgore Trout hingegen stellt sein bevorstehender Auftritt auf dem Provinz-Festival den Höhepunkt einer stetig fortschreitenden Selbsterniedrigung dar.
Es ist schwierig zu verstehen, was dieser Film eigentlich möchte, denn seine exzentrischen Hauptfiguren bleiben dem Zuschauer fremd. In diesem Umfeld steht Glenne Headly als ein sympathisches Eiland in einem Ozean der Egozentrik und bietet den einzig wahren Bezugspunkt der Geschichte. Auch Albert Finney kreiert einige sehr schöne Momente in der Rolle des heruntergekommenen Autoren, z.B. wenn er seinen Lesern gegenübertritt, von denen ihn die einen verachten, während ihn die anderen kultisch verehren, obwohl er genau weiß, dass sie seine Werke gar nicht verstehen. Amüsant ist in diesem Zusammenhang ein Kurzauftritt von Kurt Vonnegut. --Bret Fetzer
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Die lose Verfilmung von Kurt Vonnegats Romanvorlage versucht das alte und typische Problem des konsumgeilen und überdrehten Mittelstandes sehr überspitzt aufzuarbeiten. Dwayne (Bruce Willis) ist ein erfolgreicher und bekannter Autoverkäufer, dessen Frau nur noch vor der Glotze sitzt. Sein Mitarbeiter hat transvestitische Neigungen und er selbst noch eine Geliebte und ist permanent am Rande des Zusammenbruchs. Ach ja und dann ist da noch Albert Finney als Kilgore Trout, der enervierend durch als Dauerschleife durch das kunterbunte Menü brüllt. Die Story ist nur schwer vorhersehbar und die geballte Hollywoodgarde spielte ihre Acts so richtig überdreht, das man Nick Nolte die Transe sogar abkauft.
Bild: Der Bildeindruck leidet vorrangig unter einem permanenten, wenn auch geringem Mattscheibeneffekt, der wie Staub auf dem Bildschirm liegt und vor allem in helleren Bildflächen mit Rauschanteilen sanft zu ruckeln beginnt. Das Rauschen ist das andere Problem des Titels. Dies resultiert größtenteils aus einer zu hohen Gammaeinstellung, die weiße Flächen, wie Himmel oder Lichtquellen auf benachbarte, dunklere Bildflächen überstrahlen lässt. Diese Stellen, wie auch größere, einfarbige Farbfelder, sind auch anfällig für Artefakte in Form von stehenden Rauschmustern. Die Farbwiedergabe wirkt leicht ausgeblichen. Die Schärfewirkung in Gesichtern ist nur durchschnittlich und nur in Nahaufnahmen sind kleine Details scharf erkennbar.
Ton: Akustisch orientiert sich der 5.1-Ton deutlich frontorientiert und hier eng um den Centerkanal herum fokussiert. Der im Verhältnis zum Menü immer noch erheblich leisere Filmton nutzt nur ein geringes Frequenzband und bietet in den vielen Dialogen nur wenig Aussteuerung, sprich Dynamik. Die Kulisse wird weitgehend von Musik bestimmt, die durchweg auch die hinteren Kanäle bedient. Eine stereophone Filmatmospäre ist nur im Ansatz und selten attestierbar. Die Stimmen sind in beiden Tonspuren erheblich zu dünn und klingen piepsig, ohne nennenswerte Nutzung des natürlichen Grundtonbereiches. --movieman.de