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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Frühstück bleibt manchem im Halse stecken, 11. Mai 2003
Ich weiß nicht warum, aber dieser Film erinnert mich immer an Fear and Loathing in Las Vegas. Warum? Die Handlung ist nicht zu vergleichen, ebenso wenig die ganze Thematik. Liegt es an Willis, durch den ich an Twelve Monkeys denke, oder die Regie, die mich ebenfalls an Terry Gilliam erinnert? Zumindest kann man sagen, dass dieser Film einen starken Eindruck hinterlässt. Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Kurt Vonnegut jr., der viele Kultbücher, darunter das vielleicht bekannteste, Slaughterhouse V, geschrieben hat, verfügt der Film über eine gut überlegte Handlung. Ich selbst habe nur ein paar Blicke ins Buch geworfen, kenne es daher nicht, und natürlich sagen einige, das Buch sei besser - doch solange der Film genial ist, macht das doch nichts. Im Film geht es um nicht mehr als einen Mann, Autohändler Dwayne Hoover (Bruce Willis), der nach seinem Selbst und einem Sinn in einer immer sinnloseren Welt sucht. Er verliert den Verstand - dabei ist er nur von verrückten, schrulligen Charakteren umgeben. Da wären seine fernseh- und tablettensüchtige Frau, sein Sohn, der sich albern kleidet und ein Star werden will, sein paranoider Top-Verkäufer (Nick Nolte), der gerade aus dem Knast entlassene Wayne Hoobler, der es als seine Bestimmung ansieht, für Hoover zu arbeiten. Und da wäre noch der Schriftteller Kilgore Trout, Vonneguts Alter Ego, begnadeter, aber verkannter Schrifsteller, dessen Kurzgeschichten nur in Pornoheften veröffentlicht werden. Aber gerade von diesem Menschen glaubt Hoover, erlöst werden zu können, den Sinn zu erfahren. Der Film ist wunderbar witzig, lebt von einer einfallsreichen Regie, lässt Symbolik hervorschauen und hat einfach herrliche Dialoge. Die Bildqualität ist leider nicht so, wie es einer DVD gebührt, ist aber nicht tragisch. Die Extras sind auch eher mittel, ein paar (zugegebener teilweise sehr interessante) Interviews sind das einzig erwähnenswerte. Wenigstens kommt Vonnegut zu Wort. Der Film verdient natürlich 5 Sterne, aber für Mängel in Qualität und Extras reicht es nur für ****.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bis man tot ist, heißt alles Leben...., 20. November 2002
***** Na da wurde der der deutsche "Montags-Videotheken-Besucher" mal wieder schön hinter's Licht geführt. [Und ich betone an dieser Stelle das Beispiel einer Videothek, da der Film in unseren (und definitiv auch in den amerikanischen) Kinos kaum beachtet wurde, ja eigentlich völlig unterging.] Und nun hat sich der besagte "Montags-Videotheken-Besucher" also daran gemacht, sich und seinem Anhang mal wieder erfrischend leichte Kost für den Feuerabend zu bieten. "Oho, ein 'Willis'-Film. Kenn ich gar nicht..." Jaja, ein Willis-Film. Ein echter Willes-Film? Wohl kaum. Oder doch? Zumindest ist es keiner, wenn man versucht den guten Bruce immernoch in seine "Sitrb Langsam"-Rolle zu quetschen, denn aus dieser ist er eindeutig herausgewachsen. "Breakfast of Champions" ist alles andere als Popcorn-Kino für den Mainstream. Vielmehr spiegelt er genau die Mitte des Mainstreams wider, die uns beim anschauen des Films so absurd und irrational erscheint, dass man meinen könnte, eine minderbeachtete Subkultur amerikanischer Gesellschaft beim selbstzerstörerischen Treiben zu beobachten. Und auch wenn es sich bei "Breakfast of Champions" am Ende aller Dinge immernoch um eine Satire handelt, so ist deren beängstigende Realitätsnähe alles andere als lustig. Damit will ich selbstverständlich nicht sagen, dass es norm-geregelt zur Tagesordnung gehört, wenn eure Ehefrauen euch als einzige Kommunikationsbasis im permanenten Tabelttenrausch Werbesprüche an den Kopf werfen, eure Kinder Schlagersongs im hauseigenen Atombunker produzieren und man als Gebrauchtwarenhändler früher oder später dem Wahnsinn verfällt. Nein, norm-geregelt plagt man sich mit noch vielen weiteren Problemen herum, die der Film nicht anspricht. Und in all der Hülle und Fülle 'seiner' sarkastischen Kritik an die kleinbürgerliche US-Gesellschaft, kann man das einerseits wohl kaum verlangen und fährt andererseits wohl auch besser damit, sich erst diesen Teil der Henkersmahlzeit auf der Zunge zergehen zu lassen, bevor man zum "Dinner for Champions" schreitet. Prost, Mahlzeit! Tabasco 2002
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nick Nolt in Höchstform!, 30. Juli 2009
Eine mit neurotischen bis psychotischen Figuren vollgefüllte abgedrehte Groteske bei der nichts richtig Sinn zu machen scheint. Wer einen netten, leichten Filmabend haben will, sollte einen Bogen um den Film machen, doch wer abgründige Figuren und schräge 'Handlungen' mag, darf hier ruhig zugreifen. Nebenbei bekommt man einen Nick Nolte in Höchstform zu sehen. Ich weiß dass der Vergleich hinkt, aber wer sich an Catch 22 nicht störte, wird auch diesen Film mögen.
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