Accepts drittes Studioalbum "Breaker" ist ein anständiges, sehr solides Metal Album das fast an "Restless & Wild" und "Balls to the Wall" heranreicht. Lieder wie "Starlight", "Breaker" und "Son of a Bitch" haben den Test der Zeit gut überstanden. Udos Schreie sind hoch und rau, wie auf den darauf folgenden Alben. Manchmal kann man Udos Gesang mit dem Gesangsstil von Bon Scott vergleichen, trotzdem ist Udo Dirkschneiders Stimme sehr viel böser und aggressiver. Der Leadgitrarist Wolf Hoffmann liefert einige überwältigende, galoppierende Riffs. Der Bassist Peter Baltes ist mit seinem Instrument aufgrund des Mixes wenig hörbar. Jörg Fischer agiert präzise und der Drummer Stefan Kaufmann schlägt die Drums mit Präzision und gleichermaßen mit Kraft.
Das Album beginnt mit "Starlight" das ein mittelschnelles Lied ist, mit einem guten Riff, der von einem sehr konsequenten Drumming und einem exzellenten Solo unterstützt wird. Das Titelstück "Breaker" ist verdammt schnell mit einem melodischen Refrain und einem Headbanger-Riff - ein Höhepunkt des Albums. "Run if You Can" hat einen sehr einprägsamen und fesselnden heavy Riff und einen fetzenden Soloteil. "Can't Stand The Night" ist eine Ballade mit einem kräftigen Bass und Udo mit einer klaren und gefühlvollen Stimme. Der fünfte Titel "Son Of A Bitch" hat einen Presslufthammer-Riff, hämmernde Drums und einem verächtlichen, aber lustigen Refrain: "Son of a bitch, kiss my ass, you asshole". Das hört man andauernd während man die ganze Zeit headbangen muss.
In "Burning" ist Udos Gesang kräftig und rau wie immer mit einem einprägsamen Refrain "Burning, burning, burning just like fire" und einem topp Solo von Wolf Hoffmann. Diese Elemente machten den Titel zu einem meiner Favoriten auf dem Album. Der nächste Titel "Feelings" ist ein langsamer Heavytitel. "Midnight Highway" ist ein klasse Rocker für jeden, der Hard Rock und Rock 'n Roll nicht widerstehen kann. Udos Stimme ist scharf und schrill wie gewohnt. "Breaking Up Again" ist eine Ballade, die von Peter Baltes gesungen wird. Mit Abstand der schlechteste Titel auf dem Album. Dieses endet dann mit "Down And Out, das mittelschnell beginnt, das aber im Mittelteil etwas schneller wird und ein brillantes Solo enthält.
Fazit: Das Album ist sehr empfehlenswert.