Da hab ich dieses unscheinbare Ding doch schon seit Tagen auf meinem Schreibtisch liegen, den Erstkontakt bewusst vermieden und PUMP voreilig zu einem nicht sonderlich erwähnenswerten 08/15 Metal Event abgestempelt. Nun allerdings weht mir erstmals das erdig fett stampfende Riff von „Revolution On My Mind" durch die leicht gefettete Matte und weiß mit seiner gut unaufdringlichen Mischung aus stampfendem Hard Rock und saftig produziertem Heavy Metal der geradlinigen Sorte zu überraschen.
„Breakdown To Breakthrough" - das nunmehr zweite Album der Deutschen um ex-BRAINSTORM Röhre Marcus Jürgens - wuchtet weit voluminöser und härter produziert aus den Membranen als das Debüt, lässt neben potentiellen Hitkandidaten wie „Blood On The Blade", „How Does It Feel" oder „I Can't Deny", zwar auch einige schwächelnde Momente aufblitzen, ausbaufähig scheint die Sache aber allemal. PUMP sind also sicher nicht über jeden Zweifel erhaben, können sich mit den - gegen Ende dieses Reviews erwähnten - Titanen aufgrund Fehlen deren übergroßen Hitpotentials auch noch nicht ganz messen, die mit feinen Hooks und guten Refrains versehenen, größtenteils im Midtempobereich angesiedelten Songs, wissen aber fast ausnahmslos zu gefallen und sollten von jedem Freund gepflegter Haumannskost mal angechecked werden.
Zumindest live dürften PUMP mit ihrem kantig knarzenden Sound, im Stile von SHAKRA, PINK CREAM 69 - heiligerweise erinnert man streckenweise gar an die göttlichen SKID ROW - jedoch bereits jetzt ordentlich abkochen.