Produktinformation
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Relaxte bis anständig harte Songstrukturen, wenig Scheu vor gefühlvollen Momenten und das gewisse Etwas in Sachen Komposition, die Größe dezente Sounds mit großer Magie vorzutragen, den Hörer damit zu fesseln und dennoch jederzeit überraschen zu können: Dies ist eine Gabe die nur sehr wenige Bands haben, REGICIDE gehören jedoch definitiv dazu und jeder einzelne, der hier zelebrierten zehn Akte beweißt dies eindrucksvoll.
Ausdrucksstarker, zwar nicht immer ans Limit stoßender, jedoch guter Wechselgesang des Duos Richter / Südhoff umsegelt, auf musicalartige Passagen treffende, Prog-Riffs, gipfelt in melodramatischer Eingängigkeit um nicht selten fragilen Momenten der Sehnsucht zu begegnen, diese jedoch im selben Moment mit hoffnungsvollem Licht zu speisen. Hier trifft melancholische Wärme auf trockene Grooves, stimmt sich ein bretthartes Metal Riff als Gegenpol zu höchstfidelem Violinenfolkrhythmus ein, wechseln beschwörende Vokals mit erlösend schönen Refrains.
Ausgefeilt, jederzeit überraschend und dennoch durchwegs angenehm hörbar stellt sich ein progressive angehauchtes Rock Album mit Hang zu alternativen Gothic Folk Klängen vor, das ich in dieser Klasse nie erwartet hätte, legen sieben hochbegabte Individualisten, die es schaffen an einem Strang zu ziehen, ein Werk an den Tag, das für Freunde niveauvoller Musik nur ein Ergebnis zulässt: Standing Ovations!
Höhepunkte dieses sehr kompakt und stilvollen Werkes hervorzuheben erspare ich mir an dieser Stelle getrost. Diese gilt es selbst zu entdecken…
Darüber hinaus hat sich die Band enorm weiterentwickelt, sowohl technisch als auch im Hinblick des Zusammenspiels der beiden Stimmen, welche perfekt harmonieren und der Band eine ganz besondere Note verleihen. Die Kompositionen sind ausgefeilt und komplex, ohne konstruiert zu wirken. Immer wieder gibt es überraschende Übergänge und Ideen. So wird z.B. bei "Perfect Strings" Theater-Atmosphäre erzeugt, an anderer Stelle (z.B. dem Titeltrack) finden sich vertrackte Instrumentaleinlagen à la Dream Theater/Vanden Plas.
Höhepunkt der CD ist für mich zweifellos "An Embracing Space Pt. III" (Pt. I + II befinden sich auf "Viorus"). Hier kennen Ideenreichtum und Spielfreude keine Grenzen. Was manch andere Band schon als Refrain verwenden würde, ist bei Regicide nur eine Brücke zu einem echten Gänsehaut-Refrain. Absolute Spitzenklasse!!
Über dem ganzen Album (10 Tracks, ca. 51 min.) liegt ein herrlicher Hauch Melancholie, die aber niemals zu Schwermut neigt. Ruhige und schnellere Passagen halten sich in etwa die Waage, die CD besticht dabei durch ihre atmosphärische Dichte. Produktion und Sound sind hervorragend, kein Wunder bei einem Produzenten wie Chris Wolff (u.a. Within Temptation).
Regicide schaffen durch die gelungene Kombination vieler Elemente (Gothic, Rock/Metal, Musical, Violine) einen eigenen, völlig neuen Stil und bringen mächtig frischen Wind in die (leider in letzter Zeit sehr ideenlose) Musikszene.
Wer schon "Viorus" mochte, wird von "Break The Silence" begeistert sein. Hier erübrigt es sich, Anspieltipps zu nennen.
Dies ist ein Album ohne Schwachpunkte, jedoch reich an Höhepunkten. Für mich das beste Album seit langem!!
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