Hope Clearwater lebt am Brazzaville Beach und erzählt rückblickend ihre aus zwei Handlungssträngen aufgebaute Geschichte, die in Afrika und England spielt. So berichtet sie von ihrer gescheiterten Ehe mit einem Mathematiker, die sie nach Afrika fliehen lässt, von ihrer leidenschaftlichen Affäre mit einem Ägypter, vor allem aber von ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit in einem Forschungscamp mitten im afrikanischen Urwald, wo sie das Zusammenleben wilder Schimpansen untersucht. Das Land leidet seit längerem unter einem Bürgerkrieg und auch im Mikrokosmos des Camps gestaltet sich die Lage alles andere als entspannt. Die Situation verschärft sich, als die Erkenntnisse, die Hope aus ihren Feldstudien gewinnt, den Aussagen des renommierten Schimpansenforschers Eugene Mallabar, dem Gründer und Leiter des Forschungscamps, zuwiderlaufen. Der von ihr beobachtete, auf Eifersucht und Missgunst beruhende, grausame Schimpansenkrieg spiegelt sich dabei sowohl in den zunehmenden zwischenmenschlichen Konflikten als auch im Bürgerkriegsgeschehen wider.
William Boyd führt beide Handlungsstränge gekonnt zu einem packenden Afrikaabenteuer zusammen, in dem neben spannenden Erkenntnissen aus der Primatenforschung auch interessante Exkurse in die Mathematik, Botanik und die Philosophie ihren Platz finden.