Aus der Amazon.de-Redaktion
Dieses Album mit den größten Hits Brasiliens wurde mit so viel Liebe und Schwung aufgenommen, dass es geradezu unwiderstehlich ist. Die Sängerin Rosemary Clooney, in ihrer herbstlichen Blüte und mit ihrem haarscharfen Sinn für das Material, tut sich mit dem Gitarristen und Sänger John Pizzarelli und einem ausgezeichneten Ensemble unter der Leitung ihres Pianisten John Oddo zusammen, um diesen Liebesbrief an die magische Musik von Antonio Carlos Jobim, Luis Bonfa u.a. zu präsentieren. Die bekannten Melodien -- "One Note Samba", "Boy from Ipanema", "Wave", "Dindi", "Corcovado", "Once I Loved" und acht weitere -- werden in frischen, manchmal sogar überraschenden Interpretationen dargeboten. Zum Beispiel Jobims "Boy from Ipanema", bei dem Clooney -- mit ihrer mit den Jahren tiefer gewordenen, doch nach wie vor federnden, geschmeidigen Stimme -- mit einer exquisit rauchigen Diana Krall im Duett singt, die dem Ganzen auch noch sanft-swingende Klavierläufe beisteuert. Oder dieser wunderbare Publikumshit "Brazil" von Ary Barroso, der in drei verschiedenen Tempi daherkommt: dem freien Intro mit Clooney im Sprechgesang; einer sehr gemächlichen Samba, welche die 40er- und 50er-Jahre heraufbeschwört; und einem flotten, federnden Schwung, den Pizzarelli mit glühenden Gitarrenläufen untermalt.
Die langsameren Melodien besitzen ihren ganz eigenen Zauber. Clooney verpasst den bittersüßen Stücken wie "Corcovado", "Once I Loved" und "Meditation" ein lyrisches Gewand, das so weise und erfahren erscheint, dass es gar keine Frage ist, dass sie weiß, wovon sie singt. Beim schmerzlich ergreifenden "How Insensitive", ein Duett mit Pizzarelli, bleibt einem gleichsam das Herz stehen. Das lebhafte "Desafinado", das muntere "One Note Samba" und das komplexe "Waters of March" gehören zu den Stücken, in denen sich die Stimmen von Clooney und ihrem Gitarristen als füreinander geschaffen erweisen. Jeder singt auf seine ganz eigene Art, und ihre Harmonien schmiegen sich einfach aneinander. Pizzarelli singt bei "Wave" und "Dindi" alleine und präsentiert ein strahlend-fröhliches "Sweet Happy Life" (auch unter dem Titel "Samba de Orfeo" bekannt). Erstklassige Solos von Leuten wie den Saxophonisten Gary Foster und Nino Tempo und dem Posaunisten Chauncey Welsch verleihen dem Ganzen die entscheidende Würze. Wenn Sie ein Fan Clooneys und der traditionellen brasilianischen Musik sind, dann müssen Sie diese Platte einfach haben. --Zan Stewart