Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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152 von 167 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Special Edition? - Nicht wirklich!, 22. Oktober 2002
Über den Film BRAVEHEART viele Worte zu verlieren kann ich mir wohl getrost schenken, er gehört sicherlich zu DEN Klassikern der jüngeren Filmgeschichte schlechthin. Fünf Acadamy Awards (und einen Golden Globe) hat er abgeräumt, darunter in den Kategorien "Bester Film" und "Beste Regie". Mel Gibson erschuf hier ein grandioses Heldenepos, daß durch herausragenden Darsteller, monumentale Bilder und beeindruckende Kampfszenen besticht. Die brutale Härte des Schlachtengetümmels der Schotten gegen die englischen Besatzer wird mit einer derart erschreckender Authenzität dargestellt, dass ich Zuschauern, denen beim Anblick von Blut schlecht wird, empfehlen würde, diese DVD zu meiden. Allen anderen kann ich die durchweg spannende Inszenierung um den schottischen Kampf für Unabhängigkeit, Freiheit und Ehre nur wärmstens ans Herz legen.Zur DVD: Die Menü Gestaltung beider DVDs ist als Standbild konzipiert. Das bringt zwar einerseits den Vorteil der Übersichtlichkeit mit sich, wirkt aber leider bei einem Film dieser Güteklasse nicht zeitgemäß. Insbesondere die Szenenanwahl kann man heute mit animierten Sequenzen erstellen - auch hier wurde sehr spartanisch gearbeitet. Schade. Die Qualität des Bildes ist durchweg gut, wenn auch leider nicht hervorragend. Vielfach wirkt das Bild einfach "weichgespült", was wohl auf den anamorphen Transfer zurückzuführen ist. Dies wirkt sich insbesondere bei kleinen Details aus, die beim ersten Anblick des Films zwar kaum ins Auge fallen, jedoch den "Fan" des Films, der ihn sich wie ich schon weit über 10 Mal angeschaut hat und weniger auf die Handlung als auf den Aufbau und die Feinheiten achtet, missmutig die Nase rümpfen lässt. Auch leichte Kratzer oder Staubpartikel auf dem Master sind nicht beseitigt und entsprechend auf DVD gebrannt worden, was bei einem Monumentalwerk wie BRAVEHEART negativ auffällt. Die Farben, insbesondere die der Highlands jedoch sind wirklich referenzklasse. Der Ton liegt sowohl bei der deutschen als auch der englischen Version in DD 5.1 vor. Hier gibt es wohl nichts auszusetzen - in jeder Situation des Films. Vor allem bei den lauten Schlachtszenen fühlt man sich mitten in das Geschehen hineinversetzt - fehlt nur nach das schottische Claymore-Breitschwert in der Hand und los geht's. Aber auch in den stillen Augenblicken finden alle Lautsprecher ihren Einsatz und erzeugen durch Vogelgezwitscher oder einfach nur das Rauschen des Windes einen intensiven, räumlichen Klang. Wer der englischen Sprache mächtig ist, dem empfehle ich, unbedingt den Film (auch) auf Englisch zu schauen - Gibson lernte extra für diesen Film mit schottischen Akzent zu sprechen und das verleiht dem Film noch mehr Tiefe, denn die Sprache stellt eine weitere Distanzierung der Schotten zu dem Schul-Englisch der Engländer dar. Schwierig zu verstehen ist es nicht, wer aber Probleme hat, kann auf Wunsch sowohl deutsche als auch englische Untertitel ein- und ausgeblenden. Im Punkto Bonus-Material ist auf DVD 1 ein Audio Kommentar von Mel Gibson präsent, in dem der Hauptdarsteller und Regisseur voll des Lobes über seine Crew und Schauspiel Kollegen ist. Der Kommentar ist zwar informativ, sprüht aber leider nicht vor erzählerischen Charme, was wohl daran liegt, dass Gibson manchmal lange Pausen zwischen seinen recht monoton vorgetragenen Anekdoten einschiebt. Das geht auch besser. Trotzdem schön, dass es überhaupt einen Audio Kommentar gibt. Ein echter Kritikpunkt der mich ärgert ist, dass auf DVD 2 lediglich das 28-minütige "A Filmmaker's Passion" (ein "Making Of") in Englisch (optional mit mehrsprachigen Untertiteln) vorhanden ist. Ansonsten unterscheidet sich diese Special Edition nicht von der Singe Disk Version, die preislich in einer ganz anderen Klasse zu finden ist. Sorry, aber nur ein "Making Of" mehr rechtfertigt in meinen Augen nicht die Bezeichnung "Special Edition". Wer meint, das reiche aus, der kann ja mal bei "Gladiator" oder "Der Herr der Ringe" vorbeigucken und schauen, was dort als Bonus alles möglich war. Fazit: Der Film ist super, die DVD in Ordnung, aber eine Anschaffung der Special Edition nicht unbedingt notwendig. Hier tut's auch die wesentlich günstigere Single-Disk!
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61 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Freiheit !!, 18. Dezember 2003
Fünf Oscars staubte Regisseuer und Hauptdarsteller Mel Gibson mit seinem Epos über den schottischen Freiheitskämpfer William Wallace 1995 ab. Da stelle ich mir als Cineast die Frage ob es wohl bei der Oscarverleihung immer ausgewürfelt wird wer die begehrten Trophäen erhält. Ein Film wie Titanic erhält 11 dieser Goldmänchen und ich frage mich immer noch wofür ? Der Film ist bestimmt eine Augenweide, aber noch lange keine 11 Oscars Wert, den wenn ich danach gehe hätten Filme wie „Braveheart“, „Herr der Ringe I + II“ oder auch „Gladiator“ besser abschneiden müssen als „Titanic“ oder auch wie völlig überbewertete Filme wie „Der englische Patient“ oder „Chicago“. Naja, jedenfalls ist mir nach den letzten Jahren klar geworden das die Anzahl der Oscars die ein Film erhält nicht immer etwas über die Qualität zu sagen hat. Leider ließ ich mich 1995 noch durch die Oscars beeindrucken und fand den Weg ins Kino erst nachdem „Braveheart“ ausgezeichnet wurde. Mel Gibsons zweite Regiearbeit nach „Der Mann ohne Gesicht“ hat alles was es zu einem guten Epos braucht. Neben finsteren Intrigienspielen, grausamen Folterungen, humorvollen Zwischenspielen und einer von von Anfang an zum Scheitern verurteilten Liebe besticht der Film vor allem durch die grandios inszenierten Massenszenen. Niemals davor hat man in Filmen Kriegsmassaker gesehen die so direkt, so deutlich und so animalisch waren. Nach einer knapp 45 minütigen Einführung wird der Zuschauer mitgenommen auf eine Reise ins rauhe und finstere Leben Schottlands im 13.Jahrhundert. William Wallace kehrt nach langen Reisen ins heimische Schottland zurück und beginnt eine Romanze mit einer Landschönheit welche ein jähes und brutales Ende findet. Mit diesem Ereignis beginnt die Revolte von William Wallace gegen die britische Unterdrückung. Intrigen am englischen Hof und unter den schottischen Lords geben dem Film dann noch mächtig Zunder und das ganze entlädt sich in erstklassigen Schlachtsequenzen. Neben Mel Gibson als William Wallace wissen vor allem Sophie Marceau als Prinzessin Isabelle sowie Patrick McGoohan als König Edward zu überzeugen. Sicher nimmt es der Film mit der historischen Genauigkeit nicht so ernst, aber das hat Regisseur und Hauptdarsteller Mel Gibson auch nie behauptet. „Braveheart“ ist großes Kino, ein Film für die Ewigkeit, mit allem was dazu gehört, ein Film allerdings der nicht für sentimentale Gemüter und Leuten mit einem schlechten Magen geeignet ist. Die DVD ist hervorragend in Bild- und Tonqualität und zeigt das Epos in ungeschnittener Fassung welche im TV aufgrund der Brutalität der Massenkämpfe nicht zu sehen ist.
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47 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für mich der beste Film überhaupt!, 8. Januar 2002
Erstmal vorweg...die DVD ist vielleicht nicht sehr üppig ausgestattet, aber die Dokumentation über den Dreh ist recht informativ und kurzweilig. Überrascht war ich vom Audio-Kommentar von Mel Gibson. Er erzählt wirklich 170 Minuten aus dem Nähkästchen und das ist manchmal dermaßend amüsant, das man trotz eigentlich tragischer Szenen lachen muss. Der Film an sich sucht sicherlich seinesgleichen. Ich kann nicht verstehen, wie man diesen Film nicht gut finden kann. Sicherlich sind einige Dingen historisch nicht ganz genau, aber eigentlich passiert das nur, wenn es dramaturgisch notwendig ist. Z.B. wurde diese Sache mit "primae noctes" eingebaut, um deutlicher zu machen, wie ausgeliefert die Schotten den Engländern war. Ich finde es okay, wenn man weitesgehend bei den Tatsachen bleibt, manchmal aber abweicht, um die Geschichte besser erzählen zu können. Tatsache ist doch, das die Kostüme, die Bauten, einfach alles drumherum, sehr sehr echt wirkten. Zwar mag blaue Kriegsbemalung zu dieser Zeit schon "out" gewesen sein, aber es ist trotzdem nicht völlig abwegig, das Wallace sich dieser Bemalung bediente um den Ursprung der Schotten und ihrem Recht auf Freiheit deutlich zu machen. Außerdem finde ich, das es zu den Szenen passt und es tut niemanden weh, wenn Wallace sich das blaue Zeugs damals nicht auf die Wangen gemalt hat. Natürlich ist auch die Liebesgeschichte in dem Film sehr wichtig, aber wenn jemand sagt, das Wallace nur deswegen kämpft und den Film deswegen auch klischeehaft findet, der hat einfach nichts verstanden. Murrons Tod war der Auslöser für seine spontane Rache, aber garantiert nicht für einen jahrelangen Kampf. Und ich finde, wie Mel Gibson dies darstellt ist einfach phenomenal. Ich nehme ihm seine Darstellung jede Sekunde des Films ab und glaube, das er nur für seinen Glauben und sein Land gekämpft hat. Ich bin mir nicht sicher, ob jemand anderes das hätte spielen können. Anscheinend hing wirklich Gibsons Herz an diesem Projekt.Unverständlich ist mir, warum James Horner mit dieser fantastischen Musik keinen Oscar bekommen hat. Es gibt Szenen in diesem Film, die wären ohne seine Musik nur halb so beeindruckend. Man nehme nur die Hinrichtungsszene, wo jeder Ton abgestimmt ist auf das Geschehen...das grenzt schon an Choreographie. Oder auch an die Hochzeitsszene zwischen Wallace und Murron. Für mich übrigens so ziemlich die erotische Filmszene seit langem und das, obwohl eigentlich nicht viel passiert. Was aber einfach auch an der Musik, an der Kameraführung und am absolut glaubwürdigen Spiel aller Schauspieler liegt. Ich kann den Film jedenfalls jedem empfehlen ...
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