Unter all den zahlreichen Trickserien, die in den 90er Jahren im Kinderprogramm auf Sendern wie z.B. dem damaligen Tele 5 liefen, befand sich viel Einheitsbrei, viel Unoriginelles, viel Liebloses...und einige wenige wirkliche Juwelen, die erzählerisch und dramaturgisch überzeugen konnten. Eines dieser seltenen Kleinode ist die SF-Trickserie "BraveStarr", die von den Abenteuern des gleichnamigen Gesetzeshüters auf einem fernen Planeten erzählt.
Mit Hilfe der Kräfte des Bären, der Geschwindigkeit des Pumas, der Ohren des Wolfes und den Augen des Falken und der tatkräftigen Unterstützung seiner Freunde, des Hippodroiden "Thirty-Thirty", seines Lehrmeisters Shaman, der Richterin J.B. und seinem knuffeligen Hilfssheriff Fuzz versucht er Episode für Episode den Planeten New Texas vor dem Einfluss des Bösen zu schützen, welches in Gestalt des mächtigen Aliens Stampede und seinen Schergen auftritt.
Der 1988 uraufgeführte Kinofilm zur Serie, der auch als "Pilotfilm" gelten kann, erzählt auf welche Weise Marshall BraveStarr nach Neu Texas kommt und welchem Hintergrund er seine mystischen Kräfte zu verdanken hat. Im gleichen Zug werden alle relevanten Figuren und ihre Herkunft vorgestellt, was für Fans natürlich eine mehr als lohnenswerte Erfahrung darstellt.
Zeichnerisch ist "BraveStarr" allerdings wohl nur als "zweckmäßig" zu bezeichnen, wobei die Schönheit der Kunst des Genres wohl immer im Auge des Betrachters liegt, also kann diese Aussage meinerseits durchaus als subjektiv angesehen werden. Da die erzählerische Qualität und der Unterhaltungsfaktor allerdings unglaublich hoch liegen und die Figuren einfach klasse ausgedacht und ordentlich synchronisiert wurden, kann man nur die gute Wertung von vier Sternen vergeben. Die fehlenden wirklich brauchbaren Extras kosten "BraveStarr - Die Legende" allerdings den fünften Stern, denn einige Infos, Trailer oder Interviews mit den Machern wären sehr wünschenswert gewesen.