Dieses Buch ist vielleicht das beste, was je zu essstoerungen geschrieben wurde, hebt sich aber mit sicherheit von den anderen ab.
Rachel Oakes-Ash schreibt hier ihre eigene Lebensgeschichte und vordergruendig die Entwicklung ihrer essstoerung. diese autobiagraphischen werke zur eigenen essstoerung gab es schon zu genuege- so zum beispiel "Alice im Hungerland" von Marya Hornbacher oder "meine hungernde Seele" von Vera Tomsche- dennoch schlaegt Rachel Oakes-Ashes eine ganz andere Richtung ein. Ihr Buch ist durchaus lustig und bitterboese, aber nicht nur das: es beschaeftigt sich nicht nur mit dem Leid der Essstoerung, sondern auch damit, wie man sie heilen kann. Die Autorin fordert den essgestoerten Leser auf, sich mit seiner Krankheit zu konfrontieren, selbst fuer sich verantwortung zu uebernehmen und nicht nur sich von anderen helfen zu lassen oder das Opfer der eigenen Krankheit zu sein, und im Gegensatz zu einem gewoehnlichen "Ratgeber" tut sie dies auf erfrischende und amuesante Art. Die Autorin beweist in diesem Buch auch ihren Scharfsinn und ein gutes Gespuer fuer die Umgebung und Hintergruende, auf denen Essstoerungen gedeihen koennen. Und im Gegensatz zu vielen anderen autobiographischen werken ist dieses niemals triggernd. Zum lesen wahrlich eine freude!