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Der Western untersucht die Ergebnisse fehlgeleiteter Rache: Ein Farmer verfolgt vier zum Tode verurteilte Verbrecher in der Annahme, sie seien die Mörder seiner Frau.
Als diese aus dem Gefängnis ausbrechen macht er Jagd auf sie und tötet einen nach dem anderen.
Erst als er von dem letzten Überlebenden entwaffnet wird, kann dieser ihn überzeugen, dass weder er noch seine drei Kameraden etwas mit dem Mord zu tun hatten.
Peck spielt den Hauptdarsteller dieses Films durchaus glaubwürdig, wenngleich nicht sympathisch.
Bravados ist kein klassischer Edelwestern wie "Weites Land" mit einem sympathischen und gerechten Helden, sondern mit einem grimmig dreinschauenden unbarmherzigen Rächer.
Gedreht wurde in einer imposanten Naturkulisse, an schwer zugänglichen Gegenden von Mexiko.
Kameramann Leon Shamroy arbeitete mit speziellen Farbfiltern um atmosphärische und dramaturgische Akzente zu setzen.
Bei den Dreharbeiten wurde Joan Collins von einem Skorpion gestochen und Gregory Peck stürzte vom Pferd und zog sich eine Zerrung zu.
Die DVD bietet den Film in anamorpher Abtastung im Original Kinoformat. Bild und Ton wurde, wenn man das Alter des Filmes bedenkt, hervorragend restauriert.
Bild und Ausstattung entsprechen der in Deutschland unter dem Label: "Grosse Film - Klassiker" erschienenen DVD Ausgabe.
Leider gibt es auf der DVD überhaupt keine Extras, nicht mal der standardmäßige Kinotrailer.
Im Gegensatz zum typischen Durchschnittswestern sind die Rollen
von Gut und Böse, Schuld und Unschuld hier einmal nicht völlig eindeutig verteilt. Peck ist kein strahlender Held, sondern ein verbitterter Mann, der die Schuld, drei (in seinem Fall) unschuldige Menschen umgebracht zu haben, kaum erträgt. Der vierte der Gauner erscheint zum Schluss als liebevoller und fürsorglicher Familienvater. Endlich einmal keine typische schwarz-weiß Konstellation.
Sehenswert ist hier auch Ben Hur-Antagonist Stephen Boyd in einer seiner ersten Filmrollen!
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