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Produktinformation
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Erst 1974 läßt Maria von Wedemeyer die Briefe von ihrer Sekretärin abschreiben, und übergibt sie kurz vor ihrem Tod im Jahre 1977 in den USA ihrer Schwester Ruth-Alice von Bismarck.
Anfang Juni 1942 kommt es im Hause von Marias Großmutter zur entscheidenden Begegnung mit dem bekannten und umstrittenen Theologen Dietrich Bonhoeffer. Obwohl Maria erst 18 -- und damit wesentlich jünger als Bonhoeffer ist, verlieben sie sich ineinander. Marias Mutter ist gegen diese Beziehung und ordnet eine einjährige Wartezeit an. Nur durch harte Verhandlungen erreicht Maria, daß sie und Bonhoeffer sich wenigstens schreiben dürfen.
Am 13. Januar 1943 verlobt sich das ungleiche Paar. Ihre Liebe wird auf eine harte Belastungsprobe gestellt, denn Dietrich Bonhoeffer wird am 5. April 1943 verhaftet und in das Militärgefängnis in Berlin-Tegel gebracht. Es beginnt eine Zeit des leidenschaftlichen, liebevollen und sehnsüchtigen Briefwechsels. Beide ahnen nicht, daß sie sich nie wieder in Freiheit wiedersehen werden.
Maria besucht ihren Verlobten im Gefängnis. Das Paar zehrt von diesen seltenen Begegnungen. Ihre Zuneigung wird durch diese Prüfung nicht schwächer, sondern wächst zunehmend. Marias briefliche Äußerungen überraschen durch eine erstaunliche Reife, lassen Charakterfestigkeit und Klugheit erkennen. Diese einmalige Dokumentensammlung ist ein später, aber intimer und bewegender Einblick in den Widerstand gegen Hitler und in eine einzigartige Liebe. --Corinna S. Heyn
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Dem Paar bleibt nur der Briefwechsel, der der Zensur unterliegt (nur selten kann Dietrich einen Brief auf geheimem Wege aus der Zelle schmuggeln lassen), und gelegentliche einstündige "Sprecherlaubnisse", zu denen Maria ihn besuchen darf.
Der Briefwechsel ist ein sehr berührendes, authentisches Zeitdokument, zumal man als Leser schon von Beginn an weiß, dass die beiden sich niemals mehr in Freiheit begegnen werden. Denn Bonhoeffer wurde einen Monat vor Kriegsende, am 9. April 1945, im KZ Flossenbürg gehängt.
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