Eigentlich hat dieses Buch alles, was es braucht: Eine junge Single- Frau auf der Suche nach dem Richtigen ,eine chaotische Kernfamilie mit seltsamen Schrullen und charmanten Ritualen und ein Tisch voller Freundinnen in allen Haarfarben, einen noch nicht abgehakten Ex, einen scheinbar unerreichbaren Traumtypen, der herumgeistert, und viele Flop- Dates. Nun wird Vi, die Heldin zu zahlreichen Hochzeiten eingeladen und muss die Brautjungfer geben und allerlei bizarre Feste und Kostümierungen überstehen und das könnte theoretisch ganz wiztig sein, aber ganz im Ernst: Spätestens nach der zehnten Hochzeit wird es langsam fad.Auf dem Buchdeckel steht etwas von 11 Hochzeiten, es sind aber, wenn ich mich nicht verzählt habe, 17 Stück. Vi muss also siebzehnmal Kleider, Schuhe, Geschenke, Flüge bezahlen, Brautgeschenkeparties, Probeessen und Hochzeiten überstehen und ihren Traumkerl anhimmeln. Dazwischen geht sie entweder mit ihren Freundinnen einen heben oder sitzt bei ihren Eltern in der Küche. Dann kommt wieder eine Hochzeit, Vi bestellt ihr Standard - Geschenk , übersteht die Feier, sieht ihren Traumkerl wieder, geht einen trinken, sitzt bei Mum und Dad in der Küche, wird eingeladen, bestellt ihr Standard - Geschenk...und so weiter. Zwischendurch kommen dann auch schon die ersten Ehekrisen und Trennungen. Man könnte aber trotzdem zwischendurch mal ein Nickerchen machen und dann 100 Seiten weiterblättern und könnte der Handlung immer noch folgen. Das ist dann halt ein nettes Buch, das keinem weh tut, aber leider eine doch austauschbare Mischung mit je einer deftigen Prise 27 Dresses" und vier Hochzeiten und ein Todesfall" , die insgesamt zu belanglos und unoriginell ist, um das Buch wirklich empfehlen zu können. Und dass Kerry Reichs die Tochter der Tempe- Brenaan- Erfinderin Kathy Reichs ist, macht das Ganze auch nicht wirklich besser. Unter uns, mit DER Mutter könnte man den Verlagen auch ein Buch anbieten, das z.B. nur aus Konsonanten besteht und es würde gedruckt und promotet werden. Aber ich will den Erstling nicht schlechter reden, als er ist, mit der gängigen Chick -lit hält er allemal mit.