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TOP 500 REZENSENTam 15. März 2013
Edgar Dahl ist schon als Buchautor verschiedener Themen, aber auch als Herausgeber wie bei dem hier vorliegenden Werk guter Zusammenstellungen wie DIE LEHRE DES UNHEILS bekannt. In letztgenanntem finden wir auch noch mehr Aufsätze und Autoren als hier in BRAUCHEN WIR GOTT? zu finden sind und somit gibt es eine große Überschneidung von ca. 10 Autoren und er die LEHRE DES UNHEILS hat braucht nicht zuschlagen, denn es sind nur ein paar Autoren wie Dawkins dazugekommen.

In diesem handlichen Who is who der fachbereichsübergreifenden Zusammenstellung von kirchenkritischen Texten erleben wir nicht die renommierten Religionskritiker wie u.a. Deschner, Herrmann, Mynarek, Albert und Buggle wie in DIE LEHRE DES UNHEILS. Es finden sich eher Autoren aus Wissenschaft, Forschung und Philosophie wie Vollmer, Dawkins, Kanitscheider, Kliemt, Singer und Hoerster. Manche Autoren haben Aufsätze zu verbuchen und auch Dahl selbst hat einige Texte sowie ein Vorwort beigesteuert.

In 10 bis 20 Seiten langen Aufsätzen widmen sich die o.g. Herren (es ist leider keine Frau dabei!) dem beliebten Thema und stellen meist fest, dass Glaube und Vernunft, Religion und Wissenschaft unvereinbar sind. Angenehm sind die verschiedenen Sichtweisen aus denen das Thema beleuchtet wird. Die zentrale Frage ist, ob es vernünftige oder sinnvolle Gründe gibt an eine (personalen) Gott zu glauben. Generell aus rationaler und philosophischer Sicht, und natürlich auch praktisch aus dem vielen Leid in der Welt (Theodizee-Problem) heraus begründet.

Weitere Fragenkomplexe sind: Sind wir ein Zufall im Universum oder geplant? Ist Religion nur eine List der Gene? Kirche und Todesstrafe. Können die Menschen auch ethisch handeln ohne Religion und brauchen wir wirklich die Versprechung eines ewigen Lebens? Kann man nicht trotzdem ein sinnerfülltes Leben führen? Brauchen wir wirklich die schwarz-weiße Unterscheidung von Gut und Böse und eine Vorstellung von Institutionen wie dem „Jüngsten Gericht“?

Wer also nicht alle Autoren einzeln lesen möchte verschafft sich mit BRAUCHEN WIR GOTT? einen guten Überblick über Stil und Argumentation jedes einzelnen und kann sich dann bei Bedarf vertiefend mit den Werken einzelner beschäftigen. Der Untertitel des Buches ist “Moderne Texte zur Religionskritik“ was sich wohl auf die versteckte Neuauflage des o.g. Werkes bezieht. Wenn “modern“ im üblichen Sinne gemeint ist, dann würde ich sagen, dass Religionskritik auch vor Jahrzehnten, Jahrhunderten und seit den ersten kritischen Philosophen immer modern ist und hoffentlich nie aus der Mode kommt.

5/5 Sternen
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am 25. Januar 2011
Konservative Intellektuelle warnen gerne vor einer weiteren Säkularisierung der Gesellschaft, in der der Glaube an Gott keinen Platz mehr findet und keine Bindungskräfte mehr entfaltet; ein Wehgesang, in den selbst ein linker Atheist wie Gregor Gysi mit einstimmt. Edgar Dahl versammelte zwölf hochkarätige Autoren aus Naturwissenschaft und Philosophie, um der Frage nachzugehen, ob diese Befürchtungen eine vernünftige Grundlage haben. Der von ihm herausgegebene Sammelband "Brauchen wir Gott?" ist eine kritische Bestandsaufnahme der Argumente, "ob religiöse Aussagen rational begründet sind".

Prominente Naturwissenschaftler wie Richard Dawkins und Edward O. Wilson und Philosophen wie Bernulf Kanitschneider und Gerhard Vollmer diskutieren bis heute ungelöste Problemfelder wie das Theodizee, die Grundlage der Religion für den Moralkodex sowie den naturalistischen Ursprung der Religiosität. Wer eine Kampfschrift erwartet, wird enttäuscht werden, hier geht Sachlichkeit vor Emotion. Stattdessen erörtern alle Autoren frei von jeder Polemik ihr Thema auf einem hohen wissenschaftlichen und essayistischen Niveau, mit Ausnahme des Bioethikers Peter Singer, der als einziger eine subjektive Stellungnahme für seine atheistische Überzeugung beisteuerte, die er auf das Plädoyer zuspitzt, daß wir zufriedener leben, je mehr wir für andere - statt für Gott - leben.

Immerhin vier der Beiträge beschäftigen sich mit dem Themenkomplex von Religion, Ethik und Moral. Sie bilden den interessantesten und erkenntnisreichsten Teil des Buches. Theologen zitieren gerne Dostojewski, um den aus ihrer Sicht zwingenden Zusammenhang von Glaube und Moral zu unterstreichen: "Wenn Gott nicht existiert, ist alles erlaubt". Doch mit Tiefenschärfe und Akribie wird dieser allgemein als selbstverständlich und notwendig angenommene Zusammenhang in all seinen inneren Widersprüchlichkeiten und Konfliktpotentialen plausibel dekonstruiert: "Den Anhängern einer bestimmten Glaubensrichtung also, die für sich in Anspruch nehmen, dass ihr Gott derjenige ist, der das moralische Sagen hat, werden die Jünger eines anderen Glaubens - oder auch Leute ohne Glauben - entgegentreten und entweder darauf pochen, dass der erste Jünger seine Götter falsch verstanden hat oder aber dass sie für ihren Teil keine Götter tolerieren werden und dennoch wissen, was richtig und falsch ist. Das Theologische ist geradezu eine Einladung zum moralischen Chaos, auf jeden Fall zum moralischen Konflikt..." (Jan Narveson, "Über 'moralische Beweise' für die Existenz Gottes").

Was jedoch an die Stelle der göttlich begründeten Moral treten soll, bleibt schwammig. Der von Adolf Grünbein ins Spiel geworfene, schwammige Begriff des "säkularen Humanismus" erinnert mit seinem Ziel der Schmerz- und Leidvermeidung an eine neuzeitliche Kopie des antiken Epikureismus. Lediglich der Soziobiologe Edward O. Wilson entwickelt eine Perspektive für eine Zeit, in der die Religion durch die Wissenschaft überwunden sein soll. Bemerkenswert ist, daß er dabei den Naturalismus als eine zur traditionellen Religion entgegengesetzte alternative Mythologie" bezeichnet und damit nahelegt, daß die rationale Wissenschaft die Religion nur verdrängen kann, wenn sie selbst zum Mythos wird, also zum Widerspruch in sich. Die Selbsttranszendenz der materialistischen Naturwissenschaften? Eine breitere Tür für einen theologischen Gegenangriff kann ich mir nicht vorstellen.

Für in der Lektüre von wissenschaftlichen Texten ungeübte Laien dürften die Beiträge alles andere als eine leichte Kost sein. Gewisse Vorkenntnisse in Philosophie und Ethik sind hilfreich für das Verständnis, da Begriffe wie Prozeßtheologie oder die Differenzierung von Ethik und Moral nicht jedem geläufig sein dürften, aber immerhin halten sich die für Philosophen üblichen, hochgeschraubten Spitzfindigkeiten wie die überflüssige Definition "Was ist ein Atheist?" in Grenzen. Leider sticht keiner der Texte durch eine besondere inhaltliche und intellektuelle Originalität heraus, auch entfalten die Argumente keine entscheidende, durchschlagende Überzeugungskraft; ein unmögliches Unterfangen, wie der Autor Gerhard Vollmer gleich im ersten Beitrag indirekt einräumt. Da zudem nicht viel Neues geboten wird, kann der Band für Interessierte lediglich als Einstieg in die zuweilen an einen Schlagabtausch erinnernde Debatte um den "Neuen Atheismus" empfohlen werden. Wer aber als suchender Agnostiker darüber hinaus nach endgültigen Antworten auf die Gottesfrage sucht, wird hier mit Sicherheit leer ausgehen.
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am 18. Dezember 2005
das Buch liest sich sehr gut, ist ungeheuer informativ und interessant, und beschäftigt sich mit einem häufigen Diskussionsthema: "Gott". Ich war von der ersten Seite an gefesselt, und denke, dass das Buch einem auch hilft, sich in Diskussionen besser mit schlagkräftigen Argumenten durchzusetzen.
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