Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Brasilien, Brasilien: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Joao Ubaldo Ribeiro , Curt Meyer-Clason , Jacob Deutsch
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe EUR 19,95  
Taschenbuch --  
Taschenbuch, 27. März 2000 --  

Kurzbeschreibung

27. März 2000 suhrkamp taschenbuch (Buch 3098)
"Brasilien, Brasilien breitet vor dem Leser ein gewaltiges Panorama aus. Es ist faszinierend, wie leichtfüßig uns Ribeiro durch Zeiten und Räume und soziale Klassen führt: Menschen und Stimmen, Stimmungen, Träume und Reflexionen, Küchengeklapper aus Sklavenhütten und Sklavenhaltergeschwätz aus Salons, Totenklagen und ekstatische Festtagsmusik umschwirren uns gleichermaßen." Frankfurter Rundschau

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Taschenbuch: 736 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 3 (27. März 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 351839598X
  • ISBN-13: 978-3518395981
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 586.129 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Eine der schönsten Liebesgeschichten der jüngeren Literatur!«

(Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Brasilien, Brasilien müsste neben Hundert Jahre Einsamkeit gestellt werden, und Gabriel García Márquez hätte noch allen Grund, geschmeichelt zu sein.«

(Basler Zeitung ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Ribeiro, João Ubaldo brasilian. Schriftsteller und Journalist *23.1.1941 Insel Itaparica (Bahia) Sargento Getúlio, 1971 João Ubaldo Ribeiro steht in der Tradition des Regionalismus. Der Bezug auf die Lebenswelt des brasilianischen Nordostens, auf ihre sozialen Konflikte, ihre sprachlichen und mythischen Traditionen, bedeutet keine provinzielle Beschränkung, sondern bietet die Grundlage für ein literarisches Werk von großer sprachlicher Ausdruckskraft und vital-sinnlichem Charakter. Ribeiro studierte Jura in Brasilien und Politische Wissenschaften in den USA. Zu seinem Stil fand er mit dem Roman Sargento Getúlio. In Vila Real (1979) - von Ribeiro als "kämpferische Erzählung" bezeichnet - vereint er archaisierende Sprache und mystisches Naturbild mit der Kritik an einem inhumanen Fortschritt. Der mystische Realismus von Vila Real und der fantastische Realismus von Brasilien, Brasilien (1983), dem Roman über die vergessene und unterdrückte Geschichte von Bahia, seinem Heimatstaat, belegen, dass Ribeiro zu den erfindungsreichsten und sprachlich vielseitigsten brasilianischen Autoren der Gegenwart gehört. Seine erzählerische Begabung und sein barock anmutender Sprachwitz trugen ihm den Beinamen "Rabelais Brasiliens" ein. Im RomanDas Lächeln der Eidechse (1989) erzählt Ribeiro von den Folgen des unkontrollierten Einsatzes der Gentechnologie, in Das Wunder der Pfaueninsel (1997) zeichnet er das farbenprächtige Gemälde einer fiktiven Gesellschaft im 18. Jahrhundert. H.N

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
5.0 von 5 Sternen
5.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
75 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
In diesem Buch ist alles drin: Die frühen Indianer, die Entdeckung und Eroberung Brasiliens, die Herkunft des Namens, die wechselhafte koloniale Geschichte mit den Interessenkonflikten verschiedener europäischer Länder, die Ankunft und Verwurzelung der Sklaven sowie der reichen, weißen Großgrundbesitzer aus Portugal. Es folgen die kriegerischen Auseinandersetzungen mit Portugal bei der Unabhängigkeit, die Flucht des Kaisers nach Portugal, die Kriege mit den Nachbarländern und aus all dem zusammen die geschickte Darstellung der Entstehung eines brasilianischen Volkes, das eine Mischung zwischen allen Hautfarben und Mentalitäten bildet. Natürlich stellt Ribeiro dies alles punktuell an einem bestimmten Ort und einer dort entstehenden Sippe dar: Das Buch spielt auf der Heimatinsel des Autors vor Salvador de Bahia, die Verschmelzung der Menschen miteinander und mit ihrem Land wird dargestellt auf zunächst den Ebenen eines Ureinwohners, einer Sklavin (die gleichzeitig - wie dies in lateinamerikanischen Romanen üblich ist - über übernatürliche Fähigkeiten verfügt und den Voodoo praktiziert) und der Familie ihres Besitzers. Durch die Einbeziehung der Personen und deren Ahnen (das Buch handelt mehrere Generationen ab) in Geschehnisse ihrer jeweiligen Zeit versteht es der Autor sehr geschickt, einen übersichtlichen und spannenden Roman zu schreiben, an dessen Ende man feststellt, daß man eigentlich jetzt sehr viel von Brasilien versteht (s.o.). Ich finde dieses Buch sehr empfehlenswert, gerade auch für Leser, die über die nationalen oder europäischen Grenzen hinweg mal in exotischere Gefilde "hineinschnuppern" möchten.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein brasilianisch-historisches Nationalepos 4. Dezember 2011
Von Graf
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Auf dem Buchrücken dieser wunderbaren Suhrkampausgabe steht: In dem großartigen Roman verschmelzen Wirkliches, Phantastisches und Allegorisches, Geheimnisvolles und Episches, Romantisches und Erotisches in der herausragenden literarischen Technik eines unerschöpflichen Erzählens auf eindringliche und neuartige Weise.
Das sagt alles und nichts. Aber erst einmal sagt es alles. Die Rundschau attestiert: ein brasilianisches Konzert, polyphon.

Dass Brasilien exotisch ist, bunt und farbenfroh, rhythmisch und kontrastreich, evoziert im europäischen Menschen eine neugierige Faszination. Ribeiro tut aber alles andere, als dieses Klischee in ein künstlich stereotyp-ästhetisches Panorama auszuwälzen. Ribeiro ist ein knochenharter Realist, der den Leser zu einer Reise durch die Geschichte Brasiliens einlädt und hier werden sicher einige bereits verstört sein in Anbetracht dieser feierlichen Buchbesprechungen.
Ribeiro reist zurück bis ins 17. Jahrhundert und früher, zur portugiesischen Kolonialzeit mit der die moderne Geschichte Brasilien beginnt. Da erzählt er vom Kannibalen Caboclo Capiroba, der die Holländer auffrisst, welche kurzweilig kolonisierten, aber Mitte des 17. Jahrhunderts vertrieben wurden. Ribeiro erzählt vom Beginn des Kaiserreiches 1822, erzählt die Geschichte des fetten Barons, Sklavenhalters und Vergewaltigers Perilo Ambrósio, jener heroische Unabhängigkeitskämpfer, der nichts als Macht und Bosheit personifiziert, und seiner Sklaven und Untergebenen, von dessen Tode und vom weiteren Verlauf der Geschichte durch die Erben und Angehörigen, der Aufstände im Land, der Krieg mit Paraguay, die nur scheinbare Befreiung der Sklaven vom Joch der Unterdrücker, die republikanischen Bewegungen, Verschiebungen der Macht, aber die konstant verharrenden Verhältnisse im Volke, wohl DIE Allegorie des Traumas der Armen: Canudos, "wo ein Mann regierte, den sie den Conselheiro, den 'Ratgeber' nannten" - ein historisches Ereignis im Geiste des brasilianisches Volkes, dem Mario Vargas Llosa einen ganzen Roman widmete: "Der Krieg am Ende der Welt." Enden tut dieses epochale Werk in den 80ern des 20. Jahrhunderts. Die Erben, insbesondere der Dynastie Amletos, einst Verwalter auf dem Gut des Barons, erinnern sich zurück. Was ist tatsächlich geschehen? Gab es die Bruderschaft des Mehlhauses wirklich? Was ist Mythos? Was ist Wahrheit? Was ist Geschichte...?
Ribeiro belebt die brasilianische Zeittafel durch die Schilderungen an den neuralgischen Punkten der nationalen Historie anhand der handelnden und sprechenden Personen. Der Roman ist wesentlich ein von der direkten Rede, vom Dialog der Handelnden lebender. Die Menschen sollen die Stimmen Brasiliens sein. Konzentrisch dreht sich der Verlauf um Bahia/Itaparica und wird dann immer weiter bis nach Sao Paulo und Rio de Janeiro. Die Personenkette ist verbunden durch gewollte und eher zufällige verwandtschaftliche oder meist durch die Ketten der Sklaverei hergestellte Beziehungen. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, die Bäume aufzuzeichnen, aber die Dynastie Amleto geht bspw. über fünf Generationen! Durch die zahlreichen Personen Baron Perilo, Amleto, Dandao, Budiao, die Pintos, Maria de Fé, Leléu, Merinha, Odulfo, Teolina, Vevé, General Patrício Macário, Vieira, die Popós, Henriqueta usw. erklingt ein polyphones Konzert eines Volkes, das nach der Wahrheit sucht, nach sich und Selbstbestimmung. Und doch traurige Ernüchterung beim Sohn des Generals: "Unser Ziel ist ist nicht die Gleichheit, die Freiheit, der Stolz, die Würde, das gute Zusammenleben. Das ist ein Kampf, der sich durch die Jahrhunderte hinziehen wird, denn die Feinde sind sehr stark. Die Peitsche schlägt weiter, die Armut wächst, nichts hat sich geändert. Die Freilassung der Sklaven hat nicht die Sklaverei abgeschafft, sondern neue Sklaven geschaffen. Die Republik hat die Unterdrückung nicht abgeschafft, sondern neue Unterdrücker geschaffen. Das Volk weiß nichts von sich, es hat kein Bewusstsein..." Aloísio Pones lobt das brasilianische Volk hymnisch am Ende des Romans, eine Liebe, eine Hoffnung: "Und mehr noch! Ein Land mit einem fröhlichen, festefreudigen Volk, das Dank seiner berühmten Drehs alle Schwierigkeiten vor sich her dribbelt, ein glückliches Land!"
Was bleibt noch zu sagen? Ribeiro spielt mit dem Magischen, da sind die Seelen, die auf ihre Rückkehr warten, der Mythos von Oxalá, Vater der Menschen, die Zauberei der Hexenmeisterin...

Das Epos ist neben seiner Vielstimmigkeit komplex, stilistisch innovativ durch die Sprünge in der Zeitgeschichte, eine Suche nach diesem brasilianischen Bewusstsein, einem Geist der Farben und der Melodie, der Lebensfreude und der Sehnsucht nach Freiheit. Das Werk Ribeiros ist - und das kann man hier mit Fug und Recht behaupten - nobelpreisverdächtig!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Testleser für "Lady Thriller - Liebesroman" gesucht. 6 Vor 13 Minuten
Interessante Liebesromane mit erwachsenen Protas 1332 Vor 2 Stunden
Suche Liebesromane, die unter die Haut gehen (möglichst ohne Vampire) 3559 Vor 7 Stunden
An Romanleser und -autoren: Vorstellungen neuer Bücher 178 Vor 7 Stunden
Miese Rezensionen oft haltlos und diffamierend 150 Vor 7 Stunden
Was lest ihr denn wirklich so? 110 Vor 8 Stunden
E-Book-Autoren stellen ihre Romane vor 599 Vor 9 Stunden
Die besten, spannendsten und auch noch informativen historischen Romane 116 Vor 2 Tagen
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar