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Brasilien, Brasilien: Roman Taschenbuch – 16. September 2013

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 734 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (16. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518464477
  • ISBN-13: 978-3518464472
  • Originaltitel: Viva o Povo Brasileiro
  • Größe und/oder Gewicht: 13,1 x 3,7 x 21 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 61.073 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Eine der schönsten Liebesgeschichten der jüngeren Literatur!«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Brasilien, Brasilien müsste neben Hundert Jahre Einsamkeit gestellt werden, und Gabriel García Márquez hätte noch allen Grund, geschmeichelt zu sein.«
Basler Zeitung

»Bereits jetzt ein Klassiker der Weltliteratur: Von den Indianern über die afrikanischen Sklaven hin zum modernen Brailianer - über mehrere Generation bereitet Riberio fulminant die Geschichte Brasiliens aus.«
Roman Halfmann, hr-online.de 30.09.2013

»Es ist schwer, hier Superlative zu vermeiden und nicht von einem der intensivsten und poetischsten Leseerlebnisse zu sprechen, die möglich sind.«
Julia Zarbach, Österreichischer Rundfunk 29.09.2013

»An ihre Stelle [der Mythen der brasilianischen Geschichte] setzt er die Geschichte von Menschen, deren Triebe und Träume das heutige Brasilien geschaffen haben - und das so virtuos und mit solcher Liebe zum zutiefst Menschlichen, dass dieser Klassiker der brasilianischen Literatur auch 25 Jahre nach seinem Erscheinen immer noch eines der zentralen Werke ist, um das heutige Brasilien zu verstehen.«
Ulrike Sosalla, Südwest Presse 08.10.2013

»"Brasilien, Brasilien" erzählt von Menschen, ihren Taten und Untaten, ihren Leidenschaften und Kalkülen und lässt all die Kräfte und Widersprüche dieses überbordenden Landes spürbar und anschaulich werden. «
Buch-Magazin Oktober 2013

»Ein Nationalepos, satirisch durchtränkt.«
Stefanie Wirsching, Augsburger Allgemeine 09.10.2013

»Brasilien, Brasilien ist alles: Liebesgeschichte, historischer Roman und eine Chronik des Landes. Monumental!«
VOGUE

Über den Autor und weitere Mitwirkende

João Ubaldo Ribeiro wurde 1941 auf der Insel Itaparica, Bahia, geboren und starb am 18. Juli 2014 in Rio de Janeiro. Er ist einer der angesehensten und bekanntesten Autoren Brasiliens. Mit 17 Jahren begann er als Reporter zu arbeiten, später wurde er Chefredakteur der Zeitung Jornal de Bahia. Er studierte Politische Wissenschaften. Er war als Journalist und Hochschuldozent in Rio de Janeiro und in den USA tätig und hat als Stipendiat in Lissabon und Berlin gelebt. Seit 1991 lebte er wieder in Rio. Seinen ersten Roman schrieb Ribeiro mit 21 Jahren, Setembro não tem sentido. International bekannt wurde er 1971 durch den Roman Sargento Getúlio (dt: Sargento Getúlio 1984). Der Roman wurde in zwölf Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt. 1981 erschienen die Erzählungen Livro de histórias (dt. Der Heilige, der nicht an Gott glaubte 1992), und 1984 der Roman Viva o povo brasiliero (dt. Brasilien, Brasilien 1988). Dieser Roman wird mittlerweile zu den besten und erfolgreichsten Werken der brasilianischen Literatur gezählt. 1984 erhielt der Autor, dessen Werk mehrfach mit angesehenen Preisen ausgezeichnet wurden, auch einen Preis für sein erstes Kinderbuch, Vida e paixão de Pandonar, o cruel (dt. Leben und Leidenschaften von Pandonar, dem Grausamen JAHR). Während seines einjährigen Aufenthaltes in Berlin (DAAD-Stipendium 1990/91) verfasste Ribeiro für die Frankfurter Rundschau sehr vergnügliche Kolumnen über das Leben in der nun nicht mehr geteilten Stadt, die in Ein Brasilianer in Berlin zusammengefaßt sind.



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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

79 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von langebrakej@itochu.de am 19. Oktober 2000
Format: Taschenbuch
In diesem Buch ist alles drin: Die frühen Indianer, die Entdeckung und Eroberung Brasiliens, die Herkunft des Namens, die wechselhafte koloniale Geschichte mit den Interessenkonflikten verschiedener europäischer Länder, die Ankunft und Verwurzelung der Sklaven sowie der reichen, weißen Großgrundbesitzer aus Portugal. Es folgen die kriegerischen Auseinandersetzungen mit Portugal bei der Unabhängigkeit, die Flucht des Kaisers nach Portugal, die Kriege mit den Nachbarländern und aus all dem zusammen die geschickte Darstellung der Entstehung eines brasilianischen Volkes, das eine Mischung zwischen allen Hautfarben und Mentalitäten bildet. Natürlich stellt Ribeiro dies alles punktuell an einem bestimmten Ort und einer dort entstehenden Sippe dar: Das Buch spielt auf der Heimatinsel des Autors vor Salvador de Bahia, die Verschmelzung der Menschen miteinander und mit ihrem Land wird dargestellt auf zunächst den Ebenen eines Ureinwohners, einer Sklavin (die gleichzeitig - wie dies in lateinamerikanischen Romanen üblich ist - über übernatürliche Fähigkeiten verfügt und den Voodoo praktiziert) und der Familie ihres Besitzers. Durch die Einbeziehung der Personen und deren Ahnen (das Buch handelt mehrere Generationen ab) in Geschehnisse ihrer jeweiligen Zeit versteht es der Autor sehr geschickt, einen übersichtlichen und spannenden Roman zu schreiben, an dessen Ende man feststellt, daß man eigentlich jetzt sehr viel von Brasilien versteht (s.o.). Ich finde dieses Buch sehr empfehlenswert, gerade auch für Leser, die über die nationalen oder europäischen Grenzen hinweg mal in exotischere Gefilde "hineinschnuppern" möchten.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Opernglas am 4. Dezember 2011
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Auf dem Buchrücken dieser wunderbaren Suhrkampausgabe steht: In dem großartigen Roman verschmelzen Wirkliches, Phantastisches und Allegorisches, Geheimnisvolles und Episches, Romantisches und Erotisches in der herausragenden literarischen Technik eines unerschöpflichen Erzählens auf eindringliche und neuartige Weise.
Das sagt alles und nichts. Aber erst einmal sagt es alles. Die Rundschau attestiert: ein brasilianisches Konzert, polyphon.

Dass Brasilien exotisch ist, bunt und farbenfroh, rhythmisch und kontrastreich, evoziert im europäischen Menschen eine neugierige Faszination. Ribeiro tut aber alles andere, als dieses Klischee in ein künstlich stereotyp-ästhetisches Panorama auszuwälzen. Ribeiro ist ein knochenharter Realist, der den Leser zu einer Reise durch die Geschichte Brasiliens einlädt und hier werden sicher einige bereits verstört sein in Anbetracht dieser feierlichen Buchbesprechungen.
Ribeiro reist zurück bis ins 17. Jahrhundert und früher, zur portugiesischen Kolonialzeit mit der die moderne Geschichte Brasilien beginnt. Da erzählt er vom Kannibalen Caboclo Capiroba, der die Holländer auffrisst, welche kurzweilig kolonisierten, aber Mitte des 17. Jahrhunderts vertrieben wurden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von schmechi am 7. August 2014
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ribeiro erzählt in diesem Buch anhand von miteinander verwobener Episoden und Familiengeschichten die Geschichte des modernen Brasiliens von den ersten Kolonisationsversuchen durch die Niederländer im 17. Jahrhundert bis zur Militärdiktatur und Demokratisierung im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts.

Der vielschichtige Roman ist voll von sozialen Ungleichheiten, Korruption, Grausamkeiten und Kriegen aber auch voll subtilem Witz, Regionalkolorit und Lebensfreude. Er bildet ein buntes und vielfältiges Kaleidoskop des brasilianischen Lebens angereichert mit surrealen Elementen des magischen Realismus.

Leicht zu lesen ist das über 700 Seiten starke Werk aber nicht immer: Ribeiro ordnet die einzelnen Kapitel voll historischer Episoden nicht immer chronologisch an, die Vernetzung der Geschichte offenbart sich dem Leser erst allmählich. Auch Ribeiros Stil mit endlos langen Sätzen ist gewöhnungsbedürftig. Hinzu kommt die Vielzahl an brasilianischen Ausdrücken und Namen, die den Leser verwirren und eine hohe Aufmerksamkeit erfordern.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Othmar Hamann am 18. Dezember 2013
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Anfänglich begeisternd, vor allem was die Erzählsprache und die Metaphern betrifft.Da schließe ich mich den anderen Rezensenten durchaus an.Gegen den Schluss zu aber wird das Ganze doch ein wenig langatmig und vor allem mühsam.
Man verliert immer wieder den Faden, bis man das Buch halt dann doch weglegt.
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