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Brasil - Europa 500 Jahre: Musik und Visionen /Brasil - Europa 500 Anos: Msica E Visôes: Bericht des Internationalen Kongresses /Anais do Congresso Internacional
 
 
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Brasil - Europa 500 Jahre: Musik und Visionen /Brasil - Europa 500 Anos: Msica E Visôes: Bericht des Internationalen Kongresses /Anais do Congresso Internacional [Unbekannter Einband]

Antonio A Bispo , A Caufriez , J Andrade , G Dodderer , Harald Huelskath
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Produktinformation

  • Unbekannter Einband: 391 Seiten
  • Verlag: Institut f. Stud. d. Musikkultur d. portugiesischen Sprachraumes (Mai 2000)
  • ISBN-10: 3934520014
  • ISBN-13: 978-3934520011
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.674.800 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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4.0 von 5 Sternen Ein aussergewöhnliches Buch zum 500 Jahr Gedenken Brasiliens, 6. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Brasil - Europa 500 Jahre: Musik und Visionen /Brasil - Europa 500 Anos: Msica E Visôes: Bericht des Internationalen Kongresses /Anais do Congresso Internacional
Brasilien feiert 500 Jahre seiner Geschichte. Als Auftakt zum Gedenkjahr 2000 fand in Köln ein internationaler Kongress statt, der dem Thema „Brasil-Europa 500 Jahre: Musik und Visionen" gewidmet war. In der gleichnamigen Publikation werden die bei diesem Kongress gehaltenen Vorträge veröffentlicht. Der Leser dieses Buches wird im dem einleitenden Abschnitt über Entstehung, Organisation, Sinn, Ziel und Zweck dieser Tagung informiert. Zu der Verwirklichung dieses Projekts trugen mehrere brasilianische und europäische Institutionen bei, u.a. die Deutsche Welle und das Institut für Musikwissenschaft der Universität zu Köln. Von portugiesischer Seite wurde die Tagung u.a. von der Nationalen Kommission für die Entdeckungen Portugals unterstützt. Der brasilianische Kulturminister hob die Bedeutung der Initiative hervor, das Gedenkjahr 2000 im Zeichen der Musik einzuleiten. Die brasilianische Kultur findet kein anderes so reiches und in aller Welt anerkanntes Ausdrucksmittel wie die Musik. Deutschland als Austragungsort dieses internationalen Kongresses erklärt sich vor allem aus dem besonderen Stellenwert der Musik in der deutschen Kultur und aus den engen historischen Beziehungen Deutschlands zu Brasilien. Auch die Bürgermeisterin der Stadt Köln betonte die Bedeutung dieser Beziehungen, zumal in Köln seit langem ein entsprechendes Institut für euro-brasilianische Kultur- und Wissenschaftsstudien besteht, in dessen Arbeit die Musik eine besondere Rolle spielt.

Der Kongress behandelte Fragen zu den Beziehungen zwischen Musik und den vielfältigen Vorstellungen und Auffassungen über Brasilien in Europa, Europa in Brasilien und Brasilien in Brasilien selbst. Das Thema wird nicht nur im oberflächlichen Sinn als "Musik und das Image Brasiliens verstanden, sondern in einer umfassenden Weise behandelt. Der Kongress widmete sich nicht nur der Herausstellung von Visionen in der Geschichte der Musik und des Musiklebens. Auch die Beziehung zwischen Musik und Visionen im tieferen, spirituellen Sinn wird berücksichtigt. Das Thema wurde von Musik- und Kulturwissenschaftlern unter unterschiedlichen Aspekten behandelt. Unter den Autoren befinden sich Vertreter zahlreicher Universitätseinrichtungen Portugals (Braga, Coimbra, Lissabon, Lagos) und Brasiliens (São Paulo, Rio de Janeiro, Porto Alegre, Goiania, Cuiabá u.a.). Der Leser erfährt, wie sich das Bild Brasiliens und seiner Musik im Laufe der Jahrhunderte geändert hat. In dieser Hinsicht ist vor allem der Festvortrag über Aspekte brasilianisch-europäischer Musikbeziehungen im 18. Jahrhundert von Professor Doderer (Universität Lissabon) besonders aufschlussreich. In den ethnologischen Beiträgen über die Indianer Brasiliens stehen die Probleme des "Bildes vom Anderen" und der wechselseitigen Sichtweisen im Vordergrund. Auch das Problem der graphischen Visualisierung der Musik der Indianer wird behandelt. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit wird besonders aus der Sicht der Sprach- und Literaturstudien beleuchtet. Hier wird u.a. die Notwendigkeit herausgestellt, das Bild vom Anderen auch in einer weitgefassten, über die ethnische Problematik hinausgehenden Perspektive zu betrachten. Unter den Beiträgen aus geistiger Sicht heben sich diejenigen der Vertreter kirchlicher Institutionen wie der Brasilianischen Bischofskonferenz, des Erzbistums Köln und der Abtei Maria Laach hervor.

Als Anhang erhält der Leser einen Überblick über das Gesamtprogramm des Kongresses, das auch zahlreiche Konzerte mit Erstaufführungen von Werken brasilianischer Komponisten und die Vorführung eines digitalen visuellen Projekts zu den Musikinstrumenten der Indianer enthielt.

Da das Buch die Vorträge unbearbeitet in der tatsächlich gehaltenen Form wiedergibt, sind diese in verschiedenen Sprachen veröffentlicht (deutsch, portugiesisch, spanisch, französisch, englisch). Nur einige Beiträge erscheinen auch in Übersetzungen. Diese Mehrsprachigkeit mag das Lesen der Publikation erschweren. Es wäre zu wünschen, daß die Organisatoren und Herausgeber zumindest einige dieser vielfältigen Beiträge oder deren Zusammenfassungen auch in anderen Sprachen veröffentlichen würden.

Insgesamt handelt es sich hier um ein Werk, welches nicht nur diesen außergewöhnlichen Kongress wiedergibt, sondern auch durch die niedergeschriebenen Vorträge einen besonderen Einblick in die interkulturelle Entwicklung der Beziehung Brasiliens zu Europa im Verlauf der Geschichte gibt.

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5.0 von 5 Sternen Trotz bescheidener Aufmachung, äußerst wertvoll., 1. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Brasil - Europa 500 Jahre: Musik und Visionen /Brasil - Europa 500 Anos: Msica E Visôes: Bericht des Internationalen Kongresses /Anais do Congresso Internacional
In dieser Publikation werden Beiträge veröffentlicht, die während des gleichnamigen internationalen Kongresses zum Anlass der 500-Jahrfeier Brasiliens in Köln 1999 vorgetragen wurden. Der Inhalt dieses Kongressberichts ist trotz dessen bescheidener publizistischer Aufmachung äußerst eindrucksvoll. Er vermittelt allen an Brasilien sowie an brasilianischer und portugiesischer Musik Interessierten viele neue Informationen, gibt Einblick in bisher ungeahnte Zusammenhänge und eröffnet neue Horizonte. Unter den Autoren finden sich namhafte Vertreter der Musikforschung und der Ethnologie Portugals und Brasiliens, die über die neuesten Ergebnisse ihrer Untersuchungen berichten. Erstaunlich ist die Anzahl von portugiesischen Wissenschaftlern, die sich heute der Musikgeschichte Brasiliens widmen. In ihren Arbeiten werden vor allem Informationen zur Musik in historischen Quellen über diese ehemalige portugiesische Kolonie erhoben, die Übertragung portugiesischer Kirchenmusik des 17. und 18. Jahrhunderts nach Brasilien beleuchtet, das Wirken herausragender portugiesischer Musiker in Rio de Janeiro zur Zeit des Aufenthaltes des portugiesischen Hofes in Brasilien zu Beginn des 19. Jahrhunderts und das Musikleben brasilianischer Studenten in Portugal sowie die Vorbildfunktion Brasiliens für portugiesische Komponisten des 20.Jahrhunderts untersucht. Besonders erwähnenswert ist die Aufmerksamkeit, die der Musik der Indianer Brasiliens entgegengebracht wird. In mehreren Beiträgen wird auf das Musikleben der Indianer und die Beziehungen zwischen Musik und Visionen und sogar zur Medizin, z.B.bei den Schamanen, eingegangen. Dieser interdisziplinäre Ansatz ist bei vielen der Aufsätze festzustellen. Einige Autoren überschreiten die Grenzen reiner Musikforschung und behandeln die Musik und Musikauffassung Brasiliens aus volkskundlicher, kultur- oder sprachwissenschaftlicher Sicht. So wird u.a. die Musik Brasiliens im Kontext der gesamten Welt portugiesischer Sprache, die auch Regionen Afrikas und Asiens umfasst, betrachtet und dabei die besondere Beziehung der Volksmusik zu den aus dem europäischen Mittelalter stammenden mündlichen Überlieferungen berücksichtigt. Die geistige Dimension des Themas wird nicht vergessen. So wird die Beziehung zwischen Musik und Schauen in der Bildersprache der Volkstraditionen Brasiliens eingehend dargestellt. Auch die Pflege des Gregorianischen Chorals und die neuen Tendenzen der Musik in den Kirchen Brasiliens sowie bei den Indianer-Missionen werden behandelt. Schließlich wird auch der deutsche Beitrag zur Musikgeschichte Brasiliens nicht übergangen. So erfährt man viele Einzelheiten über die Chorpflege in deutschen Siedlungsgebieten Süd-Brasiliens und über den Beitrag deutschsprachiger Komponisten zur Entwicklung zeitgenössischer Kunstmusik in den brasilianischen Zentren. Der Leser erhält insgesamt einen Überblick über den Stand der Musikstudien Brasiliens sowie über die neuen Tendenzen und die laufenden Untersuchungen in den unterschiedlichsten Sparten. Die Entdeckung Brasiliens vor 500 Jahren wird somit vor allem als Anlass genommen für eine ernsthafte Bilanz des derzeitigen Wissens und für Korrekturen von überholten Vorstellungen. Dadurch gewinnt unsere Sicht über die Musikkultur dieses Landes und die musikalischen Wechselbeziehungen zu den europäischen Ländern, insbesonders zu Deutschland, an Breite und Tiefe. Für die Zukunft ergeben sich daraus vielfältige Perspektiven für die künstlerische und wissenschaftliche Zusammenarbeit. Kaum ein anderes Sammelwerk über Brasilien und seine Musik dürfte dem Leser so viele neue und verschiedenartige Erkentnisse zu diesem Thema vermitteln.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Interesante Obra Intercultural, 27. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Brasil - Europa 500 Jahre: Musik und Visionen /Brasil - Europa 500 Anos: Msica E Visôes: Bericht des Internationalen Kongresses /Anais do Congresso Internacional
Gracias a este libro he podido acquirir una amplia vision del desarrollo de las obras musicales que se han producido tanto en Europa como en Brasil a traves del tiempo , mediante los diferentes aportes culturales de las diversas ciencias del conocimiento humano. Es asombroso el trabajo de los cientificos y de todas aquellas que se han dedicado a la recopilacion de manuscritos , escrituras y todo tipo de material que han servido a la culminacion de esta obra y a la realizacion los diferentes simposiums, conferencias, congresos y conciertos que se han efectuado tanto en Brasil como en Europa. A mi parecer es una obra de importantre valor cultural para toda aquella persona que se interesa por la musica, su historia y su desarrolo dentro del arte en general.
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