Die Handlung von "Brand's Haide" basiert auf der Dreieckskonstellation des Erzählers mit den Protagonisten Lore und Grete. Aber der Erzähler Schmidt muss sich nicht nur zwischen zwei Frauen entscheiden, sondern auch zwischen Liebe und Kunst. Schmidts Sympathien gelten vorrangig Lore, dennoch führt er mit seiner Gefühlskälte die Trennung herbei. Hier siegt die Kunst über die Liebe, denn ein Leben zwischen Liebe und Kunst kann er nicht mit Lore führen. Arno Schmidt beschreibt in "Brand's Haide" wie ein Mensch zwar in Versuchung geraten kann, sich aber schließlich doch immer wieder für seine eigenen Ideale entscheidet. Weil der Erzähler Schmidt sein Leben der Kunst verschrieben hat, ist er zu wahrer Liebe nicht fähig. Das Buch ist sehr lesenswert, aber es ist stellenweise unabdingbar, auch zwischen den Zeilen zu lesen.