Diesmal ist Kay Scarpetta an der Aufklärung mehrerer Brandanschläge mit Todesfolge beteiligt und steht, gemeinsam mit Nichte Lucy und Partner Benton im Fadenkreuz von Carrie Grethen, die als Partnerin des Serienkillers Temple Gault aus vorherigen Büchern der Serie bekannt ist.
Das Buch ist nicht schlecht, sehr spannend geschrieben, aber dennoch nicht mehr so eingängig und fesselnd wie die ersten Romane der Reihe. Vor allem das immer wiederkehrende Schema, das auch im folgenden Buch nochmals auftaucht, führt zu einer gewissen Eintönigkeit: Kay Scarpetta als Bedrohte eines Serienkillers, der kaltblütig, völlig gewissenlos und obendrein hochintelligent ist. Dass sie gerettet wird, dass sie aber, wie hier, selbst oder eine/r ihrer engsten Vertrauten einen schweren Verlust hinnehmen muss, gehört auch dazu. Ebenso lässt die Autorin sich jeweils die Option für den nächsten Roman offen: Ist der/die SerienkillerIn wirklich schachmatt gesetzt oder kann er/sie im nächsten Band nochmals zuschlagen? Und was ist mit Komplizen?
Ebenso wie man beim Folgeband "Das letzte Revier" erfährt, was Kay hier zugestoßen ist, steht ein Leser, der die Geschichte um Lucy und Carrie nicht kennt, ziemlich dumm da; ein Problem, das auch bei anderen Reihen (Elizabeth George, Lynley und Havers; Jeffery Deaver, Rhyme und Sachs, u.a.) ärgerlich ist. Warum bringt ein Verlag es nicht fertig, die Romane einer Serie durch zu nummerieren, wie es z.B. Diogenes bei Donna Leons Brunetti-Büchern macht?