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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Ob diese Wegbeschreibung zum Ziel führt?, 6. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Brandenburg: Auf den Spuren des mittelalterlichen Pilgerwegs Berlin-Wilsnack-Tangermünde (Broschiert)
Eins vorweg: Die Strecke von Berlin nach Bad Wilsnack ist ganz sicher ein reizvoller Weg. Dafür sorgen schon die ganz unterschiedlichen Landschaftsräume im "Brandenburger Outback", wie der Autor die Gegend nennt. Aber leider hat man den Eindruck, das kleine Bändchen sei ziemlich schnell zusammengeschrieben worden. Schon die oft schludrige Sprache ("vorprogrammiert") oder die vielen Allgemeinplätze ("manche Gasthäuser sind mittags geschlossen, andere schließen abends früh") stören. Wo ein wenig mehr Information sinnvoll gewesen wäre - etwa zu der Schlacht von Fehrbellin, das Schlachfeld liegt nahe der Strecke - begnügt sich der Autor mit ganzen 7 Zeilen, in denen er zudem noch missverständlich von einem "Frontverlauf" zu berichten weiß. Die Informationen zur Natur ähnlich allgemein gehalten (oder soll ich sagen: aus der Sicht eines Berliner Professors geschrieben?). So heißt es im Büchlein, im Luch hätten sich "Fischotter, Biber, Reiher und Schwan wieder eingerichtet". Leider falsch. Denn Fischotter, Reiher und Schwan hat es hier immer gegeben, Graureiher und Schwäne sogar ausgesprochen häufig. Aber wirklich ärgerlich ist etwas anderes. Nämlich die unbrauchbaren Streckenskizzen. Karten im eigentlichen Sinne enthält das Buch nämlich nicht. Und wäre nicht schon dies ein gewaltiges Manko, weichen die Skizzen auch noch von der Beschreibung der Strecke im Text ab. Ein Beispiel. Im Krämerforst geht der Weg laut "Karte" bis über den Berliner Autobahnaußenring immer geradeaus. Richtig ist, dass vor Jahrzehnten die Hamburger Poststraße diesen Verlauf nahm; seit Bau der Autobahn noch zu DDR-Zeiten ist der Weg abgeschnitten und man muss aber über eine nördlich gelegene Brücke die Autobahn queren! Der Text fordert immerhin - abweichend von der Karte! - auf, an der Försterei Krämerpfuhl rechts abzubiegen. Ohne mit Einzelheiten zu langweilen: Wer lediglich rechts abbiegt, wird mit Sicherheit sein Tagesziel nicht oder nur nach ärgerlichen Umwegen erreichen. Offenbar ist der Autor die Strecke niemals gegangen, jedenfalls nicht diesen Abschnitt. Fazit: Eine gründliche Überarbeitung, insbesondere der Karten, ist dringend geboten. Ein Pilgerführer mit schlechter Wegbeschreibung kann nicht mehr als 2 Sterne bekommen. Da allerdings auch viele sehr nützliche Informationen zusammengetragen worden sind, etwa Telefonnummern von Gasthäusern an der Strecke, Pfarrerämter etc., ist eine weitere Abwertung nicht geboten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der richtige Begleiter für die Hosentasche, 4. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Brandenburg: Auf den Spuren des mittelalterlichen Pilgerwegs Berlin-Wilsnack-Tangermünde (Broschiert)
Dieser Taschen-Wanderführer hält sein versprechen in jeder Hinsicht. Er ist leicht, praktisch, informativ und dabei noch unterhaltend! Ideal zum Wandern. Mit den angeblichen Mankos der ersten Lesterstimme kann ich nur wenig anfangen. Das der Autor die Strecke nicht gegangen ist stimmt nicht, denn es wurde bei einer Dokumentation im Fernsehen gesagt, dass er den Weg eigenhändig rekonstruiert hat. Die 7 Zeilen zu der Schlacht von Fehrbellin sind völlig ausreichend. Es ist ja schließlich kein Kulturführer. Mit großem Erfolg und Freude habe ich mich von diesem Mini-Wanderführer führen lassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Weg ist das Ziel, 30. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Brandenburg: Auf den Spuren des mittelalterlichen Pilgerwegs Berlin-Wilsnack-Tangermünde (Broschiert)
Das Outdoor Handbuch liest sich spannend. Es stellt gleichzeitig Wegeforschung und pragmatische Anleitung zum Wandern dar. Der Verfasser erklärt, dass von der genauen mittelalterlichen Wegeführung nichts mehr erhalten ist. Seine neuen Angaben zur alten Wegeführung abseits der heutigen Straßen, z.B. der Strecke Metzelthin - Wusterhausen, werden durchaus glaubwürdig durch Sichtachsen, altes Pflaster oder urkundlich erwähnte Pilgerhospitäler untermauert. Dem Autor kommt das Verdienst zu, Teile des alten Weges wieder entdeckt zu haben und neue Wanderwege ausgeschildert zu haben. Die Theorie des Verfassers, dass es sich bei dem Pilgerweg Berlin-Wilsnack auch um einen Weg der Jakobspilger gehandelt hat, wird durch die Pilgerzeichen an den Glocken gut belegt und hat mich neugierig auf den Weg gemacht. Ganz in der Tradition der Outdoor Wanderführer zu den Jakobswegen in Frankreich und Spanien kommt das Praktische nicht zu kurz. Beim Beschreiben der Landschaft beschränkt sich der Wanderführer auf das Wesentliche. Das Mittelalter spielt natürlich die zentrale Rolle. Dennoch sind die Hinweise zur neueren Geschichte gut gewichtet - hier vor allem zu Fontane - und mit persönlichen Erlebnissen oder lustigen Anekdoten angereichert.. Der Pragmatische Teil des Wanderführers - die allgemeinen Hinweise genauso wie die umfassenden Angaben (Telefonnummern) zu Übernachtungs- und Verpflegungsangebote haben mir sehr geholfen. Vor allem für meine Etappenaufteilung waren sie die verläßliche Voraussetzung.
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