Nachdem ich mehrere Bücher über Mind Mapping von Tony Buzan, dem Erfinder dieser Methode, gelesen habe, habe ich mir einen der wenigen deutschen Titel dazu angesehen. Das Buch von Maria Beyer genießt in der deutschen Mind Mapping-Szene fast eine Art Kultstatus. Der Unterschied wird schon nach den ersten Seiten offenkundig: Während Tony Buzan eher einen wissenschaftlich-erklärenden Stil bevorzugt, geht Maria Beyer mehr erzählend an die Sache heran, so daß man sich wie in einem Roman vorkommt. Sie erzählt ihre eigene Geschichte, in der sie von einem Herrn namens Brain Man in die Mind Mapping-Technik eingeführt wird. Die Anweisungen, bestimmte Übungen durchzuführen, sind dann ebenso an die Autorin wie an den Leser gerichtet, so daß man Mind Mapping erlebt statt unterrichtsartig belehrt zu werden. Dies ist ein neuer und angenehmer Zugang. Auch die Tatsache, daß die Regeln für Mind Mapping an die deutschsprachigen Verhältnisse angepasst und nicht 1:1 übernommen wurden spricht dafür, daß in diesem Buch eine Menge Arbeit steckt. Was das Buch allerdings in meiner Bewertung einen Stern gekostet hat sind die Unmengen von Fremdwörtern, Anglizismen und Abkürzungen. Diese lockern den Stil zwar deutlich auf, mögen aber für den einen oder anderen Zeitgenossen etwas schwer verständlich oder sogar abschreckend sein. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)