Der Titel BRAIN DEAD lässt einen schon etwas stutzen und vermuten, dass es sich hier nur um einen billigen Abklatsch von Peter Jacksons Klassiker handelt. Auch das Cover sieht irgendwie ein bisschen popelig aus, doch als ich so zwei bis drei Mal gestutzt hatte und ich mir den Film zu Gemühte führte, war ich hin und weg. Kevin S. Tenney, der uns seit NIGHT OF THE DEMONS ein Begriff sein dürfte, inszenierte seinen Film nicht nur vom gestalterischen Gesichtspunkt her meisterlich.
Fangen wir also mit der Gestaltung an. Am auffälligsten sind die intelligenten Schnitte und Überblendungen, da wird zum Beispiel auf einmal aus einem Biss in ein Gehirn, ein Biss in ein Sandwich, und das auf sehr gekonnte Art.
Solche technischen Finessen, die wir des Öfteren zu sehen bekommen und die nicht immer so leicht zu realisieren sind, lockern den ohnehin schon sehr witzigen Film, ungemein auf. Solche für den Betrachter, äußerst angenehmen Spielereien, basieren natürlich immer auch auf einem guten Drehbuch, für das Dale Gelineau verantwortlich war. Mit den Dialogen verhält es sich genauso, besonders im Bezug auf Joshua Benton der einen der Häftlinge spielt. Mit wunderbarem Wortwitz schlängelt er sich durch die Geschichte und scheut sich dabei auch nicht, sich Filmabspielungen wie zum Beispiel STAR WARS hinzugeben.
Sehr viel Freude bereitet auch der Aufbau der Story mit deren Charakteren, so haben wir erst drei kleine Geschichten, die der Sträflinge, die der Studentinnen und die vom Priester mit seiner Sekretärin, die später in der Hütte zu einer verschmelzen.
Hui, und dann erst die Spezialeffekte von Gabe Bartalos. Tolle Masken, aufwendige Splatterszenen mit ordentlichem Blutgehalt und die Gehirne sehen richtig schön ekelig echt aus. Zudem werden uns die meisten Effekte bei strahlenden Sonnenschein präsentiert, das ruft zwar nicht so eine düstere Atmosphäre wie bei NIGHT OF THE DEMONS hervor, aber dafür ist es ja schließlich ein Funsplatter Streifen.
So habe ich noch etwas vergessen? Ach ja, die Komponente Erotik fehlt selbstverständlich auch nicht und es gibt sogar mehr als nur ein paar unverhüllte Brüste zu sehen'
Kevin S. Tenneys BRAIN DEAD macht wirklich Spaß und ist für mich einer der besten Funsplatter Streifen des Jahres.