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Brahms: Violin Concerto; Double Concerto
 
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Brahms: Violin Concerto; Double Concerto

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4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Wiedergabe   1. Violin Concerto In D, Op.77 - 1. Allegro Non Troppo 22:51 EUR 3,83
Wiedergabe   2. Violin Concerto In D, Op.77 - 2. Adagio 9:10 EUR 1,79
Wiedergabe   3. Violin Concerto In D, Op.77 - 3. Allegro Giocoso, Ma Non Troppo Vivace - Poco Più Presto 7:56 EUR 1,79
Wiedergabe   4. Concerto For Violin And Cello In A Minor, Op.102 - 1. Allegro 16:43 EUR 3,59
Wiedergabe   5. Concerto For Violin And Cello In A Minor, Op.102 - 2. Andante 7:40 EUR 1,79
Wiedergabe   6. Concerto For Violin And Cello In A Minor, Op.102 - 3. Vivace Non Troppo - Poco Meno Allegro - Tempo I 8:29 EUR 1,79
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von gemi-b
Format:Audio CD
immer wieder eine herausforderung bleibt das violinkonzert von brahms.
die grossen geiger wie heifetz, menuhin, milstein, oistrach, stern - um einige hervorragende 'alte' zu nennen, die noch nicht im 'schall-und-rauch' vergangen sind - haben das brahms-violinkonzert mehrmals mit verschiedenen orchestern und dirigenten eingespielt, zeugnisse früher reife und-oder späterer einsicht, je nachdem.
warum sollte repim, der bereits zu den grossen geigern von heute gezählt wird, nicht auch seine brahms-deutung dokumentieren, wenn weniger kompetente geiger das konzert bereits eingespielt haben und eigentlich jeder zukünftige (grosse) geiger diesen markstein von violinkonzert im vergleich zu den (zunehmend) alten präsentiert haben muss ?
so trivial es ist, es wird zunehmend mehr (dank technischer reproduzier-barkeit) und immer mehr gute aufnahmen geben - schliesst dies deshalb den new-comer per se aus ?

die neue dg-einspielung aus leipzig unter riccardo chailly und den exzellenten musikern des gewandhaus-orchesters, das auch die uraufführung mit dem grossen geiger und brahms-freund joseph joachim und eben dieses ihm zugeeigneten konzerts verantwortete, gehört fraglos zu den grossen der neueren interpretationen.
es wurde eine auch klangtechnisch schöne, voll-schlanke sowie struktur-durchleuchtende (nebenstimmen, phrasierung) aufnahme, ohne überakzentuier-ungen, aber mit sinnvollen zäsuren, ruhig gestimmter, sonniger
(aus)gelassenheit - allegro non troppo - alles musikalisch überzeugend.

ein einwand jedoch zur solo-kadenz (u.a. auch eine von joachim mit brahms erarbeitet):
repim wählt nicht joachims, wie manch andre, sondern dezidiert die von heifetz, der selbst sie so fulminant zum klingen brachte, schlackenlos, absolut souverän. ein vergleich ergibt viel für den super-heifetz,
weniger für repims auf (zu) sicher gehendes heifetz-kadenz-management - con brio!...möchte man repim zurufen.
das den zweiten satz eröffnende adagio-thema spielen die erstklassigen leipziger musiker als samtweich zueinander schwebendes bläser-cantabile, welches repim mit sonorem geigenton schlank, ohne romantisch-verzuckernde tempo-ver-rückungen(wie bei frau mutter) aufnimmt, immer gesangvoll und innig-beseelt - aber nie zu sentimental.
aus dem finale - allegro giocoso, vivace non troppo! - wird kein margyarischer puszta-reisser, sondern orchester und solist verschmecken das vivace mit leichtem paprika-pfeffer-schaum, leicht und rhythmisch präzise mit vollem schwung wie aus einem guss.

bleibt noch das doppelkonzert - ja-aber was für eine sang- und klang- offenbarende duo-einspielung!
die eigentliche entdeckung dieser brahms-konzert-produktion!
nie ein front-runner der konzert-literatur, ein eher eckig-sperriger und verkopfter kompositions-spätling (op.102) des brahms:
eine die alte freundschaft beschwörende musikalische handreichung zu joachim, seinem geiger, mit dem brahms sich überworfen hatte.
eine schwere kunst-geburt vom cello(brahms) zur violine(joachim) zum miteinander im konzertierenden ausdruck der tiefen verbundenheit. -
man hört's meist zu gewichtig und schwerblütig mit der erleichterung des flotter abschliessenden konzertanten vivace(wieder:)non troppo.
nach dem konzert-mitschnitt des wdr-rundfunks mit zehetmair und meneses unter kurt sanderling habe ich dieses brahms-spätwerk nicht mehr musikalisch so einsichtig, klanglich so einfühlsam-lebendig gehört.
repin und der cellist truls moerk zum ersten mal gemeinsam, aber sogleich mit so übereinstimmendem sinn für ausdruck, phrasierung, stimmung.
moerks kernig-schlanker, nie brummender cello-klang harmoniert wie eine gemeinsam singende klangrede mit repims perfektem geigenton -
ein erstklassiges duo, demnächst hoffentlich häufiger gemeinsam zu hören!
die gewandhaus-musiker bleiben eine klasse für sich, auch mit chailly!
alles in allem: eine wirklich sehr empfehlenswerte brahms-cd !
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mustergültig 12. März 2012
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Vadim Repin hat einen großen Ton und ist ein souveräner Techniker. Sein Spiel hat Charakter, Wiedererkennungswert, fast möchte ich sagen, Größe, und sein Auftreten hebt ihn angenehm von manchem überworbenen Jungstar ab.

Auch im Violinkonzert von Johannes Brahms spielt er diese seine Qualitäten aus. Beseelt, gesanglich, dabei intonatorisch perfekt und mit angemessener, nie aufdringlich-larmoyanter Agogik oder andersherum zu unterkühlt interpretiert er das Werk eher klassizistisch in Richtung vielleicht mehr eines David Oistrakh als des viel expansiv-extrovertierteren Jascha Heifetz, dessen Kadenz er verwendet.

Die Zusammenarbeit mit dem Gewandhausorchester mit seinem gleichfalls ganz eigenständigen Timbre ist geprägt von einem angenehmen Miteinander. Chailly gestaltet diesen gleichwertigen Part in der ihm zustehenden Differenziertheit, die auch Nebenstimmen ihren Raum lässt und einem ausreichend Einblicke in die Struktur gibt. Ähnliches kenne ich schon von den Klavierkonzerten, die er mit Nelson Freire einspielte. Die Tempi sind gleichfalls nie überzogen, im finalen Vivace vielleicht etwas mehr non troppo als giocoso.

Truls Mörk ist im Doppelkonzert unter diesen Voraussetzungen ein idealer Partner Repins, gleichfalls nicht auf den Effekt und die übergroße Geste, das Zurschaustellen des eigenen, beachtlichen Könnens fixiert, sondern auf das gemeinsame Musizieren.

Fast könnte man diese Aufnahme, die noch dazu mit schöner Transparenz, Staffelung und instrumentaler Abbildung bei vielleicht etwas engerem Panorama als bei der Hausmarke Chaillys klanglich sehr ansprechend dokumentiert wurde, als mustergültig bezeichnen. Wer noch keine Aufnahme dieses Konzerts besitzt und mit einer modernen Einspielung beginnen möchte, kann aus meiner Sicht bedenkenlos zugreifen. Mir persönlich fehlt in Kenntnis einiger anderer Einspielungen aus den letzten 50, 60 Jahren ein wenig das Singuläre, gerade auch, wenn ich an die auch noch recht junge Aufnahme mit Gil Shaham und den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado, aber auch an die Spitzenaufnahmen mit Gidon Kremer und Bernstein bzw. Harnoncourt denke. Trotzdem, unbedingt empfehlenswert!
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine der guten.... 14. Januar 2009
Format:Audio CD
"Vadim Repin hat seine Aufnahme eines der berühmtesten Geigenkonzerte der Musikliteratur unters Motto "Das Herz ist das bessere Gehirn" gestellt. Begleitet vom Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly spielt er den ersten Satz durchsichtig, glasklar und fast nachdenklich, den zweiten liebevoll uneitel, den dritten voller Energie, aber ohne virtuose Übertreibung und mit großer Technik. "Es gibt kein Geigenkonzert", behauptet Repin, "in dem der Komponist so oft das Wort âDolce' verwendet hat." Und das realisiert er in Brahms' Konzert nicht nur tonlich: "Wenn ich auf der Bühne stehe und es interpretiere, bin ich immer wieder beeindruckt von seiner unglaublichen Reinheit." Alles Gesagte gilt auch für das zweite Werk auf dieser CD, das Doppelkonzert mit Truls Mørk. Ihre Anschaffung lohnt, obwohl es zur Zeit u. a. auch Hilary Hahn, Julia Fischer, Thomas Zehetmair und Julian Rachlin gibt, die das Superkonzert eingespielt haben - um nur Vertreter der jüngeren Generation zu nennen." so eine Ankündigung dieser CD.
Und die Kritik bei NDR-Kultur:""Ich bin verliebt und ich empfinde Leidenschaft für Brahms", gesteht Repin. "In seiner perfektionistischen, detailgenauen Musik stecken unendliche Liebe und vielleicht unerschöpfliche Überraschung. Wenn ich sie spiele, ist es wie - (er seufzt). Ich freue mich unglaublich darauf, durch alle möglichen Emotionen zu gehen." Repin strahlt wie einer, der sein Kind zum ersten Mal laufen sieht. Das Brahms-Konzert gehört zum Standardrepertoire eines Geigers und obwohl der 38-Jährige es schon unzählige Male auf den großen Konzertbühnen der Welt gespielt hat, ist dies seine erste Aufnahme des Stücks. Der Spannungsbogen, der ihm allein im knapp 23-minütigen ersten Satz gelingt, macht sprachlos.
Vor genau 130 Jahren wurde das Konzert im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt. Natürlich sind die Musiker heute andere, aber man glaubt doch zu hören, dass das Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly ein gewachsenes Verhältnis zu diesem Konzert hat. Ein Stück über viele Jahre zu durchdringen sei auch ihm wichtig, sagt Repin. Das helfe gegen Anspannung auf der Bühne: "Sie können bereit sein, zu 100 Prozent vorbereitet - wenn Sie hochnervös werden, dann brauchen Sie Vertrauen und Erfahrung, um damit umgehen zu können. Wie man Selbstvertrauen aufbaut, dafür gibt es keine Ratschläge und erst recht keine Regeln. Aber wenn Sie mit einem Stück leben, wenn Sie Jahre mit ihm verbringen und eine Art Freundschaft aufbauen, dann haben Sie gute Chancen, Vertrauen zu ihm zu fassen."
Einladende Wärme ist das, was Repins Interpretation so strahlen lässt - auch im zweiten Konzert auf der CD, dem Doppelkonzert für Geige und Cello in a-Moll. Zum ersten Mal spielt Repin mit dem Norweger Truls Mörk zusammen. Es ist mal zärtliches Verschmelzen, mal ein fast clownesker, quirliger Wechsel von musikalischen Bonmots. Diese CD ist ein herrlicher Auftakt für das neue Konzertjahr."

Ich will diesen Aussagen nicht grundsätzlich widersprechen. Das Problem für beide Werke ist, dass es eine Überfülle guter Aufnahmen gibt. Die erste Kritik vergleicht ja nur mit jüngeren Aufnahmen, aber wenn man an Oistrakh oder Szeryng, an Heifetz oder Neveu denkt,bei Doppelkonzert zum Beispiel an Zimmermann und Schiff oder Kremer und Maisky, fragt man sich ,warum eine weitere Aufnahme ? Es muss überhaupt keine Lücke gefüllt werden. Nichts ist anders, besser als die Aufnahmen, die bereits auf dem Markt sind, auch tontechnisch kann man nicht einen Fortschritt konstatieren, der die Anschaffung genau dieser Aufnahme rechtfertigen müsste. Gegenüber den ganz Grossen wie Oistrakh oder Szeryng kann Repin nicht wirklich punkten.

Um also der Aufnahme gerecht zu werden, schreibe ich: eine der guten...
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