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Brahms, Johannes - Ein Deutsches Requiem
 
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Brahms, Johannes - Ein Deutsches Requiem

Christine Schäfer , Christian Gerhaher , Agnes Meth    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Christine Schäfer, Christian Gerhaher, Münchner Philharmoniker
  • Regisseur(e): Agnes Meth
  • Format: Classical, PAL
  • Sprache: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (Stereo)
  • Untertitel: Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Naxos Deutschland GmbH
  • Erscheinungstermin: 27. September 2010
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 83 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003WL7EH6
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 48.013 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

An langsame Tempi sind die Münchner Philharmoniker gewöhnt: Sie zelebrierten unter dem späten Celibidache wichtige Teile des sinfonischen Repertories im Zeilupen-Feeling. Celi mochte zu Lebzeiten keine Mitschnitte seiner Konzerte zur Veröffentlichung genehmigen; das Wissen um die Schwierigkeit des authentischen Konservierens speziellen Zeitgefühls beim Musizieren könnte eine wichtiger Grund gewesen sein. Vor diesem Hintergrund möchte der Rezensent nicht ausschließen, dass das live mitgeschnittene Brahms-Requiem auf dieser DVD in der Münchner Philharmonie an jenem Abend im April 2007 eine großartige Wirkung entfaltet hat. Im Nacherleben mittels eines Ton- und Bildträgers jedoch steht es streckenweise förmlich auf der Stelle. De facto fand der Rezensent unter den zehn Einspielungen des Werks in seinen CD-Regalen keine einziege, in der der vierte Satz ("Wie lieblich sind deine Wohnungen") die Sechs-Minuten-Grenze überschreitet; Thielemann musiziert das kurze Stück in 6:39. Ergebnis ist, das jene Sehnsucht nach den Wohnungen des Herrn Zeboath, von denen im Psalmtext die Rede ist, fast den Beigeschmack der Agonie erhält. Und im anschließenden Sopransolo "Ihr habt nun Traurigkeit" das nur Rudolf Kempe 1955 mit Elisabeth Grümmer annähernd so langsam musizierte, muss Thielemanns Solistin Christine Schäfer unverhältnismäßig oft, teilweise nach einzelnen Worten, nachatmen. Sie meistert das Atemproblem souverän, behält bei frontal auf sie gerichteter Kamera einen kühlen Kopf - aber die Musik rührt sich nicht vom Fleck. Ist es verwerflich, etwa bei "Sehet mich an ..." ein wenig anzuziehen, wie das viele Dirigenten tun, und damit den Gestus der an dieser Stelle noch intensivierten Anrede zu unterstreichen?

Diesen grundsätzlichen Kritikpunkten steht die Perfektion der Darbietung gegenüber; freilich musizieren Chor und Orchester unter Thielemanns minutiös genauer Leitung höchst vollkommen. Aber wie mühsam ist das Zuhören, wenn selbst hochdramatische Passagen ("Tod, wo ist dein Stachel, Hölle, wo ist dein Sieg") seltsam buchstabiert daherkommen, wenn sich selbst in den finalen Fugen ("Die Erlöseten des Herrn ...") die Spannung niemals über ein gelösteres Tempo entlädt? Thielemann formt und gestaltet unablässig auf Detailebene, teils mit weit aufgerissenen Augen zwingt er das riesige Ensemble zu einer mitunter lähmenden Langsamkeit, die den vielen aufblühenden, aufjubelnden oder aufbegehrenden Passagen nicht gerecht wird. Michael Wersin
Rondo, Jan. 2011

Kurzbeschreibung

"Musik"
Münchner Philharmoniker
Conductor: Christian Thielemann
Chor des Bayerischen Rundfunks
Chorus Master: Peter Dijkstra
Bariton - Christian Gerhaher
Sopranistin - Christine Schäfer

Im Gedenken an den verstorbenen Mstislav Rostropowitsch fand am 28. April 2007 die Aufführung des Requiems in der Philharmonie im Gasteig statt. Mit einem auffallend groß besetzten Chor, den exzellent aufgestellten Münchner Philharmonikern und den herausragenden
Solisten Christine Schäfer und Christian Gerharer gelang Maestro Thielemann eine beeindruckende und nachwirkende Interpretation.
Christian Thielemann hat es verdient, dass man seine Aufführung an den Höhepunkten der Requiem-Interpretations-Geschichte misst, (Süddeutsche Zeitung) und damit an der künstlerischen Qualität eines Maazel, Furtwängler, Karajan oder Klemperer.
Die beiden Solisten, der Bariton Christian Gerhaher und die Sopranistin Christine Schäfer, stellten sich als Sänger ersten Ranges dar. Christine Schäfer, hoch konzentriert, verwandelte das "Ihr habt nun Traurigkeit" in ein klares, wunderbar schönes, allem Schmerz entrücktes Engels-Lied. Makellos. Süddeutsche Zeitung

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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tief empfunden 25. Oktober 2010
Von Th. Fritz TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Nachdem es schien, als ob das Deutsche Requiem nun fest in der Hand von "Originalklangspezialisten" oder Chorleitern sei, melden sich nun mit mächtigen Aufführungen innerhalb kurzer Zeit zwei der eigenwilligsten Dirigenten der jüngeren Generation zu Wort: Yannick Nezet-Seguin mit dem Phiharmonic Orchstra und Chor London (auf CD) und nun Thielemann mit seinen Münchner Philharmonikern und dem Chor des bayer. Rundfunks. Nezet-Seguin treibt mit äußerst langsamen Tempi, harten Pauken und Blechakzenten die Ausdruckswerte bis in die Extreme, was sicher zum Widerspruch reizen wird, aber Brahms Requiem zu monumentalen Wirkungen verhilft.

Thielemanns Brahms klingt in diesem Vergleich dann doch natürlicher, aber nicht minder monumental. Im Gegensatz zum Coverfoto leitet er das Requiem ohne Dirigierstab, beschwörend mit 10 Fingern den Chor und das Orchester fast aufsaugend, manchmal noch Textstellen skandierend, erreicht er so eine selten zu spürende Intensität. Ein bisschen "guruhaft" wirkt das dann schon, aber das hat bei den Münchnern ja Tradition.

Wie immer hält er über das ganze Werk einen gleichbleibenden Puls, wird auch in den großen Fugen am Ende der Sätze 2,3 und 6 nicht schneller. Der Klang ist wie zu erwarten dunkel und füllig, nochmals grundiert von Orgeltönen, die ich so noch nicht im deutschen Requiem gehört habe. Der Chor singt exzellent, wortdeutlich und in den Schlussabschnitten der dramatischen Sätze mit manchmal niederschmetternder Wucht. Ein Sonderlob an den Pauker, der gerade im 2.Satz ("denn alles Fleisch, es ist wie Gras") differenziert schlägt und auch in der Fortissimo-Wiederholung noch über dem Tutti den Sarabanden-Rhythmus hämmert (wie übrigens auch sein Kollege aus London bei Nezet-Seguin) - für mich keine Äußerlichkeit in Brahms vielleicht größtem Satz (neben dem 1.Satz seines 1.Klavierkonzertes).

Grandios die beiden Solisten Christine Schäfer und Christian Gerhaher, das geht nicht besser, bei Gerhaher habe ich ich die Vision, einen künftigen Amfortas vor mir zu sehen. Allein Christine Schäfers "Ihr habt nun Traurigkeit" lohnt schon den Kauf.

Klanglich wie auch die DVD mit den Bruckner-Symphonien 4 und 7 mit Thielemann ist der Dts-Sound hervorragend, selbst in den tiefen Orgelregistern noch konturenscharf bis hin zum wuchtigsten Chortutti. Die Bildregie ist manchmal etwas eigenwillig mit dem von der Seite hochfahrenden Chor und und überlappenden Bildern, aber dann auch wieder faszinierenden Einblicken, die aus dem Saal nicht möglich sind.

Über das rein musikalische hinaus ist eine Aufführung des Deutschen Requiems immer auch eine Auseinandersetzung mit "den letzten Dingen", mit Bibel, Kunst als Religionsersatz oder der sicher nicht zu klärenden Frage, ob Brahms nun gläubig war oder nicht. Das im Beiheft angsprochen Zitat von Dvorak: "Was für ein großer Mann, doch glaubt er an nichts", mag vordergründig im Hinblick auf die geballte Bibelfestigkeit Brahms nicht stimmen, aber wer weiß das schon?. Dass nach der Aufführung nicht applaudiert werden sollte, hat für mich nun wieder weniger religiöse sondern einfach musikalische Gründe - Beginn und Ende in tiefer Stille, das Publikum hat die Bitte zumindest für die Dauer der DVD akzeptiert.
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Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe das Brahms-Requiem auf DVD im April 2012 über Amazon erworben. Das Werk ist unter Thielemann mit den Münchner Philharmonikern, dem Chor des bayerischen Rundfunks und den Gesangssolisten Christine Schäfer und Christian Gerhaher zu tiefst berührend aufgeführt und kann der Referenzaufnahme auf CD unter Rudolf Kempe mit Elisabeth Grümmer durchaus an die Seite gestellt werden. Allein die Bildregie mit zu schnellen und zu vielen Schwenks und Zooms ist der musikalischen Ruhe, Getragenheit und Ernsthaftigkeit der Aufführung nicht angemessen. Die Verantwortlichen der Bildregie scheinen sich voher nicht sonderlich mit dem Werk befasst zu haben. Schade! Dennoch gebe ich wegen der musikalischen und technisch-akustischen Qualität der Darbietung fünf Sterne.
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