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Die Brüder des Marquis Posa. Schiller und der Geheimbund der Illuminaten
 
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Die Brüder des Marquis Posa. Schiller und der Geheimbund der Illuminaten [Taschenbuch]

Hans-Jürgen Schings
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Taschenbuch --  

Produktinformation

  • Taschenbuch: 247 Seiten
  • Verlag: Niemeyer, Tübingen
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3484107286
  • ISBN-13: 978-3484107281
  • Größe und/oder Gewicht: 23,3 x 15,9 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.118.999 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hans-Jürgen Schings
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Illuminaten

HRs. Der Berliner Germanist Hans-Jürgen Schings erforscht Schillers Beziehung zu dem Geheimbund der Illuminaten, dessen aufschlussreichste Dokumente (der Nachlass des letzten Illuminatorenchefs, Johann Christoph Bode) erst vor kurzem völlig zugänglich wurden (ein Band war bis 1993 im russischen Staatsarchiv verschwunden). Schings geht verborgenen Spuren mit detektivischem Spürsinn nach, eröffnet neue Perspektiven und korrigiert die Versäumnisse der Forschung, die Schillers genaue Kenntnis dieses im späten 18. Jahrhundert einflussreichsten Bundes und dessen Einwirkung auf Schillers Werk, insbesondere auf «Don Carlos» und auf die «Ästhetischen Briefe», weitgehend ignoriert hat. Die Illuminaten waren Aufklärer, verfochten Republikanismus und forderten Toleranz und Menschenrechte, gerieten aber bald auf Abwege und wurden ihren Idealen untreu, weil sie der Realisierung abstrakter Vorstellungen voller Ungeduld nachjagten, einem Despotismus des Geistes huldigten und die Individualität des Einzelnen aus Machtstreben zu verletzen bereit waren. Schiller, selbst kein Illuminat, schuf im Marquis Posa eine Gestalt, die den Weg beschritt, den die Illuminaten gegangen waren. In den «Briefen über Don Karlos» entlarvt Schiller die Gefahren, die die Aufklärung in sich birgt, und deutet an, dass sein Drama eine Debatte, die damals hochaktuell war, widerspiegelt. Die gründliche Quellenkenntnis, die umsichtige Argumentation und der prägnante Stil machen das Buch zu einer fesselnden Lektüre.

Kurzbeschreibung

Die Studie geht den weithin unbekannten Spuren nach, die der Illuminatenorden Adam Weishaupts in Biographie, Werk und Ideenwelt Schillers hinterlassen hat. Ein dichtes Beziehungsnetz von Ordensmitgliedern, eine Vielzahl von Begegnungen, Werbungsversuchen und Verbindungen wird sichtbar. In unmittelbarer Nähe zu den Protagonisten erlebt Schiller Aufstieg und Fall des Illuminatenbundes. Die Folgen für den Komplex des "Don Karlos" werden hier umfassend dargelegt. Das Buch liefert neue Erkentnisse zur intellektuellen Geschichte Schillers, über die konkreten Aktivitäten des Illuminatenordens und über die Ideologieresistenz der Weimarer Klassik.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Profunde Quellen 16. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Hans-Jürgen Schings untersucht in seinem Buch die Beziehungen Schillers zu verschiedenen Mitgliedern des ihn umwerbenden Illuminaten-Ordens. Dabei hat er reichhaltige Quellen zugezogen. Eine empfehlenswerte Betrachtung, die nebenbei einen Eindruck über die Tätigkeit der Illuminaten zulässt. Die Unmenge an Details macht es manchmal schwer, den roten Faden nicht zu verlieren. Wer einen reisserischen Verschwörungstitel erwartet, sollte das Buch vergessen. Es ist eine seriöse, wissenschaftliche Abhandlung.
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