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5.0 von 5 Sternen
Eines von Leans grossen Meisterwerken..., 30. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke am Kwai (2 DVDs) (Award Winner Collection) (DVD)
Mit "Bridge on River Kwai" legte David Lean den Grundstein zu seinem legendären Ruf als erfolgreichster Regisseur aller Zeiten, erst in den 70ern wurde er durch das Wunderkind Spielberg in Sachen Kommerz abgelöst.
Lange vor diesem legendären epischen Kriegsfilm war Lean bereits etablierter britischer Filmemacher, der sich mit wunderbaren Filmen wie "Begegnung", "Geheimnisvolle Erbschaft" und "Oliver Twist" einen exzellenten Ruf erarbeiten konnte.
Im "Making of" wird darauf hingewiesen, dass Lean vor allem des Geldes wegen sich den amerikanischen Grossproduktionen zuwandte und "Bridge on River Kwai" war der Auftakt.
Ein Welterfolg, sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik - Oscar als Bester Film, Regieoscar für Lean, Alec Guinness als bester Hauptdarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kamera, Bester Schnitt, Beste Musik...der Colonel Bogey Marsch, den die britischen Soldaten beim Einmarsch ins Lager pfiffen, wurde ein Welterfolg in den Hitparaden.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Pierre Boulle. Gedreht wurde in Sri Lanka und Lean zeigt den Horror des Krieges, ähnlich wie Terence Malick Jahrzehnte später in "Der schmale Grat" in einer paradiesisch wirkenden Umgebung. Sein Filme sind vor allem durch wunderbare Bilder für die Ewigkeit gekennzeichnet.
Porträtiert wird eine Gruppe britischer Inhaftierter in einem japanischen Kriegsgefangenenlagers in Thailand, die dazu gezwungen werden, eine Eisenbahnbrücke aus Holz zu errichten.
Diese Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, die Brücke war der geplante Teil einer Eisenbahnstrecke, um die thailändische und birmanische Eisenbahnlinie von Bangkok nach Rangun zu verbinden, Birma war von den Japanern besetzt.
Der erste Teil des Films handelt von dem Konflikt des britischen Offiziers Nicholson (Alec Guinness) mit dem Lagerkommandanten Saito (Sessue Hayakawa), der den Bau der Brücke mit aller Macht und Brutalität vorantreiben möchte und entgegen den Genfer Konventionen auch die britischen Offiziere zur Zwangsarbeit heranziehen möchte. Diesem Ansinnen widersetzt sich Nicholson, der Zeitplan für die Fertigstellung der Brücke gerät immer mehr in Gefahr, der Konflikt eskaliert immer mehr. Nicholson ist stur und nimmt selbst persönliche Repressalien in Kauf, um die Würde und Stolz der britischen Armee zu wahren.
Im Machtkampf hat Nicholson den längeren Atem, setzt sich schließlich durch und die Offiziere werden von der schweren körperlichen Arbeit befreit - arbeiten allerdings fortan als Macher der Brücke mit. Nicholson und seine Männer werden von dieser Arbeit an der Brücke aber so stark inspiriert, der Mannschaftsgeist so stark gefördert, dass die Aufgabe zu Höchstleistungen führt und das logistisch und strategisch zum Kriegsgewinn geschaffene Werk des Feindes auch bei den Erbauern einen berauschenden Stolz auslöst.
Der amerikanische Kriegsgefangene Shears (William Holden), dem Wochen vorher als einem der wenigen der Ausbruch aus diesem Gefangenenlanger im Dschungel gelang, wird fast zeitgleich von einem Major Warden (Jack Hawkins) angeheuert diese Brücke zu sprengen. Gemeinsam mit dem jungen unerfahrenen Leutnant Joyce (Geoffey Horne) und einigen burmesischen Trägerinnen brechen sie zum Himmelfahrtskommando auf...
David Lean ist ein grosser Film über den Dschungelkrieg geglückt, der noch heute überzeugen kann. Überwältigende Dschungelbilder in herrlichen Farben und eine facettenreiche, bravouröse Leistung von Alec Guinness als Sonderling, hin- und hergerrissen zwischen Held, Märtyrer und Narr, stur beim Einhalten von militärischer Disziplin, aber auch hart und zäh in Ausdauer, selbst die härteste Folter aus Prinzip auf sich nehmend und der am Ende für seine Männer eine Art "Sieg" erzielen kann. Am Ende ein Besessener, zu fast allem fähig....selten war ein Oscar als bester Schauspieler des Jahres so gerechtfertigt wie hier.
Ganz grosses Kino.
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5.0 von 5 Sternen
Unvergessen: William Holden und Alec Guinness, 24. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke am Kwai (2 DVDs) (Award Winner Collection) (DVD)
Diesen Film gibt es auch als Bestandteil einer preisgünstigen und guten DVD-Box:
Rezension zu: "Legend Diary - William Holden"
Diese DVD-Box enthält 6 DVDs mit folgenden Filmen:
1. Alvarez Kelly (USA 1966)
2. Die Brücke am Kwai (USA 1957)
3. Die ist nicht von gestern (USA 1950)
4. Flucht nach Texas (USA 1941)
5. Picknick (USA 1955)
6. Der Richter von Colorado (USA 1948)
Zum Inhalt: siehe obige AMAZON-Inhaltsangabe
Bewertung:
ad 1. "Alvarez Kelly"
Der Film spielt zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges. Der mexikanische Viehhändler Alvarez
Kelly (William Holden) verkauft vertragsgemäß 3.000 Stück Vieh an die Unionstruppen.
Doch die Südstaaten-Armee will die Herde ebenfalls haben, und so wird Alvarez Kelly von Colonel
Rossiter (Richard Widmark) mit Hilfe der verarmten Plantagenbesitzerin Charity Warwick, bei der
die Nordstaatler die Herde "geparkt" haben, entführt.
Rossiter versucht nun Kelly dazu zu "überreden", ihm die Herde zu überlassen.....
Dieser Film beruht auf einer wahren Begebenheit, was ihm Film auch erwähnt wird und als sogenann-
ter "Verpflegungs-Raid" in die Geschichte des amerikanischen Bürgerkriegs einging.
Ein sehenswerter Western, der mit den beiden "Haudegen" Richard Widmark und William Holden ideal
besetzt wurde.
ad 2. "Die Brücke am Kwai"
Dieser Film ist einer der wirklichen Film-Klassiker und sollte daher in
keiner DVD-Sammlung fehlen.
ad 3. "Die ist nicht von gestern"
Diese Film-Komödie aus dem Jahre 1950 war damals ein großer Filmerfolg.
Die Hauptdarstellerin Judy Holliday bekam für ihre schauspielerische
Leistung in diesem Film 1951 den Oskar.
1993 erschien ein Remake unter dem Titel: "Blondinen küßt man nicht" mit
Melanie Griffith, Don Johnson und John Goodman.
Es lohnt sich auf jeden Fall, sich das "Original" mal anzusehen, da viele
nur das "Remake" kennen.
ad 4. "Flucht nach Texas"
1865: Nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges kommen die beiden Freunde Dan (William Holden)
und Tod (Glenn Ford) nach Texas, wo sie Zeugen eines Postkutschenüberfalls werden. Schnell ent-
schlossen erleichtern sie die Räuber um ihre Beute, werden aber ihrerseits vom Gesetz gejagt. Auf
der Flucht trennen sie sich und landen schließlich auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes:
während Danny sich plötzlich als Teil der ursprünglichen Kutschenräuberbande wiederfindet, steigt
Tod zur Hoffnungsfigur der von den Räubern bedrohten Farmer auf. Eine Gemeinsamkeit bleibt ihnen
jedoch: sie verlieben sich beide in die gleiche Frau.
Sehenswerter schwarz-weiß-Western aus dem Jahre 1941 mit den noch sehr jungen William Holden und
Glenn Ford.
5. "Picknick"
Der Herumtreiber und ehemalige Football-Star Hal Carter (William Holden) sucht nach einer neuen Arbeit
in einer Kleinstadt in Kansas. Dabei hofft er auf die Unterstützung seines alten Freundes Alan Benson.
Als Hal am Labor Day in besagtem Ort eintrifft, sind die Einwohner mit den Vorbereitungen für ihr all-
jährlich stattfindendes Picknick beschäftigt. Mit seiner ehrlichen Art und seinem maskulinen Aussehen
bringt Hal die Gemüter der Frauen schnell in Aufruhr. Selbst die altjungferliche Lehrerin Rosemary ist
vom rauen Hal umgehend angetan.
Beim gemeinsamen Picknick begegnet Hal Alans Verlobter, der Lokalschönheit Madge (Kim Novak).
Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Schließlich eskaliert die Situation..........
Ein wirklich sehr guter Film. Er zeigt sehr gut die Spießigkeit und Prüderie der damaligen amerikanischen
Gesellschaft. Die Filmkritiker der damaligen Zeit lobten die überzeugende Darstellung William Holdens.
Diesen Film sollte man gesehen haben. Er ist absolut empfehlenswert!
ad 6. "Der Richter von Colorado"
1865: Gegen Ende des amerikanischen Bürgerkrieges befiehlt der Unions-Colonel Devereaux (Glenn Ford),
das Feuer auf eine Konföderierten-Einheit zu eröffnen, die sich bereits ergeben hat und die weiße
Fahne schwenkt. Jahre später -inzwischen hat er Karriere gemacht- holt ihn seine Vergangenheit wie-
der ein.
Glenn Ford und William Holden in einem sehr guten Western. Glenn Ford spielt den psychisch Kranken
Ex-Colonel wirklich ausgezeichnet.
FAZIT:
Diese DVD-Box enthält 6 William-Holden-Spielfilme, die zwischen 1941 und 1966 entstanden sind.
Eine "bunte", aber auch sehr gute Auswahl aus dem "Werk" des William Holden.
Die Ton- und Bild-Qualität der Sony-DVDs ist sehr gut.
Sprachauswahl: multilingual
Untertitel: multilingual
Das Preis-Leistungsverhältnis dieser DVD-Box ist sehr gut!
Daher: Kaufempfehlung!!!
CAVE:
In der "Legend-Diary-Reihe" sind bisher erschienen:
1. Anthony Quinn (8 DVDs)
2. Walter Matthau (5 DVDs)
3. Alec Guinness (6 DVDs)
4. William Holden (6 DVDs)
5. James Stewart (6 DVDs)
6. Gregory Peck (5 DVDs)
7. Cary Grant (5 DVDs)
8. Rita Hayworth (8 DVDs)
Kritikpunkt:
Wer sich alle 8 Boxen kauft, der hat am Ende 4 Filme doppelt. Und zwar:
1. "Die Brücke am Kwai" (in der "Holden"- und in der "Guinness"-Box);
2. "Lawrence von Arabien" (in der "Quinn"- und in der "Guinness"-Box);
3. "Die Kanonen von Navarone" (in der "Peck"- und in der "Quinn"-Box);
4. "Deine Zeit ist um" (in der "Peck"- und in der "Quinn"-Box).
Derartige Überschneidungen sind für einen Sammler sehr ärgerlich!
Hier hätte der Hersteller besser aufpassen und eine bessere Auswahl treffen müssen.
Trotzdem überzeugen diese Boxen in ihrer optischen Aufmachung und in der Qualität
der Verarbeitung.
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5.0 von 5 Sternen
Einer der besten Filme der Filmgeschichte, 19. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke am Kwai (2 DVDs) (Award Winner Collection) (DVD)
Die Brücke am Kwai
Originaltitel: The Bridge on the River Kwai
Produktionsland: USA / GB
Premiere: 1957
Mit: Alec Guinness, William Holden, Jack Hawkins, Sessue Hayakawa, James Donald, Geoffrey Horne u.A.
Schnitt: Peter Taylor
Kamera: Jack Hildyard
Musik: Malcolm Arnold
Drehbuch: Carl Foreman, Michael Wilson
Regie: David Lean
Literarische Vorlage: nach dem gleichnamigen Roman von Pierre Boulle
Bild: Farbe, gut
Ton: Englisch, Japanisch, Thai
Synchronisation: Deutsch u.A.
Untertitel: Deutsch u.v.A.
Filmdauer: 156 Minuten
Genre: Kriegsfilm, Kriegsdrama
Auszeichnungen: 7 Oscars als bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller Alec Guinness, best adaptiertes Drehbuch, bester Schnitt, beste Kamera, beste Musik, drei Golden Globes u.v.A.
Abweichung vom Roman: Im Film wird die Brücke am Ende gesprengt, im Roman nicht.
Filmhandlung: Ab Februar 1943 wollen die Japaner in West-Thailand dicht an der Grenze zu Burma eine Brücke über den River Kwai bauen lassen mithilfe britischer Gefangener. Die Briten bauen die Brücke unter dem sich über die Japaner überlegen fühlenden Col. Nicholson (A. Guinness). Parallel dazu gelingt dem amerikanischen Gefangenen Shears (W. Holden) die Flucht. Anschließend bekommt dieser infolge seiner Ortskenntnis, den Auftrag, bei der Sprengung der Brücke durch ein Sonderkommando mitzumachen. Am Ende kommt es zu einem dramatischen Finale mit unerwarteten Wendungen.
David Lean zaubert gewaltige Bilder vors Auge, ebenbürtig mit Lawrence von Arabien oder Doktor Schiwago, würdig eines filmkünstlerischen Genies. Alles hat Hand und Fuß: die ausgemergelten Körper der Gefangenen, der Schweiß der Gequälten und ums Überleben kämpfenden, der Dschungel als unerbittlicher Rahmen der Gefängnishölle aber auch paradiesischer Garten, der Regen und der Schlamm, der anspruchsvolle Bau der Brücke, der hochnäsige Stolz des englischen Offiziers über die vermeintliche Überlegenheit westlicher Kultur über die asiatische, die korrekt dargestellte Charakteristik der Japaner, die typisch britisch-soldatische Steifheit, die Mischung aus rivalisierter Spannung und Zusammenarbeit verfeindeter Seiten, die Entladung der Grausamkeit innerhalb von wenigen Sekunden und Vieles mehr. Eine Miniatur des allgemeinen Daseinskampfes innerhalb der existenziellen Spannungen zwischen Menschen. Sklaven werden zu Triumphalisten, Herren zu Zwergen, in die Schwäche mischt sich Überheblichkeit hinein, in Macht und Stärke der Minderwertigkeitskomplex. Einfach gesagt - ein geniales Meisterwerk des realistischen Existenzialismus.
Alec Guinness in einer seiner Traumrollen. Er beginnt vom ersten Moment seines Erscheinens im Camp das Prinzip des unbedingten Gehorsams gegenüber niedergeschriebenen Gesetzen zu oktruieren. Und er suhlt sich geradezu in den geschriebenen Regeln, diese blind befolgend. Die Offziere sind für ihn Obermenschen, welche auserwählt sind, nicht körperlich zu arbeiten, sondern die einfachen, schuftenden Soldaten zu befehligen. Dieses strenge Klassendenken vertritt er bis zum bitteren Ende. Es gibt aber auch die andere Seite. Der amerikanische Gefangene Shears (William Holden), welcher sich fälschlicherweise als Commander (Major) ausgibt, hält wenig von geschriebenen Doktrinen, wenn sie an der Realität vorbeilaufen und fühlt sich verpflichtet, zu improvisieren - eine typisch amerikanische freiheitsbejahende und kreative Lebenshaltung. Und diese ist mit der Haltung von Col. Nicholson vollkommen unvereinbar, obwohl beide auf der selben Seite stehen. Als dritter Gegensatz erweist sich der japanische Befehlshaber des Camps, Col. Saito (Sessue Hayakawa - nominiert für den Oscar als bester Nebendarsteller). Er muß den Bauplan einhalten auf Biegen und Brechen. Ein Mißerfolg würde von ihm Selbstmord durch Harakiri fordern. Darum trachtet er mit allem Nachdruck, den Plan durchzudrücken. Der unnachgiebige und stolze Widerstand von Col. Nicholson zwingt ihn zu Kompromissen und Zugeständnissen - er willigt ein, dass die Bauführung und Koordination den Briten überlassen wird. Damit geht er ein hohes Risiko ein, gewinnt jedoch paradoxerweise infolge dieser Zusage die beinahe passionale Loyalität von Col. Nicholson, der infolge des an ihn ergangenen Auftrags die Brücke als sein Lebenswerk betrachtet, welches Jahrhunderte zu überdauern hat. Natürlich fühlt sich Saito überglücklich, als die Brücke rechtzeitig fertig ist und er dem Harakiri entgeht.
Der Film ist in seinen reifen Dialogen und seiner unüberbietbaren Dramatik eine hochqualitative Studie über das menschliche Verhalten innerhalb einer bedrohlichen Grenzsituation und wird getragen von außergewöhnlichen, schauspielerischen Leistungen.
Unvergessliche Synchronstimme von Wilhelm Borchert, die der Originalstimme von Alec Guinness sehr nahe kommt.
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