In Boyz N The Hood, geht es um junge afroamerikansche Männer, die versuchen ihren schwierigen Alltag in einem schwierigen Viertel in South Central L.A. zu meistern.
Ich muss sagen, es ist John Singleton absolut gelungen dieses, vorallem realistisch, darzustellen. Hier steht aber nicht so die Gewalt im Vordergrund, sondern eher das Menschliche, wie z.B. ihre Protagonisten denken, fühlen und auch handeln. Im Mittelpunkt steht der junge, ein wenig idealistische Tré (Cuba Gooding Jr.). Daneben sein strenger, aber durchaus intilligente und politisch bewusstlebende Vater Furious (Laurence Fishburne), der versucht Tré zu einen anständigen Mann zu erziehen. Und natürlich Tré's Freunde, die sich doch mehr im kriminellen Millieau bewegen, in dem nicht jeder Charakter ein Happy-End bekommt.
Diese Geschichte bietet eine Menge guter Dialoge, in dem John Singleton versucht ein wenig "Botschaft" reinzubringen. Hier auch nicht zu vergessen, ist die angeprangerte mit voruteilen behaftete, willkürliche Polizeigewalt, die auch der relativ saubere Tré zu spüren bekommt.
Es muss aber auch gesagt werden, dass Boyz N The Hood viel zahmer daher kommt als Menace 2 Society. Im Gegensatz zu M2S, werden hier nicht ganz so kaputte, gewaltätige Jungen gezeigt. Auch das Viertel in dem sie wohnen, geht es ein wenig humaner zu, als im, in M2S, dargestellten "Watts". Selbst der härteste Kumpel von Tré, Doughboy (überraschend gut gespielt Ice Cube) zeigt hier noch recht sensible Seiten. Boyz N The Hood versucht hier mehr Hoffnung darzustellen und nicht die Ohnmacht vor den harten Gesetzen im Ghetto. Für mich persönlich war von der Bildsprache her, M2S der schockierende Film, womit ich Boyz N The Hood keinesfalls schlechter machen will.
Alles im Allen ein guter und auch wichtiger Film, der auf viele Misstände hingewiesen hat.