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Produktinformation
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Im Alter von 24 Jahren wird Jack aus dem Gefängnis entlassen, in dem er die letzten 14 Jahre verbracht hat. Eines schweren Verbrechens schuldig und gleichzeitig völlig unbedarft betritt der in den Medien nur als "Boy A" bekannte junge Mann eine Welt, die er zuletzt als Kind erlebt hat. Unter dem Schutz seines väterlichen Bewährungshelfers Terry nimmt er eine neue Identität an, findet einen Job, Freunde und verliebt sich in Michelle. Durch die Akzeptanz ermutigt, will er sein belastendes Geheimnis offenlegen - aber er hat nicht mit der Sensationsgier der Presse gerechnet, die noch immer auf der Suche nach "Boy A" ist: Unweigerlich und heftig wird Jack von seiner Vergangenheit eingeholt. Nun hat er mehr zu verlieren als jemals zuvor...
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das "Monster" auf freiem Fuß.....,
Von
Rezension bezieht sich auf: Boy A (DVD)
Jack (Andrew Garfield) hiess einmal Eric (Alfie Owen) als er zehn Jahre alt war, er wurde von den älteren Mitschülern damals gemobbt. Als er den gleichaltrigen Philipp (Taylor Doherty) kennenlernt, sind die beiden Aussenseiter gemeinsam stärker. Sie gehen aber in die Kriminalgeschichte als "Boy A" und "Boy B" ein, weil sie in diesem Kindesalter gemeinsam ein grausames, entsetzliches Verbrechen begehen.Mittlerweile ist Jack 24 Jahre alt und hat nicht nur seine Haftstrafe, eine Sicherungsverwahrung wegen hoher Allgemeingefährlichkeit verbüsst, sondern nahm im Knast erfolgreich an einem Resozialisierungsprogramm teil, dass von dem väterlichen Terry (Jack Mulan) geleitet wurde. Jetzt ist Jack mit neuer Identität auf freiem Fuß und Terry kümmert sich rührend um die ersten Gehversuche des jungen Mannes draussen. Er hat ihm eine Wohnung und eine Arbeit besorgt. Das oberste Ziel ist es, sich in diesem neuen ungewohnten Leben in der Freiheit zurechtzufinden. Jack findet aber durch seine bescheidene, ruhige Art bald Freunde bei seinem Job als Lagerarbeiter und verliebt sich in seine Arbeitskollegin Michelle (Katie Lyons). Alles scheint zunächst gut zu laufen, doch die Vergangenheit holt ihn bald wieder ein, schleichend und langsam verliert Jack die Kontrolle über dieses neue Leben... John Crowleys "Boy A", zuerst fürs britische TV vorgesehen, dann über Umwege doch noch zum "Kinofilm" auserkoren, nähert sich seinem Thema ehrlich und mutig. Der Film ist eine Adaption eines Romans von Jonathan Trigell, basierend auf einen tatsächlichen Fall, der sich in England 1993 ereignet hat und damals auch die Medien bewegte. Crowleys Film schildert dabei weniger die Tat als vielmehr die Folgen für einen Täter, der wieder etwas gut machen möchte. Er stellt die Frage nach Schuld, nach Vergebung und der Schwierigkeit einer zweiter Chance. Sein Protagonist hat zwar besondere Merkmale und Eigenschaften, bei denen es dem Publikum automatisch leichter fallen muss, eine Symphatie oder gar eine Identifikation herzustellen, mit einem weniger sympathischen Protagonisten wär das Thema vielleicht noch viel provokanter und dynamischer ausgefallen. Doch die guten Darstellerleistungen, allen voran Andrew Garfield, der ein beklemmend intensives Spiel abliefert, sorgen für einen bemerkenswerten kleinen grossen Film des laufenden kinojahres. "Boy A" ist still, traurig und überzeugt mit dem feinfühligen Geflecht aus Schuld und Sühne, der Film bezieht zwar Stellung - lässt aber dem Zuschauer genügend Raum über dieses immer wieder aktuelle Thema nachzudenken. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grandioser Film,
Rezension bezieht sich auf: Boy A (DVD)
Filmkunst wie sie sein soll: Packende Story mit Charakteren, die eine Schubladen-Einteilung unmöglich machen. Die Gefühlspalette, die man beim Betrachten der Hauptfigur, Boy A, durchläuft reicht von Mitgefühl über Unverständnis bis zu blankem Horror ob der Tat, zu der er als Kind fähig war. Zurückhaltend gespielt vom Hauptdarsteller, glänzend auch der Rest des Ensembles. Ein grandioser Film!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ebenso einseitiges wie ergreifendes Resozialisierungsplädoyer,
Von
Rezension bezieht sich auf: Boy A (DVD)
Der Film von John Crowley war für mich einer der herausragenden des letzten Jahres. Crowley gelingt es vortrefflich, emotionale Nähe zu seiner Hauptfigur, dem frei gekommenen Kindermörder Jack aufzubauen; zum einen über die Sympathie, die sein Bewährungshelfer Terry (Peter Mullan, Das Reich und die Herrlichkeit, Die unbarmherzigen Schwestern) für ihn hegt und die Jack zur Zielscheibe des Hasses seines Sohnes macht, zum anderen über die ergreifende Scheu, mit der sich Jack Schritt für Schritt ins Leben zurücktastet, mustergültig veranschaulicht durch die beklemmende Unbeholfenheit, die er beim ersten Sex mit seiner neuen Freundin an den Tag legt. Der Wiedereinstieg in ein ziviles Leben scheint also zunächst zu gelingen, doch das Damoklesschwert des Scheiterns schwebt unsichtbar über diesem Neuanfang und der Zuschauer fürchtet mitunter schon mehr als Jack, dass seine Resozialisation den Vorurteilen seines Umfelds zum Opfer fallen wird, sobald seine Identität auffliegt, weil Andrew Garfield in der Hauptrolle ihn mit seinem intensiven, Oscar-reifen Spiel so geschickt zum Komplizen seiner Existenzängste macht.Was man dem Film sicherlich vorhalten muss, ist seine einseitige Parteinahme für den verurteilten Mörder. In Rückblenden wird er als Opfer falscher Einflüsterungen und widriger Umstände gezeigt. Das wirkt gewollt und künstlich. Die Wirklichkeit sieht in solchen Geschichten in der Regel nicht so bilderbuchhaft aus, wie es ein Film mit den zu Gebote stehenden Mitteln suggerieren kann. Der Mord zweier britischer Jugendlicher an einem wehrlosen Mädchen ist ja nicht erfunden, sondern sorgte auch bei uns für Schlagzeilen. Tatsächlich ist das Verbrechen des auf freien Fuß gesetzten Straftäters so furchtbar, dass die Reaktion der Freundin und des Arbeitgebers, die sich adhoc von ihm abwenden, als die Wahrheit ans Licht kommt, nüchtern betrachtet vollkommen nachvollziehbar und Regungen des Mitleids eigentlich auch nicht zu erwarten sind. "Jeder hat eine zweite Chance verdient" - der Maxime, die der Film zu seinem Motto gemacht hat, wird vor dem Hintergrund dieses authentischen Mordfalles nicht jeder ohne Zögern zustimmen. Die emotionale Schieflage von "Boy A" macht Jack jedoch zu einer Art Mobbing-Opfer, dem unser vollstes Verständnis gilt. Als Diskussionsbeitrag zum Thema Wiedereingliederung straffällig Gewordener ist Crowleys engagiertes Resozialisierungsmelodram aufgrund der einseitigen Täter-Pespektive mithin zwar nur bedingt tauglich, aber da Filmkunstwerke ja auch nicht in erster Linie Thesenpapiere zu politischen Streitfragen sind, sondern eben Kunstwerke, ist das ein verschmerzbarer Vorwurf. Als furioses Filmdrama überzeugt "Boy A" in jeder Hinsicht. Das Finale mit der Traumvision des verzweifelten Jack ist grandios! Für Freunde von Ken-Loach-Filmen und alle, die es nicht bereut haben, in American History X und 25 Stunden unsäglich mit Edward Norton gelitten zu haben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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