Nachdem ich vor zwei Jahren durch meinen Bruder auf diese fabelhafte Band und ihr Album "Alligator" aufmerksam wurde, erwartete ich dieses Album mit großer Spannung.
Aber auch mit Zweifel: würde diese Band aus Brooklyn das Niveau des Vorgängers halten können? Antwort: Sie kann. Und wie. Wahrscheinlich hat sie die Messlatte sogar noch ein paar Zentimeter höher gelegt, also in Sphären, wo sich nur ganz wenige Bands bewegen, vielleicht noch Modest Mouse, Arcade Fire und ein paar andere wenige Ausnahmen...
Elegische, hypnotische Melodien mit unfassbar gelungenen, intelligenten und fließenden Texten, die wirklich die Bezeichnung "Lyrics" verdienen und Matt Berninger endgültig in den Olymp der besten Songwriter unserer Zeit hieven.
Laute, verzerrte Passagen wie bei "Abel" oder "Lit up" auf dem letzten Album (die aber nicht minder genial waren!) machen Platz für entspannte, süchtig machende Hooklines und treibende Beats, die wie ein schlagendes Herz klingen. Darüber legen sich wundervolle Passagen mit Piano, Hörnern und Glockenspiel, sogar bei zwei Songs begleitet vom nicht hoch genug einzuschätzenden Sufjan Stevens (was für eine Kollaboration!).
Fazit: Eine Band, die zwischen 29. Mai und 2. Juni 2007 an fünf aufeinander folgenden Abenden das legendäre Bowery's Ballroom in New York City ausverkauft hat, darf wohl mit Fug und Recht als das nächste große Ding gehandelt werden. Und wer Songs für die Ewigkeit wie "Fake Empire", "Brainy" und "Apartment Story" aus dem Ärmel schüttelt, lässt Epigonen und Möchtegern-Bands wie The Bravery verdammt alt aussehen.
Kaufen, hören, träumen und sich treiben lassen!!