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Bowling for Columbine [Special Edition]


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Produktinformation

  • Darsteller: Fracisco Latorre, Kurt Engfehr, Wolfram Tichy, Kathleen Glynn, Brian Danitz
  • Komponist: Jeff Gibbs
  • Format: Dolby, PAL, Special Edition
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Prokino (Vertrieb EuroVideo Medien GmbH)
  • Erscheinungstermin: 8. März 2012
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 114 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (158 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B006P9RK62
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.467 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Am Morgen des 20. April 1999 gehen die beiden Jugendlichen Dylan und Eric zu ihrem Bowling-Kurs in dem verschlafenen Städtchen Littleton in Colorado. Nur wenige Stunden später verüben die beiden das entsetzliche Massaker an der Columbine Highschool, in dessen Verlauf 12 Schüler und Lehrer den Tod finden.
In seiner einzigartigen Dokumentation "Bowling For Columbine" geht Michael Moore auf eine wahnwitzige Reise in das Herz Amerikas: Mit lakonischem Zynismus und beißendem Witz präsentiert er eine Nation zwischen Waffenwahn und Paranoia, ein Volk mit dem Colt im Anschlag für die permanente Selbstverteidigung.
Er lässt die Opfer und die Vertreter der Waffenlobby zu Wort kommen, befragt Marilyn Manson, aber auch den berüchtigten Waffenaktivisten Charlton Heston, immer nach der Suche nach einer Antwort auf die Frage: "Sind wir verrückt nach Waffen - oder sind wir nur verrückt?"

Pressezitate:
"Irrwitzig Mosaik - wahnsinnig komisch!" (FAZ)
"Bissig, analytisch klug, faktenreich, politisch unkorrekt, höchst subjektiv und, ja, kriminell unterhaltsam" (Cinema)
"Bitterböse ... aufrüttelnd. Lässt einem das Lachen im Gesicht erfrieren." (Hörzu)

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Der erfolgreichste Dokumentarfilmer aller Zeiten schlägt wieder zu. Mit Bowling for Columbine rechnet der Amerikaner Michael Moore mit dem Waffenfetischismus seiner Landsleute ab. Ein bemerkenswerter, oft amüsanter, manchmal verstörender und dabei immer unterhaltsamer Einblick in die Seele der Supermacht.

Michael Moore ist seit seinem Dokumentarfilm Roger & me das Enfant terrible der amerikanischen Filmindustrie. Der unbequeme, schwergewichtige Patriot hat es mit seiner unverwechselbaren Guerillataktik in kürzester Zeit in den Olymp der Dokumentarfilmer geschafft. Hemmungslos subjektiv, vor Sarkasmus triefend und mit einer gehörigen Portion Durchsetzungsvermögen ausgestattet, legt Moore den Finger immer wieder in die Wunde, dorthin, wo es ganz besonders schmerzt.

Das Ergebnis ist verblüffend. Ihm gelingen Momente, in denen die bonbonfarbene Fassade der Konsumgesellschaft abblättert und einen Blick auf den nackten Wahnsinn freilegt, oder wie im Fall des Waffenlobbyisten Charlton Heston auf die totale Leere. Moore zerrt die Protagonisten der Selbstverteidigungshysterie vor die Kamera. Ihre Gesichter sind austauschbar (die Banalität des Bösen?), ihre Argumentationslinien verkümmern, kaum dass Moore dazwischenhaut. Es macht Spaß, dem Furor dieses Mannes beizuwohnen, der durch das alles hindurchwatet, immer in Bewegung, immer auf dem Sprung.

Michael Moore muss für die Verwalter des Status quo der Super-Gau sein, die Mensch gewordene Nervensäge schlechthin, für den Zuschauer jedoch ist er ein Geschenk des Himmels. Am Ende, nachdem so ziemlich alle Vorurteile und Klischeevorstellungen in ihre Einzelteile zerlegt, durch den Film geschleppt und wieder zusammengebaut wurden, nachdem man durch einen Schnellkurs in Sachen amerikanischer Geschichte mit animierten Figuren im Stil von South Park gehetzt und so manch sprunghafter Eingebung des Impresarios gefolgt ist, fühlt man sich an Marlon Brando in Apocalypse Now erinnert, wenn er uns entgegenhaucht: "The horror, the horror". --Thomas Reuthebuch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

62 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christoph S am 3. April 2003
Format: DVD
In einer Zeit in der unbegründeter Juhu-Patriotismus an der Tagesordnung steht findet sich kaum mehr ein Rebell der alten Schule, wie Michael Moore einer ist.
Dieser Mann nimmt sich kein Blatt vor den Mund (was er auf der Oskarverleihung eindrucksvoll demonstrierte) um alle Schwächen des Bush Regimes (und der amerikanischen Gesellschaft im allgemeinen) gnadenlos aufzudecken.
Der Film „Bowling for Columbine" dreht sich im großen und ganzen um eine Frage: Warum hat die USA die höchste Mordrate durch Schusswaffen auf der ganzen Welt? Der Regisseur untersucht diese Frage anhand vieler tragischer Vorfälle (allen voran dem Massaker an der Columbine Highschool) und Interviews mit direkt bzw. indirekt Betroffenen (ein Höhepunkt des Films ist das Interview mit dem Obmann der NRA (Nation Rifle Association), der, als ihm keine intelligenten Antworten mehr einfällt einfach das Weite sucht).
Nach den Entkräftungen einiger „offiziellen" Gründe für die hohen Mordraten („die von Gewalt geprägte Geschichte" meint der Obmann der NRA, warum aber Deutschland, das immerhin den 2. Weltkrieg auslöste, eine viel geringere Mordrate hat, konnte der gute Mann nicht beantworten) kommt Moore zum Schluss dass, neben der zu lockeren Waffenpolitik, die amerikanischen TV-Networks einen nicht unbeträchtlichen Anteil zu der hohen Schusswaffenverbreitung in den USA leisten: Durch Sendungen die dem Zuschauer bewusst Angst machen und unnötige Panikmache fühlt sich der durchschnittliche Bürger verängstigt und fühlt das Bedürfnis sich zu verteidigen, was nur mit einer ordentlichen Schrotflinte oder Faustfeuerwaffe richtig geht.
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100 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von indysdvdmaster am 22. Mai 2003
Format: DVD Verifizierter Kauf
Bowling for Columbine ist Michael Moores schonungslose, bitterböse und höchst unterhaltsame Abrechnung mit dem amerikanischen Waffenrecht.
Seit dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gehört es zu den amerikanischen "Grundrechten" Waffen zu tragen. Damals wurde dies aus dem Glauben heraus beschlossen, dass eine freiheitliche Nation von ihren Bürgern auch mit Waffen verteidigt werden muß und darf. Die sogenannten Bürgermilizen hatten im Unabhängigkeitskrieg eine entscheidende Rolle gespielt.
So unterhaltsam "Bowling for Columbine" auch ist, und so viele Wahrheiten der Film auch enthält, eines muß man sich wie auch bei Michael Moore's Buch "Stupid White Men" immer klar machen: Dies sind keine Dokumentationen oder Tatsachenberichte, sondern subjektive Zusammenschnitte von kuriosen Ereignissen und Persönlichkeiten und deren Aussagen.
Oft wird vergessen, dass Michael Moore ein politischer Aktivist und ein im besten Sinne unterhaltender Selbstdarsteller ist. So sehr sympathisch einem seine Sicht der Dinge auch ist, so darf man nie vergessen, dass es nur seine Sicht der Dinge ist und dass er bei seinen Filmen, Büchern und Aktionen immer nur das zeigt, was seiner Weltsicht förderlich ist.
Seine Aktionen, Filme und Bücher bringen eben nicht nur das jeweilige Thema, sondern auch ihn ins Gespräch. Nicht durch Zufall ist er seit seinem kritischen Oscarauftritt populärer denn je. Er hatte nicht den Weg der meisten anwesenden Stars gewählt still (durch Peace Zeichen etwa wie Susan Surandon) oder angemessen kritisch (wie Oscarpreisträger Adrien Brody) gegen den Irak-Krieg zu protestieren, sondern er wählte den lauten Weg.
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58 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gérard am 14. April 2003
Format: DVD
....doch dazu spaeter. Am 20. April 1999 um 6 Uhr morgens gehen zwei Jugendliche zum Bowlen. Nichts aussergewoehliches an sich. Wenige Stunden spaeter erschiessen sie in der Columbine Schule in Colorado 12 Mitschueler, einen Lehrer, verwunden 20 andere, um sich dann am Ende selbst zu toeten.
Das ist der Aufhaenger dieser teilweise sehr emotionalen Dokumentation von Oskar Gewinner Michael Moore. Jedoch geht Moore bei seinem Versuch, die Hintergruende dieser Tragoedie auf zu decken, viel weiter. Er hinterfragt, warum die Amerikaner, im Vergleich zum 'Rest of the World' so schiesswuetig sind. Letztes Jahr starben in den USA ueber 11.000 Menschen im Kugelhagel. Deutschland mit knapp einem Drittel der amerikanischen Bevoelkerung und einer fuer europaeische Massstaebe sehr hohen Kriminalitaetsrate hatte hingegen 'nur' ca. 350 Erschiessungsopfer zu beklagen.
Dieses Werk untersucht jeden angeblichen Grund (Gewalt im Fernsehen, das Gesetz, dass jeder Amerikaner eine Waffe besitzen darf, die Geschichte des Landes etc.) fuer diese Gewalteskalation in den Staaten mit der Lupe, nur um sie der Reihe nach zu widerlegen. Eindrucksvoll wird die wahre Ursache plausibel erklaert. Charlton Heston, Praesident der 'National Rifle Association' NRA und der groesste Waffenlobbyist, der sich das Gewehr nur aus seinen 'toten, kalten Haenden' nehmen lassen wuerde, beendete ein Interview mit Moore, indem er sich einfach sprachlos in sein Haus verkruemelte, waehrend Moore mit Traenen in den Augen das Foto eines sechs Jahre alten Maedchens hoch hielt, das von einem Mitschueler erschossen wurde.
Moore hat den Oskar fuer diese Dokumentation mehr als verdient und die Tatsache, dass sie nicht im Muelleimer der Zensur landete, gibt Anlass zur Hoffnung. Unbedingt sehen!
Auch empfehlenswert sein Buch 'Stupid White Men. Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush'.
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