Die Story über Bobby Bowfinger, seines Zeichens erfolgloser Filmemacher mit der außergewöhnlichen Idee, einen Film mit einem ahnungslosen Star in der Hauptrolle zu drehen, hat zweifellos seine genialen Momente, vor allem wenn Kit Ramsey gerade wieder mit seinen 'Partnern' vor der Kamera konfrontiert wird und langsam aber sicher durchdreht. Auch die Wendungen, die der Film mitunter nimmt, sorgen dafür, daß man sich gut unterhalten kann (große Realitäsnähe erwartet man bei einer Komödie ja vermutlich nicht) und die schauspielerische Leistung lassen ebenfalls wenig Wünsche offen.
Warum dann nur 4 Sterne? Das Ende wirkt doch etwas zu aufgesetzt und dann hinterlassen vor allem die geschnittenen Szenen sowie der Audiokommentar von Frank Oz bei mir einen negativen Beigeschmack, denn da fiel eine wirklich grandiose Szene mit Christine Baranski der Schere zum Opfer, wie offenbar auch so manche andere Aufnahme, wie der Regisseur selbst einräumt. Die hätten dem Film nicht geschadet, denn trotz aller Unterhaltung wird man das Gefühl nicht los, daß hier etwas zu viel Routine am Werk war und daß man den Film mit etwas zu viel Augenmerk auf 'Komödienregeln' abgedreht hat ("So viele tolle, witzige Szenen, die wir leider, leider rausschneiden mußten, um das Tempo des Filmes zu unterhalten, Tempo ist das wichtigste", frei übersetzt).
Nichtsdestotrotz, für einen amüsanten Abend reicht der Film allemal, das Gespann Martin-Oz hat meiner Meinung nach aber bei dem grandiosen 'Zwei hinreissend verdorbene Schurken' mit Michael Caine doch besser funktioniert. Wer auf der Suche nach einer lockeren Komödie ist, sollte es vielleicht zuerst mit dem probieren.