Volle Kaufempfehlung.
Die C5 von B&W haben es mir angetan. Seit ein paar Wochen besitze ich sie nun als Nachfolger meiner Klipsch s4i. Ich gebe hier gerne eine uneingeschränkte Kaufempfehlung ab. Ich höre viel und gerne Musik - unterwegs über den iPod Classic und bis vor wenigen Wochen mit meiner bisherigen klaren Nr. 1, den Klipsch s4i. Nachdem diese aber von einem Kabelbruch dahingerafft wurden, habe ich mich nun für die B&W C5 In-Ears entschieden. Ich bereue den Kauf nicht!
Die Qualität der In-Ears ist hochwertig. Die Hörer sind recht schwer, was man bei Tragen jedoch nicht bemerkt. Die Qualität des Kabels scheint gut zu sein und auch die Anschlüsse machen einen soliden Eindruck. Leider gibt es Kabelgeräusche, die aber zumindest bei mir schon bei niedrigen Lautstärken übertönt werden. Der Sitz der Hörer ist gewöhnungsbedürftig, dann aber gut und sicher. Ich musste ein wenig mit den Aufsätzen spielen, bis ich den richtigen Sitz und den optimalen Klang herausgefunden habe. Im Unterschied zu meinen s4i stecken die Hörer nicht tief im Ohr, sondern liegen eher fest auf, schließen aber auch sauber ab. Die Dämpfung der Außengeräusche ist damit nicht ganz so stark, wie bei den s4i. Was mich an den C5 wirklich nervt, ist das fürchterliche Knistergeräusch in den Hörern, wenn man sie, nachdem Sie den Hörgang abschließen, weiter ins Ohr schiebt. Ich glaube, dass da die Lautsprechermembran durch den entstehenden Luftüberdruck eingedrückt wird... ob das gesund für die Membran ist, kann ich mir nicht vorstellen ' möglicherweise ein Konstruktionsfehler, der hoffentlich nicht zu einem frühzeitigen Ende des C5 führen wird. Ich habe aber mittlerweile auch gelernt, dass es gar nicht erforderlich ist, den C5 in den Gehörgang einzuführen.
Nun zum Klang: Der C5 hat mit Abstand den besten Klang von allen In-Ears, die ich bislang gehabt habe (der C5 ist aber auch mein bislang teuerster Kopfhörer). Witzigerweise merkt man den Sprung vom s4i zum C5 nicht so stark, wie den Sprung zurück. Ich musste mein erstes C5-Paar zurücksenden, weil der linke Hörer nach kurzer Zeit defekt war. In der Übergangszeit habe ich wieder mit meinen geflickten s4i gehört. Und da ist mir erst richtig aufgefallen, wie viel besser der Klang des C5 ist. Der C5 spielt so differenziert, klar und neutral auf, dass man in der Musik Dinge hört, die einem bisher verborgen blieben. Mit neutral meine ich aber nicht, dass der C5 über zu schwache Bässe verfügt. Überhaupt nicht. Der C5 spielt mit sauberen Höhen und Mitten aber eben auch mit einem tollen tief herabreichenden Bassfundament auf. Klassische Orgelstücke werden untermalt von einem präzisen knackigen Tieftonbereich, so wie man es nur aus der Kirche kennt. Auch bei bassbetonterer elektronischer Musik patzt der C5 nicht. Egal ob Chemical Brothers, Eminem oder Loveparade-Stücken, die Musik wird selbst bei hohen Lautstärken ohne 'schrebbeln', 'wummern' oder anderen Verzerrungen sauber und mit hoher Dynamik übertragen. Lediglich mit Peter Fox habe ich den C5 bassseitig ansatzweise in die Knie gezwungen ' allerdings bei hoher Lautstärke. Eher akustisch instrumentierte Musik wie z.B. Whitest Boy Alive ist ein Genuss auf diesen In-Ears. Und auch Opern, die auf den meisten In-Ears wirklich abschreckend sind, machen mit dem C5 wirklich Freude. Ich glaube fast, dass einige der schlechten Bewertungen hier auf einen noch nicht gefundenen richtigen Sitz zurück zu führen sind.
Fazit: Tolle In-Ears mit möglicherweise einem (ganz) kleinen Konstruktionsfehler. Trotzdem: Volle Punktzahl.