Der Inhalt wurde je bereits geschildert und ja es ist nicht einfach zu lesen. Aber für den, der die Diagramme und die Graphiken am Ende auch noch haben will, sind sie eben dabei. Und andere Sachen im Buchverlauf auch, die der nicht-so-physikalisch-geprägte auch in manchen Phasen übergehen kann, ohne den Faden zu verlieren. Es ist eben von einem Physiker geschrieben, nicht wahr?
Auch ich hatte neben den gebrachten Beispielen auf viel mehr Praxisnähe gehofft. Oder einfach noch mehr Beispiele, so dass sich der Leser und Esser auch ableitend ein kleines Gerüst denken /machen kann, wie er sich evtl. besser ernähren kann oder was er auf keinen Fall tun sollte- bei Allem, was auch ein kritischer Lebensmittelsucher wie ich schon zu wissen meint, tun sich hier ja ganz neue Kaufentscheidungsaspekte auf.
Offen bleibt z.B, die Mikrowelle. Ist sie nun schlecht oder nicht und wenn ja, woran liegt es? Meine flog schon vor 10 Jahren raus, weil ich nie ein gutes Gefühl dabei hatte. Apropos Gefühl.....was ich anregend fand, an sich selbst (neu ? mehr) zu beobachten, ist die Hervorhebung des Appetit-Modus, welchen wir (völlig?) vernachlässigen und als Verbraucher uns dem Alltagszwang unterwerfen, als Lebensmitteltechniker und Profitsuchende komplett. Hier plädiert Popp ohne wenn und aber, der Appetit leite uns (immer noch) relativ gut- oder tat es zuminndest mal als unterbewusste Stellschraube zwischen gut und weniger gut und schlecht - dies je nach Individuum natürlich ganz unterschiedlich. Ich befürchte, nur bei dem, der den Appetit auch bisher zuließ und seine Stimme vernahm. Dazu könnte auch gehören, mal unregelmäßig zu essen, mal eine Mahlzeit auszulassen, um überhaupt wieder zu merken, wie fühlt sich Appetit an und wie verzerrt hat er sich durch die Lebensmittelchemiker?
Und dass man einfach auch ab und zu mal richtigen Hunger zulassen sollte - das habe ich jetzt öfter gelesen und verstehe auch, dass der Körper in allen seinen Möglichkeiten trainiert, vermutlich als Ganzes besser funktionieren kann.
Gemäß auch einer meiner lapidaren Theorie zur Evolution : was nicht gebraucht wird in bestimmten Termini...evtl.: weg damit!oder einschlafen lassen.
Wie man weiß, muss auch die Entleerung der Glykogen (oder ist der Glucose-?)speicher der (quergestreiften, also willkürlichen bzw. als Ausnahme hier auch das Herz ) Muskeln durch intensive Arbeit / Sport / Bewegung immer wieder auf dem Laufenden gehalten werden, um eine optimale Energieaufnahme, Speicherung und Wiedereinsatz zu gewährleisten. Wie ein Akku, der, wenn man ihn nicht auch mal ganz erschöpfen lässt, auf lange Sicht und in Wiederholung nicht mehr volle Ladung zieht.
Was noch.....Bio ist nicht zwingend "wertvoller" (wobei hier mit dem Begriff wertvoll wirklich umsichtig umgegangen werden muss und es auch Beispiele gibt, in denen ein BIO-gemüse durch seine "Feinde" Schadinsekten z.B. eine nicht unerhebliche Menge Abwehrgift erzeugt, was dem konventionellen "erspart" bleibt - aber wie um Himmels Willen, soll das in der Breite abgewägt werden und welcher Fußabdruck hinterlässt je Beispiel mehr Schaden.....) als umsichtig konventionell - vermutlich aber meistens, das wird aber auch nicht wirklich deutlich genug herausgebildet: auch hier fehlt es an der breiteren Darstellung; es hängt, wie die andere Rezension sagt, v.a. auch an der Lichtflut, in der das Nahrungsmittel (ent)stand. Das leuchtet ein, die Argumentation ist grundsätzlich nachvollziehbar, viele Metaphern erleichtern das Verständnis für Wellen, Schwingungen, Energieübertragung, Kohärenz und und und....... man sollte es nicht beiseite legen und ein andermal wieder weiterlesen - der Hintergrund sollte mitlaufen, gegenwärtig sein.
Welche Fragen hätte ich noch gerne gestellt ?
Sehr geehrter Herr Popp, wie ernähren Sie sich und wie kann ich als Verbraucher an dermaßen "biophotonisch" getestete Lebensmittel herankommen oder Faktenlisten finden? Können Sie einen mainstream darstellen, dass man sich als Laie ungefähr einen eignen Weg erahnen kann ?
Was habe ich für mich mitgenommen ? Noch mehr BIO kaufen (trotz und /oder wegen der o.g.Gründe) und auf natürlich, also lichtgereiftes achten, soweit man das überhaupt weiß, möglich gemacht haben kann, das unverarbeitet, unvermischt, soweit möglich, doch was im Winter?
Das Lebensmittel verliert nach Ernte / Schlachtung sukzessive Energie, aber : das war ja schon immer so.
Da werde ich mir dieses Jahr zum November, also pre-weihnachtlich, eine Lichtdusche zulegen. Endlich. Denn was stellen wir auch im Sommer fest ? Fehlt uns ein paar Tage das Sonnenlicht, ist unsere eigene Biophotonik im Lebendzustand scheinbar am sinken, das gilt es anzugehen.
In unserer lebensmittelchemisch durchwirkten Welt wird es nicht einfach sein, bin ich jetzt schon jedesmal bei neuer Produktwahl am Studieren und Bekritteln der Hinweise, Aufkleber, Info-Zettelchen, will wissen, ob 5 oder 45 Zusatzstoffe drin sind ( wie in manchen Salben).....jetzt kommt noch die Erleuchtung hinzu, bei der mir keiner hilft. Frisch geerntete Übersee-Äpfel aus dem Flieger für die Biophotonik oder Winteräpfel vom Bodensee ? Was ist mit dem ökologischen Fußabdruck. Und das alles nur, weil alles möglich ist.
Nicht dass man meint, ich lache über die Biophotonik. Keinesfalls. Es macht mich - wundern und ängstigt ein wenig. Plötzlich sehe ich in allen Dingen, die ich essen will und werde, Leben. Lebensmittel. Ich werde, und das ist sicher, noch viel viel mehr Respekt dem entgegenbringen, was ich zu mir nehme. Im Allgemeinen und im Besonderen. In jedem Teller.
Trotz Allem, was mir fehlt - für das Aufzeigen einer völlig neuen, anderen, sehr nachdenkwürdigen Sichtweise auf das, was wir essen und was uns erhält - oder zerstört : 4 Sterne.