7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Schuster bleib bei deinen Leisten ..., 6. Februar 2005
Grundsätzlich begeistern mich Dean Koontz' Bücher eigentlich dadurch, daß man sie normalerweise nicht aus der Hand legen kann, weil sie schrecklich spannend sind. Dean Koontz hat sicher niemals den Anspruch erhoben, schöngeistige Literatur zu schreiben.
Bei "Bote der Nacht" hatte ich das Gefühl, daß der Autor krampfhaft versucht, einen neuen Stil zu finden. Und das ist ganz schön daneben gegangen. Vielleicht hätte Koontz sich doch etwas weniger von "lebensbejahender" hawaiianischer Musik inspirieren lassen sollen.
Die eigentlich nicht weiter außergewöhnliche Geschichte wirkt vor allem am Anfang völlig absurd. Die Hauptpersonen sprechen und verhalten sich in einer Weise, die einen dazu bringt "Was soll DAS denn?" zu fragen.
Zum Inhalt:
Leilani Klonk, ein körperbehindertes neunjähriges Mädchen, das sich selber als gefährliche junge Mutantin bezeichnet, zieht zusammen mit ihrer Mutter Sinsemilla (deren Hauptproblem es meistens ist, ob sie lieber LSD oder Peyote einwerfen soll) und ihrem Stiefvater Preston Maddoc (alias Doktor Tod) in einem Wohnwagen durchs Land. Dr. Tod ist Bioethiker und seine Hobbies sind aktive Sterbehilfe (Leilanis Bruder Lukipela - hawaiianisch für Satan - hat bereits daran glauben müssen) und außerirdisches Leben.
Micky Bellsong, ist eine junge Frau, die gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde (natürlich war sie unschuldig) und nun bei ihrer Tante Geneva in einem Wohnwagen lebt. Tante Geneva verwechselt seit einem Kopfschuß oft die Realität mit alten Filmen.
Und dann gibt es da noch einen kleinen Jungen, der sich Curtis Hammond nennt und der sowohl vor dem FBI als auch vor den richtig fiesen Kerlen auf der Flucht ist. Curtis ist nicht besonders hell im Oberstübchen, aber immerhin ist die Erde ja auch nicht sein Heimatplanet.
Leilani will nicht von Dr. Tod um die Ecke gebracht werden, Micky und Geneva wollen das Mädchen retten und damit ihrem eigenen traurigen Dasein einen Sinn geben und Curtis will nicht gefaßt werden, um seine Bestimmung erfüllen zu können.
Warum ich trotzdem drei Sterne für diese an den Haaren herbeigezogene Story vergeben habe? Weil ich, obwohl mich das Buch am Anfang regelrecht geärgert hat, die seltsamen Charaktere irgendwann doch plötzlich sympathisch fand und weil "Bote der Nacht" nach ziemlichen Anlaufschwierigkeiten am Ende doch wieder ein spannendes Buch war.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein positiv stimmendes Werk!, 6. September 2006
Bote der Nacht ist ein sehr vielschichtiges Werk von Dean Koontz. Es gibt drei Handlungsstränge, die schließlich miteinander verknüpft werden.
Ich hatte große Mühe, einen guten Einstieg in das Buch zu finden. Es waren genau die vielen Handlungsstränge, die das Lesen der ersten Seiten sehr mühsam macht. Aber es lohnt sich, geduldig zu sein: Denn wenn man den Einstieg erst hinter sich gebracht hat, taucht man immer weiter in den Roman ein, der immer neue Überraschungen und völlig unerwartete Wendungen für den Leser bereithält. Der Inhalt ist sehr komplex, er behandelt Themen über Außerirdische und eine Weltanschauung, wonach Behinderte kein Recht auf Existenz haben. Diese Themen sind sehr gut umgesetzt und in die Handlung eingebaut.
Der erste Handlungsstrang erzählt die Geschichte der jungen Micky Bellsong, die eine harte Kindheit hinter sich hat. Sie lernt die junge Leilani kennen, deren Stiefvater ein Fanatiker ist, der glaubt, behinderte Menschen nehmen mehr von der Welt als sie ihr geben können, und daher sei es gerechtfertigt, behinderte Menschen zu töten. Da Leilani körperlich behindert ist, verschuldet von ihrer drogenabhängigen Mutter, will er seine Stieftochter beseitigen. Micky will Leilani retten, und gerät dabei selbst in große Gefahr. Dieser Handlungsstrang ist von Anfang bis Ende extrem spannend beschrieben, immer wieder baut Koontz auch gruslige Szenen ein.
Der zweite Handlungsstrang erzählt die Abenteuer eines mutterlosen Jungen. Viele dieser Szenen sind unnötig und zumindest sehr in die Länge gezogen, wofür ich ursprünglich einen Punkt abziehen wollte. Der Junge tritt auch erst sehr spät in Leilanis Leben ein. Auch wird erst sehr spät erklärt, wer der junge überhaupt ist und weshalb sein Leben so genau beschrieben wird.
Der dritte Handlungsstrang erzählt über einen ehemaligen Detektiv, Noah Farrel, deren Schwester von einer fanatischen Krankenschwester getötet wird. Er spielt in der Geschichte kaum eine Rolle, warum Koontz ihn eingeführt hat, ist mir schleierhaft. Auf diesen Handlungsstrang hätte der Autor gut verzichten können.
Warum habe ich mich schlussendlich für fünf Sterne entschieden? Erstens ist das Ende sehr spannend (!), was mich sehr erfreut hat, außerdem ist der Inhalt sehr positiv, was mir an Dean Koontz sehr gefällt. Wie auch in anderen Werken wie Kalt und Die zweite Haut siegen am Ende die guten Charaktere und setzen sich dann für das Gemeinwohl der Menschheit ein. Die Charaktere vertrauen einander, Dean Koontz vermittelt ein positives Weltbild. Das ist mir besonders in diesem Werk aufgefallen. Bote der Nacht ist sehr lesenswert!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Das Schlechteste, was ich bisher von Koontz gelesen habe!!, 14. Februar 2005
Von Ein Kunde
Ich bin ein eingefleischter Koontz Fan, doch bei diesem Buch fiel es mir schwer zu glauben,daß Titel wie "Brandzeichen" (mein Lieblingsbuch), "Unheil über der Stadt" ect. aus der gleichen Feder stammen.
Das Buch ist wirr geschrieben,mehrere Handlungen laufen paralell,sie sind total verwirrend , diese ewigen Sprünge in der Handlung.
Ich kann nur raten, Finger weg, wenn ihr echte Fans seid, Neuleser sollten lieber eines seiner Anfangswerke kaufen.
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