Bei Waschmaschinen lohnt es sich, mal einen Blick in die großen Elektronik-Fachmärkte zu werfen, wider Erwarten wurde ich da gut beraten und bei diesem Gerät hatte ich das Glück, dass es eines von den tausend Geräten war, die zum EK angeboten wurden, so konnte ich also im Vergleich zu diesem Angebot mehr als einen Hunderter sparen.
Die Vielfalt an Geräten ist kaum überschaubar, auch wenn ich solche Billigmarken wie Blomberg, Candy etc. von vornherein ausgeschlossen hatte, meine Siemens lief immerhin gute 15 Jahre.
Es finden sich im Handel auch diverse Geräte mit ähnlichen Modellbezeichnungen, die aber im Katalog jeweils nicht auftauchen.
Dass Siemens und Bosch bei Hausgeräten eine Marke sind, dürfte ja bekannt sein, die Fertigung erfolgt allerdings nicht mehr nur in Deutschland (Nauen), sondern in Tschechien. Angeblich erkennt man die Boschgeräte, die in Deutschland gebaut werden, an der Bezeichnung WAS oder WAQ, WAE stünde für Europa, also Tschechien, die Komponenten seien hier nicht so hochwertig - ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen.
Meine alte Maschine war teilintegrierbar, zu sehen war also nur die Bedienblende.
Dies gibt es heutzutage leider nur noch bei Miele - zum Jubelpreis.
Wenn also Integration in das Küchendesign gefragt ist, sind die heutigen Geräte nur vollintegrierbar, verschwinden also komplett hinter der Möbeltür - schlecht für denjenigen, dessen Küche schon älter ist und wo es keine Türen mehr gibt...
Aber die Bosch ist unterbaufähig, das bedeutet, die obere Abdeckung kann abgenommen werden zum Schieben unter die Arbeitsplatte, sie steht also ohne Verkleidung zwischen den Küchenunterschränken, das ist aber auszuhalten.
Wessen Arbeitsplatte mindestens 86cm hoch montiert ist, der kann die Maschine mitsamt der oberen Abdeckplatte einfach so unter die Arbeitsplatte schieben, braucht also kein unterbaufähiges Gerät.
Nun zur Maschine selbst - die lässt eigentlich keine Wünsche übrig: Speed-Perfect- und Öko-Perfecttaste erlauben besonders schnelles (1:06, bei 30 Grad 1:00) oder besonders sparsames (ca. 2:49 !) Waschen, ansonsten dauert das 60-Grad-Programm 2:29.
Beim Einstellen des Programms wird die voraussichtliche Dauer im Display angezeigt und natürlich auch der jeweilige Programmteil und die Restdauer.
Das Bullauge hat einen Magnetverschluss, nach Programmende kommt man daher sofort an die Wäsche und muss nicht erst noch die Entriegelung abwarten. Zudem ertönt am Ende ein akustisches Signal.
Sehr schön ist das 15-Minuten-Programm für pflegeleichte Wäsche, hier kann man verschwitzte T-Shirts etc. schnell und sparsam waschen, Stromverbrauch etwa 0,3 kwh.
Bis dato bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät, lediglich die Waschmittelschublade wirkt ein wenig klapperig und ein silberfarben eingefasstes Bullauge wäre noch ganz schön gewesen.
Das gibt es zwar auch bei Bosch, aber dann muss man unter Umständen deutlich mehr auf den Tisch legen oder hat nicht die neuen Features (Magnetverschluss, Speed Perfect und Öko Perfect).
In dieser Hinsicht ist zum Beispiel das AEG Öko Lavamat 1400er Modell sehr schön, da aber die Blende oben sehr vorspringt und mir das bei Integration in die Küchenfront nicht so ideal erschien, habe ich davon Abstand genommen.
AEG, zum Electrolux-Konzern gehörend, produziert übrigens in Italien, Polen und Ungarn.
Für die Bosch WAE283A3 also eine klare Kaufempfehlung!