Ich habe die Maschine seit ein paar Tagen. Es war ein schneller Kauf, da meine bisherige Maschine im ersten Jahr schon zum 3. Mal in Reparatur ging und ich nicht wieder Wochen ohne Kaffee verbringen wollte. Insofern fiel die Prüfung der von mir benötigten Eigenschaften kürzer aus, als gewöhnlich. Wichtig für mich war vor allem, eine Maschine zu finden, mit der man seinen Milchschaum noch selbst herstellen und damit dessen Güte beeinflussen kann. Das schränkt mittlerweile die Auswahl an Maschinen ein und man muss auf einfachere Modelle zurückgreifen.
Schon beim Auspacken war ich etwas enttäuscht: Die Maschine ist nicht wirklich so hell, wie die Abbildung vermittelt, sondern eher anthrazitfarben. Zudem ist sie extrem tief, was man anhand der Abbildung auch nicht vermuten würde. Könnte für den ein oder anderen Käufer ein Platzproblem bringen. Das Chassis besteht vollkommen aus Kunststoff, was uU auch nicht jedermann's Sache ist, meine ist es jedenfalls nicht. Das Sieb der Auffangschale ist aus Metall, das allerdings mattiert ist und daher schwer zu pflegen. Es sieht immer ein wenig "schmuddelig" aus. Bei meinen bisherigen Maschinen, die hier mit hochglänzendes Metall hatten, war die Pflege leichter.
Der Schalter zum Ein- und Ausschalten befindet sich an der Rückseite der Maschine. Wer sie nicht frei aufstellen kann, könnte aufgrund der Maschinentiefe Probleme bekommen, den Schalter zu erreichen.
Jenseits der Optik ist positiv festzustellen, dass die Maschine einen relativ großen Wassertank bietet (1,8 l) und auch eine recht grosse Auffangschale für Wasser, in die der Auffangbehälter für den Kaffeesatz integriert ist. Diese Größenordnungen sind allerdings auch nötig, denn die Maschine verbraucht jede Menge Wasser (da ich stilles Wasser verwende, eine teure Angelegenheit). Bei täglich 2 - 3 Tassen Espresso und eben so häufigem Aufschäumen habe ich in den 5 Tagen, in denen ich die Maschine besitze, schon 4 l aufgefüllt. Das hatte ich bisher bei keiner Maschine (normalerweise reichen mir 2 l Wasser für mehr als eine Woche). Ein Großteil des Wassers wird wohl für diverse Spülgänge verwendet, denn der Auffangbehälter ist nach 3 - 4 Tassen voll.
Die Maschine hat keinen Rapid-Steam was bedeutet, dass man zunächst per Knopfdruck die Dampfaufbereitung auslösen und warten muss, bis man schäumen kann. Diese Funktion haben in der Regel andere Maschinen dieser Preislage. Als angenehm empfinde ich die gut schwenkbare Dampfdüse, was vor allem bei grossen Tassen ein Vorteil ist. Der Platz unter dem Kaffeeauslauf hingegen ist eher knapp bemessen.
Das Mahlwerk und der Aufbrühvorgang sind recht leise, wenn ich den Geräuschpegel mit meinen bisherigen Maschinen (DeLonghi, Saeco) vergleiche, dafür ist das Schäumen wesentlich lauter.
Alles in allem werde ich eher froh sein, wenn meine bisherige Maschine aus der Reparatur zurück ist (hat etwa gleich viel gekostet, mutet aber, jenseits der erforderlichen Reparaturen, wesentlich solider an). Ich werde die Bosch TCA wohl eher als "Notfall-Maschine" nutzen und würde sie nach meinen bisherigen Erfahrungen nicht noch einmal kaufen.