Ich besitze (oder richtig: ich besaß) viele Jahre eine Senseo, die ihre Zeit mit dem brühen von warmem Wasser für Tee oder 5-Minuten-Terrinen abgesessen hat.
Vor wenigen Tagen habe ich bei einer Freundin einen Caramel-Latte angeboten bekommen, und war total fasziniert, wie klar abgetrennt die einzelnen Stufen im Glas waren (ein Teil Milch, ein Teil Gemisch, und ein Teil Latte).
Kurz darauf war ich auch vom Geschmack so überzeugt, dass ich in den nächsten MM marschiert bin, um mir eine T42 von Bosch zu kaufen.
Im Vorfeld hatte ich mich über die einzelnen Modelle informiert, und konnte bisher nicht einen Hinweis finden, wo der eigentliche Unterschied zwischen einer T40 und einer T42 liegt. Wg. der 50€-Aktion habe ich mich für die T42, das wohl neuere Modell, entschieden - und dazu Cafe Crema XL und Milka Trinkschokolade entschieden.
Verarbeitung:
- Ordentlich und sauber verarbeitet, keine sichtlichen Plastik-Grate oder klapprigen Teile
Optik:
- Im Vergleich zu meiner alten Senseo sieht die T42 mehr wie ein "Kaffeeautomat" aus, das Design gefällt
Bedienung:
- Einfacher gehts nicht; Wasser rein, T-Disc einlegen und auf den Knopf drücken. Will man das Glas bis oben hin gefüllt haben, einfach binnen 20 Sekunden nach Ende des Brühvorgangs auf dem Knopf bleiben - die Maschine pumpt dann noch ein wenig mehr Wasser durch; das mildert natürlich die Intensität des Getränks. Deswegen fülle ich gerne mit frischer Milch auf :->
Das Getränk:
- Bisher konnte ich nur Cafe Crema XL von Jacobs und Trinkschokolade testen. Jedoch bin ich von beidem sehr überzeugt - da Kaffee riecht sogar nach Kaffee (...) und die Schokolade schmeckt ebenfalls sehr lecker. Der Latte ist ebenfalls sehr gut, und bisher hat nichts "fade" geschmeckt.
Entsorgung:
- Die T-Discs lassen sich direkt nach dem Brühvorgang mit bloßen Händen entfernen und wegwerfen. Zwar sind sie etwas heiß, man verbrennt sich jedoch nicht. Zudem ist kaum mehr Flüssigkeit in den Discs, weshalb man nach ordentlicher Nutzung über den Tag auch kein Wasser im Restmülleimer stehen hat.
Reinigung:
- Ab und an muss die T42 gereinigt werden. Das ist jedoch kein Problem: Im Rückenteil, hinter dem Wassertank, ist eine Service-T-Disc versteckt. Diese legt man ein, lässt 3-4 Tassen Wasser durchlaufen, und fertig.
- Die Maschine bietet auch ein Programm zur Entkalkung; durch eine rote Leuchte an der Front wird signalisiert, dass das Gerät entkalkt werden muss. Wasser rein, Reiniger rein, Taste 3 Sekunden drücken und 20 Minuten warten. Das krieg selbst ich als Hausmann hin... Einziges "Manko": In der Bedienungsanleitung wird ausdrücklich gesagt, dass nur Reiniger von Bosch genutzt werden soll. In wie weit man dem Folge leisten muss, werde ich noch feststellen...
Trick 17:
- Im Handbuch scheint das nicht beschrieben zu sein, aber...: Der Deckel des Wasserbehälters hat ein kleines Viereck ausgeschnitten, dass in den Tank ca. 1 cm runter versetzt ist. Die Oberfläche ist gewölbt und sehr glatt: Darüber lässt sich der Tank ohne den Deckel abnehmen zu müssen mit Wasser befüllen. Es spritzt auch nichts entgegen, selbst bei einem starken Wasserstrahl. Toll - mit einem Handgriff voll gemacht, und dann 10 Kaffee's ziehen.
Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der Maschine, auch wenn ich sie erst eine Woche besitze.
Man muss sich natürlich im Klaren sein, dass die T-Discs ein paar Cent mehr kosten als Senseo-Pads; aber mal ehrlich: 20-25 Cent für einen guten Kaffee oder 50 Cent für einen guten Latte zu bezahlen, ist besser als Geld für etwas zu löhnen, dass dann doch nicht schmeckt.
Von mir 5 Punkte!