Die Säge heißt PKS 40, weil sie maximal 40 mm Schnitttiefe beherrscht. Der Motor allerdings ist recht kräftig, wir haben damit heute eine 30mm Eichenplatte zersägt, da ging sie durch als seis Joghurt. Sie ist auch (für eine Kreissäge) nicht besonders laut, wer seine Ohren in der Disco hingerichtet hat kommt vermutlich sogar ohne Gehörschutz aus. Das Handbuch beinhaltet einige Sicherheitsvorschriften, die man kennen sollte, bevor man das Gerät verwendet, sowie die wichtigsten Handhabungshinweise (wie geht man mit dem Anschlag um, wofür sind die diversen Schrauben). Es ist kurz und präzise sowei mehrsprachig und bebildert.
Auf der Habenseite der Säge stehen:
- Kräftiger Motor (für die maximale Schnitttiefe von 40mm mehr als ausreichend)
- Sie ist vibrationsarm, man kann sie problemlos halten
- Man sieht, wo das Sägeblatt auf das Holz trifft, muß allerdings dazu direkt auf den Spanauswurf sehen. Die knapp 20 EUR zumindest für die passive Auffangvorrichtung sollte man sich mindestens noch gönnen.
- Die Schnitttiefe kann eingestellt werden
- Es gibt einen seitlichen Anschlag, der in einigen Fällen zum Führen der Säge verwendet werden kann
Zum von mir empfohlenen Zubehör gehören:
- Atemschutz (Holzzpäne in der Lunge können zu übelsten Krankheiten führen, z.B. zu Krebs, außerdem führen sie unmittelbar zu Hustenreiz)
- Gehörschutz (einfache Ohrenstöpsel sind völlig in Ordnung)
- Schutzbrille - allerdings hier darauf achten, dass sie zusammen mit dem Atemschutz keine Probleme macht. Ich habe hier ein Set von 3M, bei dem der Atem direkt aus dem Atemschutz in die Brille gepustet wird und diese dadurch beschlägt.
- Auffangvorrichtung für die Sägespäne - entweder ein von Bosch erhältliches Gefäß oder ein Adapter für einen dazu passenden Staubsauger
- Vernünftiger Tisch, der eine sichere Unterlage für das zu sägende Brett bietet
- Schraubzwingen, um das Brett zu fixieren, nebst Dachlattenstücken, damit das Brett keine Abdrücke kriegt (alternative: zweite Person, die das Brett hält)
- Führungsschiene für Kreissägen - in den seltensten Fällen kann der mitgelieferte Seitenanschlag eingesetzt werden.
Kommen wir nun zu den Eigenschaften der Säge die sie in die Kategorie "unterste Hobbyqualität" herunterrutschen lassen:
- Die Bodenplatte ist sehr wacklig - sie ist ein sehr dünnes (Alu-?)Blech, das sich in sich selbst verwindet und der Säge keinen stabilen Halt bietet. Ein Schnitt senkrecht ins Brett rein ist nicht möglich. Wenn man von zwei Seiten in das Brett hinein sägt, sieht man genau einen kreisförmigen Abdruck in der Schnittkante, der daher rührt, dass die Säge von der einen Seite her in einem anderen Winkel gesägt hat wie von der anderen Seite her.
- Der untere Schutz, der das Sägeblatt umgibt und vom Brett aufgedrückt wird, wenn die Säge in das Brett eindringt, leistet, wenn er halb geöffnet ist, auf einmal deutlichen Widerstand. Wenn man das nicht weiß, denkt man eventuell sogar, man sei auf etwas Hartes wie einen Ast gestoßen. Eventuell kann man die Säge sogar verreißen und ein ganz übles Schnittbild erzeugen. Man muß auch richtig Kraft aufwenden, um den Schutz dann weiter aufzuschieben.
- Die Bodenplatte der Säge ist vorne sehr kurz. Es fällt, grade am Anfang des Bretts, daher schwer, die Bodenplatte parallel zum Brett zu bringen - anders ausgedrückt, die Säge auf dem Brett zu führen und nicht hinten abzuheben oder den Schnitt ungewollt schräg zu führen.
Bisher habe ich nur Schnitte durchgeführt, die später durch andere Dinge verdeckt werden, von daher hat sich die Säge schon amortisiert, da ich die recht teuren Gebühren gespart habe, die der Baumarkt-Holzzuschnitt bei größeren Eichenplatten verlangt. Aber die Schnitte sehen hässlich aus, und ich gehe davon aus, dass sie bei einer professioneller ausgeführten Säge zumindest ein Stück besser gelungen wären.