Ich habe den Frästisch über Weihnachten ausführlich getestet. Und zwar habe ich Bilderrahmen gebaut und mit diesem Frästisch die Verzierung gefräst (eine Kante innen) - an Buchenholz-Stücken.
Die Montage habe ich am Werktisch vorgenommen. Anders geht es auch nicht, der Tisch muss befestigt werden. Das Reinschrauben des Dremels von unten ist machbar, wenn auch etwas fummelig. Der Wechsel des Fräs-Werkzeugs ist dann allerdings nicht mehr möglich (jedenfalls nicht mit halbwegs normaler Fingerdicke).
Was mich gestört hat hat mit dem Frästisch eher wenig zu tun: Der Fräseinsatz rutscht aus dem Dremel-Bohrfutter nach oben, dadurch habe ich drei Holzteile "kaputtgemacht". Sehr ärgerlich...
Das Werkstück lässt sich durch die aufmontierten Parallelführungen gut führen. Der minimalste Abstand vom Fräser ist allerdings etwas zu groß - hier muss man mit ein wenig Gefühl das Werkstück nach und nach an den Fräser führen. Mein Dremel (Multipro 395) schafft es nicht 5mm tief und 4mm breit zu fräsen. Die 4mm sind etwa der Minimalabstand, der sich einstellen lässt.
Kleiner Hinweis: wenn der Dremel langsamer wird ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Parallelführung noch mal ein Stück "zurück" gesetzt werden sollte - man muss tiefere Fräsungen wirklich schrittweise (und damit sind 2-3mm-Schritte gemeint!) durchführen.
Für größere Arbeiten würde ich eine vernünftige Oberfräse kaufen - und einen passenden Sägetisch bauen/kaufen. Alles zusammen eher in der Region 250 bis 300 EUR.
Für kleine Projekte ist der Dremel-Tisch aber schon eine große Hilfe.