Ich baue gerade meinen Dachboden aus. Dafür muss reichlich Rauhspund und Paneele gesägt werden. Dafür hatte ich nur eine Kreissäge, eine alte Stichsäge und eine Gehrungslade zum manuellen Sägen. Ich hatte mir schon überlegt, eine Kappsäge zu kaufen. Aber die ist doch nur sehr eingeschänkt einsetzbar und später steht wieder so ein großes Teil in der Wohnung herum. Dann habe ich mir überlegt, eine moderne Stichsäge zu kaufen. Bei meinen Internet-Recherchen kam ich dann auf diese Sägestation von Bosch. So etwas hatte ich noch nicht gesehen, keiner meiner Bekannten kannte es und bei Amazon gibt es das Teil auch erst seit einigen Monaten. Bei YouTube gibt es dazu einen guten Werbefilm, der mich überzeugt hat (suchen nach "youtube Sägestation PLS 300").
Ich habe mir also diese Sägestation zusammen mit einer passenden Stichsäge (Bosch grün 0603352101 Pendelhubstichsäge PST 800 PEL »electronic«) und 3 verschiedenen Sätzen Sägeblätter von Bosch gekauft. Dieses Werkzeug ist seither schon recht viel im Einsatz und ich bin ehrlich begeistert. Der Werbefilm ist kein bisschen übertrieben. Es geht tatsächlich genauso einfach. Er zeigt auch die Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten für die Sägestation, also unbedingt vorher einmal ansehen. Ob allerdings der Schnitt wirklich so präzise ist, dass man damit einen Bilderrahmen zuschneiden kann? Ich würde dafür doch lieber meine Gehrungssäge nehmen.
Das Werkstück wird beim Herunterklappen der Führungsschiene automatisch festgeklemmt, während ich früher das Holzstück mit 2 Schraubzwingen fixieren musste. Das spart enorm viel Zeit. Zum Beispiel musste ich 15 gleichkurze Stücken vom Rauhspund absägen. Das ging unglaublich schnell und die Schnitte sind gerade. Sie sind auf der Unterseite gar nicht und auf der Oberseite nur wenig ausgefranzt. Dafür habe ich die beiliegenden Sägeblätter "precision Wood" genommen. Die halten den 90-Grad Winkel besser ein, da sie sich seitlich nicht so verbiegen.
Für die folierte Paneele habe ich "clean Wood" genommen. Diese Sägeblätter sind nicht geschränkt sondern ingesamt so geschliffen, dass sie vorn etwas breiter sind als hinten. Dadurch wird der Schnitt sehr sauber und die Säge frisst sich trotzdem nicht fest. Wenn die Folie beim Sägen unten liegt und man nicht zu schnell und ohne Pendelhub sägt, gibt es einen völlig glatten Schnitt.
In jedem Fall muss die Stichsäge passen. Was mit einer nicht passenden Säge passiert, hat Schlau Bär "Dajockel" passend beschrieben. Man sollte auch keine billigen Sägeblätter nehmen. Im Test einer Heimwerkerzeitschrift war die Beurteilung eines Noname-Produktes: "zum Arbeiten nicht zu gebrauchen" und das stimmt auch. Sicherlich gibt es aber auch gute Stichsägeblätter von anderen Firmen. Die von Bosch kann ich aber empfehlen. Sie schneiden sauber und sind recht haltbar.
Einen Tipp von Experten habe ich mehrfach gefunden und halte mich auch daran: Wenn der Schnitt sauber werden soll, den Pendelhub abschalten. Der Pendelhub soll nur die Schnittgeschwindigkeit erhöhen. Da ist mir die Schnittqualität im Normalfall wichtiger.