Nachdem meine 20 Jahre alte AEG das zeitliche gesegnet hatte, musste Ersatz her. In einem Kommentar zu Bosch konnte ich lesen 'bloß keine grüne ...'. Das kann ich nur unterstreichen. Für den Preis hätte ich zwar mehrere einfache Geräte kaufen können, aber gutes Werkzeug und Maschinen sind durch nichts zu ersetzen. Es stellte sich lediglich die Frage: Festool oder blaue Bosch? Ausschlaggebend für mich war das eingebaute Licht. Wenn das die kleine Festool gehabt hätte ...
Die Bosch liegt sehr gut in der Hand. Sie ist schön laufruhig (Gehörschutz dennoch verwenden!) und vibrationsarm. Der Pendelhub leistet schon in der niedrigsten Stufe eine sehr gute Arbeit und sorgt dafür, dass die Maschine schon fast selbständig durchs Holz zieht. So präzise Schnitte waren mit der alten AEG nie möglich.
Die Arretierung für die Sägeblätter ist etwas ungenau. Deshalb muss man beim Einspannen darauf achten, dass man den Hubarm herunter drückt. Nur dann sitzt das Sägeblatt fest.
Die Winkelverstellung ist relativ leicht durchzuführen und präzise. Der Spanreißschutz ist leider Murks. Trotz Beleuchtung der Schnittlinie ist nicht zu erkennen, wo es lang gehen soll. Also zuerst einen wasserfesten Stift nehmen und die Kerbe ganz leicht nachzeichnen. Nur dann hat man eine saubere Führungslinie.
Die Arretierung des Dauerlaufes scheint nicht immer präzise einzurasten. Zweimal wollte die Maschine nicht an bleiben :(
Als mitgeliefertes Zubehör wäre ein Sägeblattsortiment gut gewesen.
Wer Licht beim Sägen braucht, macht mit dieser Maschine nichts falsch. Ich arbeite gerne damit. Alle anderen greifen evtl. besser zur kleinen Festool, auch wenn sie teurer ist.