Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
David Sylvians neueste Exorzismen, 26. Oktober 2005
Bei David Sylvian weiß man nie, wohin die Reise geht. Nach dem sehr zugänglichen "Dead Bees On a Cake"-Album (1999) folgte eine Rückschau "Everything and Nothing" (2001) (mit Perlen wie dem erstmals fertiggestellten "Ride", das eigentlich schon 1987 begonnen worden war), gefolgt von dem fast schon autistischen, oft atonalen Depressionshammer "Blemish" (2003), das selbst viele der hartgesottensten Sylvian-Fans problematisch fanden ob der sparsamen bis irritierenden Produktion. Nun kommt praktisch aus dem Nichts ein neues Projekt mit dem Namen "Nine Horses", das im Kern aus Sylvian, seinem Bruder Steve Jansen und Burnt Friedman besteht und von hochkarätigen Beiträgern wie Ryuichi Sakamoto, Keith Lowe, Stina Nordenstam und Arve Henriksen bereichert wird. Erstaunlich ist, dass Sylvian hier Depression und Leichtigkeit, wie seit dem wohl unübertreffbaren "Secrets Of The Beehive" (1987) nicht mehr, unter einen Hut bekommt. Sein Sandpapierbariton hat nach wie vor eine mystische Qualität, die auch über die ein oder andere Länge in den wieder bedeutend melodischeren Songs hinwegträgt. Sylvian überführt seine Erfahrungen der letzten Jahre (u.a. schmerzhafte Scheidung, einsame Wintermonate auf seinem amerikanischen Landhaus) in herrlich poetische Texte. Das Schaffen Sylvians kennzeichnet somit auch auf diesem Album das Exorzieren all seiner inneren Dämonen. "Out with it" singt er einmal und meint wohl die Sehnsucht nach dem glücklichen Leben mit seiner nun zerstörten Familie. Meine Favoriten: das kraftvolle "Darkest Birds", das federleichte, trotz des schwermütigen Textes fast unbekümmerte "The Day The Earth Stole Heaven" und der düstere Titeltrack, in dem die Brücke von "Blemish" zu "Secrets Of The Beehive" in einer völlig überraschenden Volte im Lied selbst geschlagen wird. Eigentlich müsste man - verglichen mit Sylvians früheren Alben - ein Sternchen abziehen wegen so mancher Länge in den Kompositionen. Da ein Album wie dieses aber verglichen mit 99% der Produktionen des Jahres 2005 eher sieben Sterne bekommen müsste, bleibt`s beim Höchstsatz.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eitler Wohlklang, 17. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Nine Horses = David Sylvian, Steve Jansen, Burnt Friedman + GästeWem die Zeit nach den diversen Bienen-und Best of-CDs zu lang geworden ist und "Blemish" dann doch zu spröde war, der kann jetzt wieder befreit aufatmen. Im Hause Sylvian ist wieder Geldverdienen angesagt, der Meister hat seine bisher popigste Platte abgeliefert. Skandinavische Trompeten zu Hauf, Saxophonsoli im Überfluss, Vibraphon und Kling und Klang wohin sich der Hörer auch wendet. 1000 Sounds, die keine freie Stelle mehr lassen, mehrstimmige Backgroundchöre (das ist neu), hier noch ein Fitzelchen Gitarre, dort noch ein Stückchen Akustikbass. Sakamoto versucht einmal, das Ganze in eine andere, Club-Chillout-Richtung zu lenken, wird aber von den Brüdern sofort zurück gepfiffen. Burnt Friedman, eigentlich Bernd Friedmann aus Köln, der mit seinen eigenen Projekten schon mehrmals aufhorchen ließ, wird ebenfalls aller Freiheiten beraubt. Am augenscheinlichsten im letzten Stück "The librarian". Die geheimnisvollen Gamelansounds der Originalfassung wurden in den Hintergrund gedrängt, das unglaublich spannende und ökonomische Originalgetrommel von Jakie Liebezeit wurde komplett durch Jansensche 08/15-Drums ersetzt, schade drum. Ob dieses Überflusses an Arrangement werden die Kritiker Magenverstimmung bekommen, die Träumer werden sagen: "Seine Schönste". Wie immer ist es der Gesang, der diese Scheibe über die Niederungen des Mainstreams erhebt. Unverzichtbar.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Peripherical and not., 13. Oktober 2005
Snow Borne Sorrow is an intelligent output from three artistically brilliant and maturer guys walking the life (bingo). Behind the album is compassion and sincerity and really, it is rather straight, daring. They look as lifes sharply at themselves as well as their surroundings, sometimes with quite a bite. Snow Borne Sorrow appears from feelings that are readily reconised cloaked with innovative text that is well succeeding, that stirs and causes you to look at things, if you are touched. Snow Borne Sorrow contains elements of many styles and uses electronics as much as acoustics. It has the calm to it of people who are free to make what they want and who do not have the desire and pressure to make a hit-album - "this album really needs to cash in" kind of thing - it provides an artistically free, no haste and sincere environment. (We won't sell our soul to the devil). It carries a touch of slow soul (soul ballad?) throughout, this really suits Davids vocal. Wonderfull to hear Stina Nordenstam in a proper sound and production environment that really can match her quality of vocal (hope she'll release through Samadhi Sound in the future and that David and Steve gives a hand or eight to the production). Greetings and good times with it...
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