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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen
"The times they are a-changin' ....",
Von timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Born to be wild oder Die 68er und die Musik.
Ev'rywhere I hear the sound of marching, charging feet, boy'Cause summer's here and the time is right for fighting in the street,boy Well then what can a poor boy do Except to sing for a rock 'n' roll band 'Cause in sleepy London town There's just no place for a street fighting man No! (M. Jagger/K. Richards) Der am 25.02.1968 in Westberlin geborene Autor setzt sich nach seinem ersten Buch "Aus dem Leben eines Revoluzzers" (2005) mit den politisch-gesellschaftlichen Gegebenheiten der 1960er Jahre und deren Soundtrack auseinander, die er in seinem Geburtsjahr kumulieren lässt. Hierbei stellt er u. a. fest, dass durch eine Verschmelzung von Rock- und Popmusik die Parolen von Ho Chi Minh und Che Guevara unter den Studenten genauso populär waren, wie die Songs von Janis Joplin, den Rolling Stones oder Jimi Hendrix. (Seite 85). Nach einer Einführung ("Ein sehr persönliches Vorwort") beschreibt Daniel Gäsche im ersten von insgesamt fünf Kapiteln die Entstehung der Jugendkulturen in den 1960er Jahren., als sich in Kalifornien die Hippie-Bewegung mit ihrem "Love and Peace", an der US-Ostküste hingegen die Underground-Szene entwickelte. Vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges ("War, children It`s just a shot away") und Rassismus fanden politische Parolen, wie "talkin' about the revolution", Drogen und "Freie Liebe" Eingang in die populäre Musik und durchdrangen dadurch das Leben einer ganzen, gegen die alte Ordnung ihrer Eltern aufbegehrenden Generation. Langhaarige Hippies wurden von einer geschockten bundesrepublikanischen Gesellschaft als Gammler bezeichnet. Kapitel zwei befast sich mit den Ursachen für die 68er Bewegung in der Bundesrepublik. Bereits in den 1950 Jahren war der (eingedeutsche) Rock and Roll zu einem Lebensgefühl und Gegengewicht der antiquierten "Heimatmusik" geworden. Die Teenagerkultur führte über die Schwabinger Krawalle schließlich zu einem "We shall overcome" und zu einem SDS, der zum Motor der Revolte wurde. Gewalt (anders als im Song "Street fightin' man"), zunächst auf deutschen Strassen, führte schließlich zum Zerfall der 68er Bewegung. Während sich die einen auf einen langen Marsch durch die Institutionen auf den Weg machten, glitten andere in einen mörderischen Terrorismus ab. Im dritten Kapitel wird die Musik als Sprachrohr in Texten und Botschaften einiger Songs, wie z. B. "Talkin' about my generation" Die deutsche Hitparade des Jahres 1968 wurde Dank zahlungskräftiger Mütter dennoch von einem "Heintje" dominiert. Unabhängig von den älteren politischen Liedern der sogenannten Liedermacher wie Franz Josef Degenhardt ("Spiel nicht mit den Schmuddelkindern"), sollte der "Krautrock" in Deutschland das kulturpolitische und revolutionäre Erbe antreten. Kapitel vier beginnt mit einem Überblick über die historische Entwicklung der Rockmusik; beginnend bei den US-amerikanischen Wurzeln über die britische Beatinvasion bis hin zu den "Glorreichen Sieben": Beatles, Rolling Stones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jum Morrison, Bob Dylan und Joan Baez. In Deutschland konnte sich neben den Helden der TV-Sendung "Beatclub" jedoch auch eine Jugendzeitschrift ("Brav, Braver, Bravo") halten, die von Manuela bis Roy Black bestimmt war. Mit "Beatmusik gegen die Staatsmacht" schildert das fünfte Kapitel schließlich die Ereignisse in der damaligen DDR, die mit einem kurzen Aufblühen unter staatlicher Toleranz nach den Leipziger Beatkrawallen bereits verboten oder in systemtreu staatliche Bahnen gelenkt wurden. Am Ende jedes Kapitels stellt der Autor verschiedenen, repräsentativ ausgewählten, mehr der weniger prominenten, Zeitzeuginnen/-zeugen wie Gretchen Dutschke-Klotz (S. 184), Hannelore Hoger (S. 194), Roger Willemsen (S. 196), Heide Simonis (S. 189), Tony Sheridan (S. 257), Heinz Rudolf Kunze (S. 260), Reinhard May (S. 266), Ilja Richter (S. 269), Brigitte Grothum (S. 271) und Rolf Zuckowski (S. 273) fünf Fragen, durch die subjektive Stimmungsbilder gezeichnet werden. In seiner Schlussbetrachtung fasst Daniel Gäsche schließlich das Einzigartige, Geheimnisvolle und Spannende an der Chiffre '68 und die Magie ihrer Musik zusammen. Nach 320 Seiten und einer Danksagung gibt es schließlich noch einen Anhang mit 25 Seiten Anmerkungen (Fußnoten) und eine kurze Liste mit Literaturtipps, 52 schwarz-weiß Fotos runden das Bild einer gelungenen Analyse der musikalisch und gesellschaftlichpolitischen Wechselwirkungen ab. Das von der Frankfurter Rundschau protegierte Buch versetzt die LeserInnen wie eine Zeitreise mitten in die "wilden 60er", selbst wenn diese jenes Jahrzehnt persönlich nie erlebt haben. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt: 5 Amazonsterne Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Nicht viel Neues,
Von
Rezension bezieht sich auf: Born to be wild oder die 68er und die Musik (Gebundene Ausgabe)
Sollte es unter den heutigen Jugendlichen einige geben, die sich für dieses Thema stark ineressieren, ist dieses Buch durchaus eine Empfehlung. Für alle anderen bringt es wirklich nichts Neues. Ich bin Jahrgang 1953, zwar "nur" in der DDR, aber grenznah aufgewachsen. Radio und Fernsehen von drüben gehörten zu unserem täglichen Brot, sodass ich behaupten kann, mehr über das gesellschaftliche und kulturelle Leben westlich meiner Heimat Bescheid zu wissen als so mancher meiner Alterskameraden von dort.Dicke Minuspunkte verdient das Buch aber auf einem anderem Gebiet: Wirklich kaum eine Seite ohne grammatikalisch-othographische Fehler, besonders die Interpunktion schreit zum Himmel. Nun mag man einwenden, dass es bei einem Sachbuch doch zuerst auf den Inhalt ankommt. Aber das ist ja gerade: Durch eine wirre Kommasetzung wird einem erst nach mehrmaligem Lesen klar, wie mancher Satz gemeint war. Außerdem wurde zu oft manches schon dargelegte wiederholt, sogar fast wörtlich. Kurzum: Ziemlich nachlässige Arbeit von Autor und Verlag. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"The times they are a-changin' ....",
Von timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Born to be wild oder die 68er und die Musik (Gebundene Ausgabe)
Ev'rywhere I hear the sound of marching, charging feet, boy'Cause summer's here and the time is right for fighting in the street,boy Well then what can a poor boy do Except to sing for a rock 'n' roll band 'Cause in sleepy London town There's just no place for a street fighting man No! (M. Jagger/K. Richards) Der am 25.02.1968 in Westberlin geborene Autor setzt sich nach seinem ersten Buch "Aus dem Leben eines Revoluzzers" (2005) mit den politisch-gesellschaftlichen Gegebenheiten der 1960er Jahre und deren Soundtrack auseinander, die er in seinem Geburtsjahr kumulieren lässt. Hierbei stellt er u. a. fest, dass durch eine Verschmelzung von Rock- und Popmusik die Parolen von Ho Chi Minh und Che Guevara unter den Studenten genauso populär waren, wie die Songs von Janis Joplin, den Rolling Stones oder Jimi Hendrix. (Seite 85). Nach einer Einführung ("Ein sehr persönliches Vorwort") beschreibt Daniel Gäsche im ersten von insgesamt fünf Kapiteln die Entstehung der Jugendkulturen in den 1960er Jahren., als sich in Kalifornien die Hippie-Bewegung mit ihrem "Love and Peace", an der US-Ostküste hingegen die Underground-Szene entwickelte. Vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges ("War, children It`s just a shot away") und Rassismus fanden politische Parolen, wie "talkin' about the revolution", Drogen und "Freie Liebe" Eingang in die populäre Musik und durchdrangen dadurch das Leben einer ganzen, gegen die alte Ordnung ihrer Eltern aufbegehrenden Generation. Langhaarige Hippies wurden von einer geschockten bundesrepublikanischen Gesellschaft als Gammler bezeichnet. Kapitel zwei befast sich mit den Ursachen für die 68er Bewegung in der Bundesrepublik. Bereits in den 1950 Jahren war der (eingedeutsche) Rock and Roll zu einem Lebensgefühl und Gegengewicht der antiquierten "Heimatmusik" geworden. Die Teenagerkultur führte über die Schwabinger Krawalle schließlich zu einem "We shall overcome" und zu einem SDS, der zum Motor der Revolte wurde. Gewalt (anders als im Song "Street fightin' man"), zunächst auf deutschen Strassen, führte schließlich zum Zerfall der 68er Bewegung. Während sich die einen auf einen langen Marsch durch die Institutionen auf den Weg machten, glitten andere in einen mörderischen Terrorismus ab. Im dritten Kapitel wird die Musik als Sprachrohr in Texten und Botschaften einiger Songs, wie z. B. "Talkin' about my generation" Die deutsche Hitparade des Jahres 1968 wurde Dank zahlungskräftiger Mütter dennoch von einem "Heintje" dominiert. Unabhängig von den älteren politischen Liedern der sogenannten Liedermacher wie Franz Josef Degenhardt ("Spiel nicht mit den Schmuddelkindern"), sollte der "Krautrock" in Deutschland das kulturpolitische und revolutionäre Erbe antreten. Kapitel vier beginnt mit einem Überblick über die historische Entwicklung der Rockmusik; beginnend bei den US-amerikanischen Wurzeln über die britische Beatinvasion bis hin zu den "Glorreichen Sieben": Beatles, Rolling Stones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jum Morrison, Bob Dylan und Joan Baez. In Deutschland konnte sich neben den Helden der TV-Sendung "Beatclub" jedoch auch eine Jugendzeitschrift ("Brav, Braver, Bravo") halten, die von Manuela bis Roy Black bestimmt war. Mit "Beatmusik gegen die Staatsmacht" schildert das fünfte Kapitel schließlich die Ereignisse in der damaligen DDR, die mit einem kurzen Aufblühen unter staatlicher Toleranz nach den Leipziger Beatkrawallen bereits verboten oder in systemtreu staatliche Bahnen gelenkt wurden. Am Ende jedes Kapitels stellt der Autor verschiedenen, repräsentativ ausgewählten, mehr der weniger prominenten, Zeitzeuginnen/-zeugen wie Gretchen Dutschke-Klotz (S. 184), Hannelore Hoger (S. 194), Roger Willemsen (S. 196), Heide Simonis (S. 189), Tony Sheridan (S. 257), Heinz Rudolf Kunze (S. 260), Reinhard May (S. 266), Ilja Richter (S. 269), Brigitte Grothum (S. 271) und Rolf Zuckowski (S. 273) fünf Fragen, durch die subjektive Stimmungsbilder gezeichnet werden. 1. Welchen Song verbinden Sie persönlich eng mit der Zeit der 68er und warum gerade diesen. 2. Welche Situation oder welches Ereignis verbinden Sie aus Ihrer ganz persönlichen 68er Zeit mit einer bestimmten Musik, z. B. Den ersten Kuss, eine politische Aktion, ein aufregendes Konzert. 3. Auf welche Weise hat sie selbst Musik in dieser zeit in besonderer Weise beeinflusst? In wieweit hat Musik z. B. zu ihrer persönlichen und politischen Entwicklung beigetragen, bzw. auf Ihre Meinungsbildung Einfluss genommen? Zu welchen Tätigkeiten/Aktionen hat die Musik aus dieser zeit und in dieser Zeit motiviert? 4. Welche Textpassagen haben Sie in Erinnerung, die sie in besonderer Weise getroffen oder berührt haben? 5. Was ist Ihre ganz persönliche Erinnerung a) an die politische Bewegung, die sich mit dem Begriff 68er verknüpft b) an die Musik der 60er Jahre? In seiner Schlussbetrachtung fasst Daniel Gäsche schließlich das Einzigartige, Geheimnisvolle und Spannende an der Chiffre '68 und die Magie ihrer Musik zusammen. Nach 320 Seiten und einer Danksagung gibt es schließlich noch einen Anhang mit 25 Seiten Anmerkungen (Fußnoten) und eine kurze Liste mit Literaturtipps, 52 schwarz-weiß Fotos runden das Bild einer gelungenen Analyse der musikalisch und gesellschaftlichpolitischen Wechselwirkungen ab. Das von der Frankfurter Rundschau protegierte Buch versetzt die LeserInnen wie eine Zeitreise mitten in die "wilden 60er", selbst wenn diese jenes Jahrzehnt persönlich nie erlebt haben. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt: 5 Amazonsterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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