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Abspecken, vereinfachen, verschlanken! Keine Sorge, das ist nicht die Aufforderung von Tim Mälzer an seine Leser, sondern die Bedingungen, die er an seine eigenen Kochrezepte stellt.
Born to Cook bedeutet born to be simple. Wobei das durchaus nicht mit einfallslos zu übersetzen ist.
Einfache Zutaten, einfaches Küchengerät, einfache Beschreibungen -- kurzum: Einfach loslegen mit dem Kochen! Nicht dass es der Hamburger Jung- und, VOX-Sei-Dank, Fernsehkoch nicht besser könnte, hat er sein schmackhaftes Handwerk doch sozusagen vom Kochlöffel auf gelernt und zudem bekannten Kollegen wie dem naked chef Jamie Oliver über die weiße Kochjackenschulter gucken dürfen. Tim Mälzer will es einfach so einfach. Punkt. Und so ist in seiner abgespeckten Form sogar das Rinderfilet Wellington Kochanfängern zuzutrauen.
Apropos Männer, die scheint man in Born to Cook in Kapiteln wie
vom Küchenbullen, Mens Health und Fishermans Friends besonders ansprechen zu wollen. Fix oder nix, taff oder paff. Das handfeste Image spiegelt sich zum Teil auch in den durchweg farbigen Fotos wider: Hier ein Handabdruck in Mehl, da eine Großaufnahme von einer aufgerissenen Eierpappe inklusive zerbrochenem Hühnerprodukt. Mälzers Rezepte sind mal überraschend einfach (Entenkeulen mit Lebkuchenkruste) -- mal einfach überraschend (Fischroulade mit Parmaschinken und scharfer Tomatensauce). Und um Garzeit zu sparen, wird auch schon mal ein Hähnchen platt gemacht. Neben handfesten Gerichten wie Bauernomelett und Königsberger Klopse, hat Mälzer auch was für süße Leckermäuler bereit. Seine Zitronenrolle kann sich durchaus sehen lassen.
Born to Cook, im festen Einband und im Format von ca. 27x21 cm, ein Kochbuch für alle, die bislang einen großen Bogen um den Herd gemacht haben. --Anne Hauschild
Pressestimmen
"Meine Mutter hätte Tim Mälzer niemals nicht in ihre Küche gelassen. Wahrscheinlich noch nicht mal ins Haus. Was deutlich gegen meine Mutter spricht, die fantastisch kochen konnte, aber was gewisse Äußerlichkeiten anging von einem geradezu erschütternden Konservatismus war. Selbst Jamie Oliver, auch nicht gerade ein Mensch, der im Zweireiher auf die Welt gekommen ist, wundert sich, wie einer, der aussieht wie Tim Mälzer, so derart klasse kochen kann. Und daß er das tut, hätte sogar meine Mutter bestätigt. Und nachgekocht, was der Hamburger auf beinahe allen Medienkanälen aus Pfannen und Töpfen und Öfen holt. Tim Mälzer pflegt eine handfeste, vollkommen schickimickifreie Küche, die keiner reinen Lehre außer der des guten Schmeckens folgt und trotzdem alle erforderlichen Sinne verwöhnt. Und auch für absolute Kochdeppen sind Mälzers Rezepte gefahrlos umzusetzen. Es gelingt immer und schmeckt noch. Und was er an praktischen Handreichungen gibt, ersetzt glatt Muttern. Gott hab sie seelig." (
Literarische Welt)
"Er ist der Mann, der Deutschland zum Kochen bringt." (
Bildwoche)
"Die Sterne und Mützen bekommen (noch) andere, aber der größte Star der deutschen Kochszene ist derzeit Tim Mälzer." (
Westfalenpost)