Direkt nach der Veröffentlichung des wohl (meiner Meinung nach) besten :Wumpscut: Werkes "Embryodead" (aus dem Jahre 1997), folgte diese indirekte "Ergänzung" mit dem Titel "Born again" im Jahre 1998.
Wieso "Ergänzung", wird man sich fragen? Die Antwort ist im Grunde recht simpel und einfach, denn:
Das vorliegende Album "Born again" bietet mit seinen insgesamt 14 Tracks (und einer Laufzeit von 72,52 Minuten) sozusagen die "tanzbaren Clubversionen" der im Original doch recht düsteren und endzeitmässig-aggressive gehaltenen Originalversionen der "Embryodead" Setliste. Die Remixe bzw. Alternativversionen der Songs, wurden sowohl von Rudy R. (:W:), als auch von anderen, befreundeten Musikern angefertigt (z.B. Haujobb und Brain Leisure).
Zumindest wurden insgesamt sieben der zehn "Embryodead" Songs neu gemixt ("Is it you", "Angel", "Golgotha", "War", "Down where we belong" und die beiden Titel "Womb" und "Embryodead" sogar je zweimal neu gemixt und eingespielt) und eignen sich in diesen vorliegenden Versionen nun auch eher für die Tanzfläche, als es bei den "apokalyptisch angehauchten" Originalen noch der Fall war.
Wie gesagt, ein nettes Experiment das zum grossen Teil auch hervorragend gelungen ist, wenn man sich etwas "reingehört" hat (lediglich die drei Remixe von "Down where we belong", "Thorns" und "Die in winter" (die original Versionen sind auf dem ebenso genialen "Bunkertor 7" Album von 1995 zu finden) hätte man sich aber meiner Meinung nach eher sparen können... aber das ist natürlich (wie immer) alles reine Geschmackssache und individuell anzusehen *g*).
Auch werden bisher zwei unveröffentlichte :Wumpscut: Stücke erstmalig auf diesem Album präsentiert (nämlich "Wumpsex" und "Man's complete idiot"), welche als durchaus gut und gelungen zu bezeichnen sind und einen speziellen (wie ebenso gelungenen) :W: Remix zu dem Stück "Vaporize" (von Aghast View im Original) gibt es hier auch zu hören...
Fazit:
Wie bereits gesagt: ein durchaus nettes und gutes Album, welches speziell als "Ergänzung" zum "Embryodead" Album aufzufassen ist. Fans und Liebhaber tanzbarer (düster) Elektromusik können in jedem Falle zugreifen.