Meiner Erfahrung nach ist dies das am wenigsten beliebte Werk von Herrn Newman, weil zu sehr Rock, zu wenig songwriterig. Aber völlig zu Unrecht. Hier sind auf wenig mehr als einer halben Stunde so viele Ideen zusammengepfercht, dass jeder der 11 Songs zu einem höchst verdichteten Story-Kunstwerk wird. Am faszinierendsten dabei ist die auf dieser Platte ins Extreme getrieben Fallhöhe zwischen trockenen, reduzierten Texten und perfekt produzierter, breitwandiger Instrumentierung. Auf "Pants" wird das Übertreiben am lustvollsten zelebriert, wenn Randy Newman zu lupenreinem 70er-Bombastpomp pathetisch deklamiert: "I'm gonna take off my pants".
Man möchte jede Zeile eines jeden Songs zitieren, die bei aller sarkastischen Lustigmacherei eine traurige Liebe zu den Mitmenschen verraten, in deren Rollen er schlüpft. Diesmal sind dies: Homophobe, Paranoiker, amoralische Geldsäcke, einsame alte Männer und die Band ELO.