Pressestimmen
Zusammenfassung: Das Buch von Christine Ann Lawson, aus dem Amerikanischen übersetzt, gibt sehr detaillierte Beschreibungen von den vier unterschiedlichen Typen von Borderline-Müttern. ... Diese werden zudem nicht nur theoretisch abgehandelt, sondern es werden praktische Schilderungen ihres Verhaltens gezeigt und mit Beispielen untermalt. (astrid-krueger-medizin.de)
Zur Borderline-Problematik wurde seit Otto Kernberg (»Borderline-Störungen und pathologischer Narzissmus«, 1978 in deutscher Sprache) und anschließend Christa Rohde-Dachser (»Das Borderline-Syndrom«, 1979) zunehmend auch in Deutschland mehr und schneller publiziert, sodass der am Thema interessierte Leser stellenweise den Eindruck bekommt, es handele sich um eine Art zeitgeistgemäßes Modethema. Hinzu kommt, dass oft nicht klar ist, wovon eigentlich die Rede ist: Geht es um die Borderline-Struktur im Sinne einer Neurosenstruktur oder einer Borderline-Persönlichkeitsstörung im Sinne der ICD 10- oder DSM-Kategorisierung? Man muss als Leser wissen, was man sucht, und kann auswählen zwischen Fachbüchern, Therapiemanualen, Selbsthilfebüchern, Erfahrungsberichten und Betroffenenlektüre sowie Büchern, die - unterschiedlich gehaltvoll - in der Abteilung Rat und Lebenshilfe stehen und von praktizierenden Psychotherapeuten geschrieben wurden. Was erwartet uns beim vorliegenden Buch, im Oktober 2006 in deutscher Erstausgabe (aus dem Amerikanischen übersetzt von Irmela Köstin) im Psychosozial-Verlag, »edition psychosozial«, erschienen? Der Titel macht erst einmal neugierig, ebenso die passende düstere äußere Gestaltung (»The Poem of Soul: Nightmare«, 1854, Louis Janmot). Der Leser fühlt sich an eine psychiatrische Einrichtung des 19. Jahrhunderts erinnert, an Wahnsinn, Verzweiflung und das »Dunkel im Innern« der Borderline-Mütter. Die Autorin Christine Ann Lawson ist klinische Sozialarbeiterin in eigener Praxis in Indianapolis und arbeitet mit den erwachsenen Kindern, die mit einer Borderline-Mutter aufwachsen mussten. Aus den retrospektiven Beschreibungen dessen, wie die Kinder ihre Mütter wahrgenommen haben, entstanden vier Charakterprofile mit je einem emotional vorherrschenden Gefühlszustand, welche die Autorin dem Leser unter verschiedenen Aspekten näherbringt: die Borderline-Mutter vom Typus des »verwahrlosten Kindes«, die »Einsiedlerin«, die »Königin« und die »Hexe«. Vorangestellt sind jedem Kapitel als Motto ein Abschnitt aus »Alice im Wunderland« bzw. »Alice im Spiegel«, später kommen mehr oder weniger passende Einleitungen aus Grimmschen Märchen hinzu. Christine Ann Lawson beschreibt eindrücklich zunächst allgemein diese »Als-ob-Mütter« mit den Empfindungen ihrer Kinder, das heißt, mit deren angstvollen Erwartungen, aus Erfahrung gespeistem Misstrauen, mit Chaos, Scham, Wut, Schuld, mit dem, was die Kinder erleiden, die trotz allem ihre Mütter lieben. Die Erklärungen zur Entstehung der Borderline-Persönlichkeitsstörung klingen manchmal etwas dürftig. Da haben z.T. ganz einfach »Therapeuten herausgefunden« (S. 48), welche Erfahrungen Borderline-Patienten selbst als Kind machen mussten, was die Entwicklung dieses Störungsbildes begünstigt... (Sozialpsychiatrische Info 1-2008)
Zur Borderline-Problematik wurde seit Otto Kernberg (»Borderline-Störungen und pathologischer Narzissmus«, 1978 in deutscher Sprache) und anschließend Christa Rohde-Dachser (»Das Borderline-Syndrom«, 1979) zunehmend auch in Deutschland mehr und schneller publiziert, sodass der am Thema interessierte Leser stellenweise den Eindruck bekommt, es handele sich um eine Art zeitgeistgemäßes Modethema. Hinzu kommt, dass oft nicht klar ist, wovon eigentlich die Rede ist: Geht es um die Borderline-Struktur im Sinne einer Neurosenstruktur oder einer Borderline-Persönlichkeitsstörung im Sinne der ICD 10- oder DSM-Kategorisierung? Man muss als Leser wissen, was man sucht, und kann auswählen zwischen Fachbüchern, Therapiemanualen, Selbsthilfebüchern, Erfahrungsberichten und Betroffenenlektüre sowie Büchern, die - unterschiedlich gehaltvoll - in der Abteilung Rat und Lebenshilfe stehen und von praktizierenden Psychotherapeuten geschrieben wurden. Was erwartet uns beim vorliegenden Buch, im Oktober 2006 in deutscher Erstausgabe (aus dem Amerikanischen übersetzt von Irmela Köstin) im Psychosozial-Verlag, »edition psychosozial«, erschienen? Der Titel macht erst einmal neugierig, ebenso die passende düstere äußere Gestaltung (»The Poem of Soul: Nightmare«, 1854, Louis Janmot). Der Leser fühlt sich an eine psychiatrische Einrichtung des 19. Jahrhunderts erinnert, an Wahnsinn, Verzweiflung und das »Dunkel im Innern« der Borderline-Mütter. Die Autorin Christine Ann Lawson ist klinische Sozialarbeiterin in eigener Praxis in Indianapolis und arbeitet mit den erwachsenen Kindern, die mit einer Borderline-Mutter aufwachsen mussten. Aus den retrospektiven Beschreibungen dessen, wie die Kinder ihre Mütter wahrgenommen haben, entstanden vier Charakterprofile mit je einem emotional vorherrschenden Gefühlszustand, welche die Autorin dem Leser unter verschiedenen Aspekten näherbringt: die Borderline-Mutter vom Typus des »verwahrlosten Kindes«, die »Einsiedlerin«, die »Königin« und die »Hexe«. Vorangestellt sind jedem Kapitel als Motto ein Abschnitt aus »Alice im Wunderland« bzw. »Alice im Spiegel«, später kommen mehr oder weniger passende Einleitungen aus Grimmschen Märchen hinzu. Christine Ann Lawson beschreibt eindrücklich zunächst allgemein diese »Als-ob-Mütter« mit den Empfindungen ihrer Kinder, das heißt, mit deren angstvollen Erwartungen, aus Erfahrung gespeistem Misstrauen, mit Chaos, Scham, Wut, Schuld, mit dem, was die Kinder erleiden, die trotz allem ihre Mütter lieben. Die Erklärungen zur Entstehung der Borderline-Persönlichkeitsstörung klingen manchmal etwas dürftig. Da haben z.T. ganz einfach »Therapeuten herausgefunden« (S. 48), welche Erfahrungen Borderline-Patienten selbst als Kind machen mussten, was die Entwicklung dieses Störungsbildes begünstigt... (Sozialpsychiatrische Info 1-2008)
Kurzbeschreibung
Die erste Liebe in unserem Leben ist unsere Mutter. Es ist für uns überlebenswichtig, ihr Gesicht, ihre Stimme, die Bedeutung ihrer Stimmungen und ihre Mimik zu erkennen. Christine Ann Lawson beschreibt einfühlsam und verständlich, wie Kinder von Borderline-Müttern unter den Stimmungsschwankungen und psychotischen Anfällen leiden und verzweifelt nach Strategien der Bewältigung dieser Erlebnisse suchen. Borderline-Mütter treten dabei ihren Kindern in vier verschiedenen Figuren gegenüber: als verwahrloste Mutter, die Einsiedlerin, die Königin und die Hexe. Lawson zeigt, wie man sich um die Verwahrloste kümmern kann, ohne sie retten zu müssen, und um die Einsiedlerin, ohne ihre Angst zu verstärken; wie man die Königin liebt, ohne ihr Untertan, und wie man mit der Hexe lebt, ohne ihr Opfer zu werden.
Über den Autor
Ph.D. Christine Ann Lawson ist klinische Sozialarbeiterin in eigener Praxis in Indianapolis und Privat-Dozentin an der Indiana University-Purdue und an der Butler-University.